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Atlantis 2022 von Mara Ann Carter

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[Teil 2 / Version: SG]


Kapitel 14: Zurück nach Hause

Sinatra war schon an der Beifahrertür, als der General sie am Einsteigen hinderte.

„Nein Sinatra, nach hinten. Tina sitzt neben mir. Schließlich ist sie die ältere."

Ohne weitere Widerrede setzte sich Sinatra zu Maria auf die Rückbank. Sie wagte es nun doch nicht, dem General zu widersprechen.

Jack startete den Wagen und fuhr langsam rückwärts aus der Einfahrt.

Maria starrte zu Sinatra. „London, wieso warst du in London?"

„Nun ja, ich habe dir doch schon mal erklärt was Beamen ist. Das Ganze kann ich auch ohne Hilfe von Technologie, so wie die ersten Antiker.", setzte Sinatra zur Erklärung an.

„Moment mal.", Jack war völlig verblüfft. „Soll das etwa heißen, dass du noch mehr solcher Fähigkeiten besitzt? Du meinst wohl, drei Kräfte reichen dir nicht."

Nun war es Tina, die entrüstet zu Jack hinübersah. „Was, sie wussten davon, dass sie zu mehr fähig ist? Uns hat sie nur von zweien erzählt." Mit einem vorwurfsvollen Blick bedachte sie Sinatra, die sich sofort zur Wehr setzte. „Ihr habt ja nicht gefragt. Lediglich Sam habe ich von einigen erzählt, außer vom beamen. Und auf deren Rat hin, werde ich dies hier auch nicht weiter ausführen." Sie verschränkte trotzig die Arme vor der Brust.

„So, zumindest bringt uns das hier auf denselben Stand. Oder, was hast du dazu zu sagen, Sinatra?" Jacks Worte duldeten keine Widerrede.

„In Ordnung, was haben wir?", überlegte Sinatra. „ – Levitieren, eine Art Fliegen, Heilen, Beamen, Spitzen-Gehör und Gedankenlesen. Zufrieden?" Mit blitzenden Augen lehnte sie sich im Auto zurück.

„Teilweise." Auf seine ganz eigene Art konnte Jack recht hartnäckig sein.

„Hey, ihr wisst jetzt mehr als alle anderen; sogar mehr, als ich normalerweise gesagt hätte. Es gibt nichts mehr, Sir." In Sinatras Stimme schwang schon eine leichte Ungeduld mit.

„Du verheimlichst uns doch noch etwas!" Jack war noch immer skeptisch. Irgendetwas hatte dieses Mädchen an sich, er würde es schon noch herausfinden.

„Nein, Sir. Ich wünschte, es wäre so." Die Lüge kam ihr ganz leicht über die Lippen. Sinatra konnte ganz schön überzeugend sein. Sie wollte um keinen Preis, dass er auch noch über das Tarnen und den Schutzschild Bescheid wusste.

„Okay, dann belassen wir es mal dabei." Jack wusste aus Erfahrung, wann das Frage-und-Antwort-Spiel vorerst beendet werden musste. „Aber da gibt es etwas, das ich doch noch gern wüsste. Was wolltest du ausgerechnet in London?"

„Och", antwortete Sinatra schulterzuckend, „einfach nur weg. Es ist eben der einzige Ort außerhalb von Amerika, den ich je besucht habe."

SGC

Br. Gen. Lorne erwartete sie schon an der Tür. „Sir, wir hatten bereits vor einer halben Stunde einen Termin."

„Ja, ja ich weiß." Jack winkte ab. „Aber ich musste noch einmal nach Hause zurück und die Mädchen abholen. Ich möchte, dass sie so schnell wie möglich nach Atlantis gehen."

Lorne schaute überrascht zu O'Neill. „Sollten sie eigentlich nicht noch drei Tage bei ihrer Frau bleiben und dann erst nach Atlantis zurück?"

„Ja, das war der ursprüngliche Plan. Aber es gab da ein Problem, das wir am besten ganz schnell vergessen sollten."

„Ich verstehe Sir.", Lorne verstand zwar kein Wort, aber das würde er natürlich nie zugeben. „Sir, werden sie sie nach Atlantis begleiten?"

„Wollen würde ich schon. Aber sie wissen doch, dass ich die Erde leider nicht mehr verlassen darf." Jack bedauerte sich wieder einmal sehr. „Oh Mann, das hasse ich wirklich an meiner Position. Und als ausnahmsweise Ausnahme würde das hier wohl nicht zählen."

Lorne kannte diese Leier schon. Immer wieder erinnerte sich O'Neill an die alten Zeiten, als er noch mit SG1 auf Missionen ging. „Verstanden, Sir. Ich werde veranlassen, dass die drei heute noch nach Atlantis kommen."

„Danke Lorne." Jack wandte sich an die drei Mädchen, die bisher nur stumm der Unterhaltung gefolgt hatten. „Auf geht's, Kadetten, mitkommen."

Kantine

Die Mädchen hatten noch etwas Zeit und da sie ziemlich hungrig waren, beschlossen sie, der hiesigen Kantine einen Besuch abzustatten.

Maria und Tina platzten schon fast vor Neugier und kaum hatten sie Platz genommen, bombardierten sie Sinatra mit ihren Fragen.

„Erzähl uns doch mehr über dich. Wie war deine Kindheit auf Atlantis, gab's dort noch andere Kinder oder wart ihr die einzigen?"

„Och, ich hatte wirklich eine schöne Kindheit." Sinatras Stimme hatte einen weichen Klang bei der Erinnerung daran. „Meine Mum hat mich verwöhnt und Dad hat mir Benehmen und Gehorsam beigebracht." Dass ihr Vater sie abgöttisch liebte und ihr so Manches durchgehen ließ, verschwieg sie lieber. „Natürlich gab's dort auch andere gleichaltrige Kinder, was denkt ihr denn. Die haben mich immer sehr bewundert. Ich war doch das Kind der Chefs."

„Also keine richtigen Freunde.", stellte Maria fest.

„Doch, Freunde hatte ich schon. Nur waren die alle schon erwachsen." Sie zuckte mit den Schultern." Mich hat es nie besonders interessiert, mit Gleichaltrigen zusammen zu sein."

Maria musste unbedingt noch eine bestimmte Frage loswerden. „Sinatra, hatte nicht Sam schon einmal vor deinem Vater Angst?"

„Hey, was wird das hier eigentlich? Eine Fragestunde?" Langsam wurde es Sinatra doch ein bisschen zu viel.

„Ja, nun hab dich nicht so. Gib mir einfach eine Antwort." Maria ließ nicht locker.

"

„Also gut, wenn's denn sein muss. Mein Vater tut sich eben manchmal etwas schwer mit dem Befolgen von seiner Meinung nach unsinnigen Befehlen. Na ja, da sind Sam und er eben mal aneinandergeraten. Du meintest wohl auch die Sache mit seiner Degradierung oder?"

„Genau die. Ich will unbedingt wissen, wie er das bloss geschafft hat."

„Dein Vater wurde schon mal degradiert?" Tina war verwirrt, das hatte sie nicht erwartet.

„Ja, und das nicht nur einmal." Sinatra schaute kurz um sich und fing ganz von vorne zu erzählen an. „Das erste Mal hat er in Afghanistan einen Befehl ignoriert und weil er dadurch Leben gerettet hatte, musste er nicht hinter Gittern, sondern wurde nur auf den Rang eines Majors zurückgestuft und nach McMurdo strafversetzt. Das zweite Mal war fünf Jahre später auf Atlantis. Er hatte gerade erfahren, dass meine Mum schwanger geworden ist. Er ist auf einen seiner eigenen Leute losgegangen, da dieser etwas über die eigentlich verbotene Beziehung zwischen meinem Dad und meiner Mum herausgefunden hatte. Und dann gabs Trouble. Zur Strafe musste er drei Monate als einfacher Soldat auf Atlantis Dienst schieben."

„Wieso wurde er nach dem letzten Vorfall nicht zur Erde versetzt?" Gebannt hatte Tina die Geschichte von Sinatras Vater verfolgt.

„Keine Ahnung. Ich denke mal, keiner seiner Vorgesetzten wollte ihn auf der Erde haben, er hat zu sehr seinen eigenen Kopf." Sinatra kannte ihren Dad einfach zu gut. Die Vorgesetzten von ihm machten, so gut es ging, immer einen weiten Bogen um ihn.

„Sag mal, wie weit liegen eigentlich dein Geburtstag und die Heirat deiner Eltern auseinander?" Maria wollte es aber ganz genau wissen.

„Fünf Wochen und drei Tage. Weil Mum darauf bestanden hat, dass ihre Familie dabei sein sollte, haben sie sogar hier auf der Erde geheiratet. Sie hat meinen Dad bearbeitet, dass auch er seine Familie zur Hochzeit einlädt, doch in der Beziehung war sie chancenlos. Das Verhältnis zwischen ihm und seinem Bruder ist und war auch noch nie das beste. Er glaubt immer noch, dass dieser ihn hasst. Aus dem gleichen Grund ist er auch nicht auf die Beerdigung seines Vaters gegangen. Ich war zu dem Zeitpunkt grad ein halbes Jahr alt."

Ohne Punkt und Komma hatte Sinatra die Geschichte ihren aufmerksamen Zuhörern erzählt.

„Hochzeit auf der Erde. Oh, bestimmt wäre es doch auf Atlantis viel romantischer gewesen.", Marias Stimme hatte einen schwärmerischen Klang bekommen.

Tina brachte diese ganze Geschichte auf einen ganz anderen Gedanken. „Hey Sinatra, wann hast du denn eigentlich Geburtstag?"

„Oh, der ist ja schon in sieben Wochen." Sinatra war selbst ganz überrascht.

Kapitel 15: Atlantis

Aufgeregt standen sie zusammen im Gateraum und warteten auf das OK aus Atlantis. Als es endlich soweit war, zogen Sinatra und Maria eine nun doch etwas zögerliche Tina mit sich durchs Stargate.

„Willkommen in Atlantis. Ich bin Dr. Elizabeth Weir-Sheppard, die Leiterin hier und die Mutter von Sinatra." Liz stand an der Treppe und begrüßte die drei Mädchen. Sie gab Maria und Tina die Hand. „Ich freue mich wirklich sehr, euch kennen zulernen."

Dann wandte sie sich mit einem nicht mehr ganz so freundlichen Blick an ihre Tochter.

„Wieso hast du mir nie gesagt, dass deine Schwestern häufig Alpträume haben?"

Sinatra druckste ein wenig herum. „Mum, ich dachte eben, dass es besser wäre, wenn sie es dir selber erzählen." Es war ihr doch etwas peinlich, hier vor ihren Freundinnen von ihrer Mutter zur Rede gestellt zu werden. „Woher weißt du es übrigens?"

„Leneon hat es getan, als er einmal wegen Übermüdung bei Carson war."

Liz deutete den Mädchen an, ihr zu folgen. Zusammen gingen sie die Treppe hinauf Richtung Büro.

Sinatra bedachte ihre Mutter mit einem vorwurfsvollen Blick. „Mum, wieso hatte es hier keiner für nötig gehalten, mir von seiner Entführung zu erzählen. Wo steckt er überhaupt?" Suchend schaute sie sich um.

„Wir wollten dich nicht verunsichern, du solltest doch schöne Ferien haben. Er ist mit Rodney und John in der Jumperbucht. Rodney will von ihm rauskriegen, wie er den Jumper repariert hat. Ich glaube fast, er ist ein bisschen eifersüchtig." Liz schmunzelte im Gedanken an den Wissenschaftler.

„Mum, ich spring schnell zu ihnen. Rodney wird von ihm sowieso keine zufriedenstellende Antwort kriegen, Leneon ist fast so wie ich."" Liz konnte Sinatra grade noch zurückhalten. „Stop, mein Kind. Wo bleiben deine guten Manieren."

Elizabeth wollte erst gar nicht fragen, wie sie das grad gemeint hatte, sie konnte es sich sowieso schon denken. Womöglich hatte ihr Sohn gerade seine erste Antikerkraft entdeckt.

Sie aktivierte ihr Headset, „John, Leneon, kommt bitte in mein Büro."

In Liz Büro angekommen, bat sie die Mädchen, sich zu setzen.

Es dauerte gar nicht lange, da kamen schon John und Leneon angestürmt. John riss seine Tochter in die Arme und drückte sie herzhaft. „Dad", rief sie lachend, „es ist schön, wieder hier zu sein. Komm her, Leneon." Nach einer kurzen Umarmung nahmen sie nebeneinander ihren Eltern gegenüber Platz.

John musterte die beiden anderen Mädchen mit einem aufmerksamen Blick. „Wer sind denn deine Freundinnen? Willst du uns nicht vorstellen?"

„Dad, das sind Maria Tessler und Tina Faless. Sie waren in meiner Klasse."

Die beiden Mädchen standen artig auf und schüttelten dem Colonel die Hand.

„Guten Tag, Sir, es ist schön, sie kennenzulernen." Tina hatte vor Aufregung einen trockenen Hals bekommen und konnte ihm kaum in die Augen sehn.

„Ganz meinerseits." John war bei der Nennung von Tinas Nachnamen zusammengezuckt.

Er wollte gerade eine Schimpfrede ansetzen, doch Sinatra kam ihm zuvor.

„Dad, nicht. Ich weiß, was du sagen willst, bitte lass es gut sein. Wir alle drei wissen bereits von dem Vorfall." Sinatra schaute ihrem Vater bittend in die Augen. „Gut gemacht, Leneon", sie klopfte ihrem Bruder leicht auf die Schulter „und trainiere deine Kräfte fleißig." er sah sie mit strahlenden Augen an.

„Colonel Sheppard. Glauben sie mir, ich bin nicht wie meine Brüder und ich schäme mich für sie." Tina schaute betreten zu Boden.

„Das werden wir ja noch herausfinden.", antwortete er grollend.

Elizabeth versuchte ihn zu beruhigen. „John, hör auf, ihr Angst zu machen. General O'Neill hat nur lobende Worte für sie gefunden."

Sinatra beeilte sich, die Situation zu entschärfen. „Mum, welches Quartier bekommen denn die beiden? Und Carson wartet bestimmt auch schon auf uns."

„Quartier 5 und 6, direkt neben deinem. Ach Gott, Carson, den hatte ich ja ganz vergessen. Und nun ab mit euch."

„Machen wir." Sie wandte sich nochmals zu ihrem Vater. „Noch eins, Dad. Mein Quartier, zehn Uhr. Ich hab noch etwas für dich."

Damit verließ sie - gefolgt von ihren Freundinnen - das Büro.

„Sinatra wo gehen wir hin? Wer ist Carson?", fragten Maria und Tina.

„Wir gehen zur Krankenstation, Dr. Carson Beckett ist unser Chefarzt. Wir müssen noch wissen, ob ihr vielleicht auch das Gen habt."

„Nein." Tina war aufgesprungen, als Carson mit einer Spritze auf sie zukam.

„Du musst keine Angst haben, es tut nicht weh."

Sie trat einen Schritt zurück. „Das sagen Sie."

„Tina leg dich wieder hin, es muss sein.", Sinatra verstand gar nicht, warum ihre Freundin so viel Angst hatte, und noch dazu vor so etwas alltäglichem.

„Nein. Werde ich nicht."

„Sinatra, sorge bitte dafür, dass sie sich etwas beruhigt." Carson drehte sich um. „Maria, dann fangen wir wohl lieber bei dir an."

„In Ordnung, Doc.", war ihr einziger Kommentar, bevor sie sich hinlegte.

Sinatra sah beruhigend zu Tina: „Hey, jetzt erzähl mir doch mal, wieso du solche Angst vor einer läppischen Spritze hast."

Tina ging zögernd auf ihre Freundin zu. Eigentlich wollte sie viel lieber abhauen, doch das traute sie sich dann doch nicht.

„Es tut weh, ich hab einfach Angst vor diesen Dingern.", sie war nach wie vor in Verteidigungsposition gegangen. Sinatra wollte einfach nicht verstehen.

„Ich verspreche dir, dass es das nicht wird.", Carson war gerade mit Maria fertig geworden. Diese stand schon wieder auf.

„Das glaube ich ihnen nicht." Tina machte einen Schritt rückwärts und stand jetzt an der Wand.

„Dann lass es uns doch herausfinden.", Carson kam auf sie zu.

„Nein.", sie rollte sich an der Wand entlang und lief zur Tür.

„Halt.", rief Sinatra. Tina stoppte. Doch nicht, weil sie es wollte, nein. Sie konnte sich auf einmal nicht mehr bewegen. Sinatra zeigte mit einem Arm auf sie und schien die Kontrolle übernommen zu haben. Tinas Körper schwebte auf die Liege zu. Maria stand der Mund offen, sie starrte fasziniert zu Sinatra hinüber.

Als Carson Tina das Blut abgenommen hatte, löste Sinatra die Starre wieder auf.

„Musste das sein?", brachte Tina entsetzt hervor. Eigentlich wollte sie furchtbar sauer auf ihre Freundin sein, doch irgendwie fehlte dazu die Kraft.

„Ja.", kam es von Sinatra und Carson gleichzeitig. Beide fühlten sich von ihr angesprochen.

Maria löste sich gerade wieder aus ihrer Starre.

„Wwwie hast du das gemacht?", fragte Tina unsicher.

„Ein festes Schutzschild aufgebaut und dann habe ich dich einfach schweben lassen."

„Tu das bitte nicht noch einmal." Tina hatte sich aufgesetzt, auch wenn ihr noch ein wenig schwindelig war.

Carson nahm sie behutsam am Arm. „Immer schön langsam, Mädchen. Einigen wir uns drauf, dass du es beim nächsten Mal freiwillig tust, okay?"

„Wenn es ein nächstes Mal gibt.", nuschelte Tina vor sich hin. Sie beeilte sich, von der Liege zu kommen. „Sinatra, du wolltest uns doch die Stadt zeigen."

„Carson dürfen wir?"

„Erst noch ein kleiner Check up für dich, meine Liebe." Mit diesen Worten wies er Sinatra an, sich hinzulegen.

„War doch klar, wie immer.", mit einem Satz war sie oben.

Kurz nach 22 Uhr, Sinatras Zimmer

„Sinatra, kann ich rein kommen?"

„Na klar. Wieso fragst du eigentlich? Dad.", sie öffnete die Tür und ließ ihn herein.

Auf ihrem Bett lag bereits der Brief, den ihr der unbekannte Mann in die Hand gedrückt hatte.

Sie gab ihn ihrem Vater. „Dad, den soll ich dir geben. Ein Fremder, der dir fast schon unheimlich ähnlich sieht und irgendwie auch meine Augen hat, hat ihn mir für dich gegeben. Er hat gesagt, dass ihr euch seit mehr als dreiundzwanzig Jahren nicht gesehen habt und erwähnte dabei Afghanistan."

„Dave.", murmelte er völlig perplex und steckte den Brief in seine Hosentasche.

„Wer ist Dave?", fragte Sinatra interessiert.

„Mein Bruder."

„Ich habe einen Onkel?" Sinatra starrte fassungslos zu ihrem Vater.

„Ja, genauso wie mindestens einen Cousin. Soweit ich mich erinnere, müsste dieser zwei Jahre älter sein als du. Aber frag mich nicht, wie er heißt, ich habe es vergessen." Abwesend strich sich John über sein schwarzes Haar, in dem sich im Laufe der Zeit doch einige graue Strähnen angesammelt hatten.

‚Oh mein Gott', dachte Sinatra. ‚Konnte das denn so ein verrückter Zufall sein?'

„Dad, heißt er vielleicht Jason?"

„Mag sein, wie kommst du denn darauf?" Er war immer noch in seine Gedanken an die Vergangenheit vertieft.

„Ich glaube, ich bin ihm im Schwimmbad begegnet." Dass Jason sie vermutlich für verrückt gehalten hatte, behielt sie vorsichtshalber für sich.

„Im Schwimmbad, bist du dir sicher?" Sinatra hatte jetzt seine volle Aufmerksamkeit. „Wie sieht er denn aus?"

„Och ja, ganz in Ordnung. Habe in der Situation nicht wirklich darauf geachtet, aufgefallen sind mir besonders seine Augen." Sinatra ging urplötzlich ein Licht auf. „Natürlich, die gleichen Augen wie dein Bruder. Jetzt wird mir einiges klarer. Jason muss wohl auch etwas geahnt haben, sonst hätte ich den Brief bestimmt nicht erhalten. Mach ihn doch auf, Dad. Bitte."

John hatte ihre Bitte überhört. „In was für einer Situation bist du unaufmerksam?" Er konnte nicht glauben, was sie eben gesagt hatte.

„Ähm, Na ja.", druckste sie herum. „Ich habe es wohl nicht so ganz geschafft, mich völlig unauffällig zu benehmen. Ich geb's zu, ich habe vermutlich einen Fehler gemacht und vorher nicht nach den Regeln gefragt. Und dann auch noch nach einem 20-Meter-Sprungbrett verlangt. Aber so schlimm war's dann auch wieder nicht. Ich weiß gar nicht, warum sich alle so aufgeregt haben. Ja und Jason, der hat das eben mitbekommen und hält mich nun vermutlich für verrückt."

„Hatte Colonel Carter dir die Regeln nicht erklärt?", er musste unbedingt mal mit seiner Kollegin ein paar Takte reden.

„Sie hatte gar keine Zeit dazu. Sie holte gerade Maria ab und mir war langweilig, ich dachte, ich kann so etwas schon alleine." Nun traten ihr doch ein paar Tränen in die Augen. „Nein, Dad. Col. Carter trifft keine Schuld, ich hab's schon alleine vermasselt."

„Hey, wer wird denn gleich heulen." Er nahm sie behutsam in den Arm. „Du bist doch mein starkes Mädchen."

Sie kuschelte sich in seine beschützenden Arme und atmete tief den vertrauten Duft in sich ein. Auf einmal war alles gar nicht mehr so schlimm. „Dad? Machst du jetzt bitte den Brief auf. Ich will unbedingt wissen, was da drin steht."

Sie setzten sich zusammen aufs Bett. John öffnete den Umschlag und zog das zusammengefaltete Blatt Papier heraus.

-„Hallo Bruderherz.

Wo steckst du denn? Ich hab bisher vergeblich versucht, dich zu finden.

Wieso bist du dich nicht zur Beerdigung unseres Vaters gekommen? Du kannst doch nicht immer noch auf ihn sauer sein. Es ist so lange her.

Ich würde dir wirklich gerne meine Kinder vorstellen. Jason (19), Lisa (14) und Mark (12). Auch würde ich mit Vergnügen deine Tochter näher kennenlernen. Sie soll laut meines Sohnes etwas ungewöhnlich sein.

Wo bist du denn die ganzen Jahre abgeblieben?

Hast du noch mehr Kinder und wer ist denn die glückliche Ehefrau?

Bitte, melde dich doch bald bei mir oder besser noch, besuche uns doch einmal. Ich würde mich sehr freuen. Ich denke, nach all den Jahren wäre es wirklich an der Zeit, den alten Streit zu begraben.

Dein Bruder Dave Taylor."

„Was schreibt er, Dad?"

Wortlos hielt er ihr den Brief hin, so dass sie ihn selber lesen konnte.

Als sie fertig war, fragte er mit hochgezogenen Augenbrauen, „Was hast du bloß getan, das er dich für ungewöhnlich hält?"

Jetzt blieb sie ihm die Antwort schuldig. Er wollte doch nur ablenken. „Gehst du auf sein Angebot ein?"

„Nein."

„Bitte, Dad."

„Ich sagte nein. Ende der Diskussion.", fast fluchtartig verließ er ihr Zimmer und ließ eine grübelnde Tochter zurück.

Am nächsten Morgen, Aussichtsturm der Stadt.

„Wow. Was für eine Aussicht." Die drei Mädchen standen zusammen auf einem der höchsten Türme der Stadt.

„Ich weiß.", stolz blickte Sinatra ihre Freundinnen an. „Aber nachts ist das hier ein noch viel beeindruckenderes Erlebnis."

„Wie meinst du das?"

„Wenn die Lichter an sind und sonst alles dunkel ist." Im Gedanken daran wurde es Sinatra ganz warm ums Herz. Nachts in Atlantis. Das war schon etwas ganz Besonderes.

„Oh, können wir das auch mal sehen?" Maria war ganz aufgeregt.

„Natürlich, ihr könnt euch hier frei bewegen. Nur gegen Mitternacht, also um 25 Uhr, solltet ihr wieder in euren Zimmern sein."

„Ach, deswegen haben wir wohl die neuen Uhren bekommen?" Tina betrachtete die Uhr an ihrem Handgelenk.

„Ja, habt ihr das gestern denn nicht bemerkt?"

„Nein, ich bin schon um zehn totmüde ins Bett gefallen. Tina, dir ging's bestimmt genauso."

„Sinatra, die Ergebnisse von Tina und Maria sind da." Carsons Stimme erklang übers Headset.

„Na, dann sollten wir ihm mal einen Besuch abstatten." Maria sah warnend zu Tina rüber, doch die nickte zustimmend.

„Carson wir sind unterwegs." Die drei Mädchen konnten sich nur schwer von dem gewaltigen Ausblick losreißen. Sinatra bemerkte noch im Weggehen „Vielleicht kann ich euch dann gleich das Fliegen beibringen."

„Oh, das wäre toll." Tina lächelte, sie liebte das Fliegen.

Maria verzog nur genervt das Gesicht, sie wollte das Gen gar nicht haben.

Ich bin nicht einmal ein Erdenkind. Zwar habe ich irdische Wurzeln, aber das liegt mehr als 800 Jahre zurück. Ich will nicht in diesen Jumper, ich will definitiv nicht fliegen.

Kapitel 16: Flugstunde/n

„Da seid ihr ja endlich." Carson erwartete sie schon voller Ungeduld. „Sinatra, ich denke, du hast eine neue Schülerin."

„Wer?", kam es von allen dreien gleichzeitig.

Er deutete auf Tina. „Tina, du hast das Gen. Mit 70prozentiger Stärke."

‚Gott sei Dank.' Maria stieß einen Seufzer aus und bemühte sich, ihre Erleichterung nicht allzu deutlich zu zeigen.

„Maria, wenn du möchtest, kann ich dir aber eine Therapie verarbreichen.", versuchte Carson sie aufzumuntern. Er hatte ihre Reaktion falsch verstanden.

„Oh nein, Doktor Beckett. Das müssen sie wirklich nicht. Ich bin gar nicht traurig darüber, ich wollte es eh nicht haben."

Er sah sie verwundert an. Er hatte ja anfangs auch Angst davor gehabt, doch jetzt war er froh darüber.

„Maria, würdest du mir das bitte näher erklären?" Carson wollte lieber unter vier Augen mit ihr reden, deshalb befahl er den anderen Zweien: „Ihr beide, ihr verschwindet schon mal in den Hangar. Ich will mit Maria noch kurz allein sprechen."

„Sind schon weg." Sinatra zog Tina hinter sich her, während Maria den beiden hilfesuchend nachsah.

Carson bat Maria in sein Büro. „So, nun setz dich bitte und dann erzähl mir mal, warum du dieses Gen nicht willst."

„Sie sagen es aber nicht weiter?", sie fühlte sich etwas unwohl unter seinen forschenden Augen.

„Alles was du sagst, bleibt unter uns. Ärztliche Schweigepflicht." Aufmunternd sah er sie an.

Maria hatte das Gefühl, dass sie sich diesem Arzt wirklich anvertrauen konnte. Er hatte so eine väterliche Art an sich. „Also, ich hab einfach Angst vor jeglicher Technologie. Angst, dass ich aus Versehen etwas kaputt mache. Ich bin manchmal etwas tollpatschig. Aber hauptsächlich habe ich vor den Jumpern Angst, ich will wirklich nicht damit fliegen."

„Flug- oder Höhenangst?", Carson war überrascht. ‚Bei der Air Force und will nicht in einen Jumper?'

„Ja, seit kurzem. Wenn ich von hohen Türmen schaue, macht mir das nichts aus, ich finde das sogar klasse. Aber da habe ich ja auch eine Verbindung zum Boden. Mir gefällt es ja selbst nicht, aber was soll ich nur machen?"

Carson gab ihr den guten Rat „Die Angst kannst du nur loswerden, wenn du dich ihr stellst."

„Meinen sie?" Maria sah ihn skeptisch an.

Der Doc griff zu seinem Headset und verständigte Sinatra, dass sie doch bitte mit dem Start noch etwas warten möchte.

Maria sah ihn panisch an.

Bevor sie es sich anders überlegen konnte, schob er Maria vor sich her aus dem Büro.

„Jennifer, ich bin mal einige Zeit unterwegs."

„Ja, Sir.", kam es aus dem benachbarten Zimmer. Seine Stellvertreterin hatte verstanden was er wollte und übernahm für einige Zeit die Verantwortung für die Krankenstation.

Zusammen liefen sie durch die Gänge.

Maria sträubte sich. „Dr. Beckett, ich will das wirklich nicht. Vor allem möchte ich nicht, dass die anderen darüber Bescheid wissen."

„Wie wäre es, wenn du zusammen mit mir fliegst? Aber am besten wäre natürlich Sinatra, die kann das sowieso bei weitem besser."

„Ich will aber überhaupt nicht fliegen." Maria war stehengeblieben.

„Maria, was ist mit deiner Ausbildung, willst du das alles etwa aufgeben?"

Sie überlegte kurz und schüttelte dann aber den Kopf. Nein, das lieber doch nicht. Sie wollte sich keine andere Ausbildung suchen.

Carson ging schon mal in den Jumper. Maria stand mit angstverzerrtem Gesicht davor und rührte sich nicht. Sinatra befand sich im hinteren Teil des Jumpers und sah ihre Freundin überrascht an. Was war bloß los mit ihr?

„Maria, Mädchen, nun komm doch endlich, es ist nur halb so schlimm." Aufmunternd drehte sich Carson zu ihr um. „Denk doch mal an die andere Möglichkeit, willst du das?"

So langsam dämmerte es Sinatra, wieso ihre Freundin wie zur Salzsäure erstarrt vor ihr stand. Aber eben auf dem Turm war doch noch alles in Ordnung gewesen.

„Maria, hey, du brauchst wirklich keine Angst zu haben. Ich verspreche dir auch, keine Loopings zu machen." Sinatra hatte so eine Ahnung, was Carson mit der anderen Möglichkeit gemeint hatte und das wollte sie auf keinen Fall.

„Maria, jetzt komm schon rein, oder ich lasse Sinatra dasselbe machen wie gestern."

Langsam aber sicher wurde der Doktor ein bisschen ungeduldig. Er wusste, dass hier gutes Zureden nicht mehr helfen würde.

Jetzt sah Sinatra ihn geschockt an. Hatte er denn nicht bemerkt, dass das Einsetzen ihrer Kräfte sie ziemlich anstrengte?

Maria hatte sich immer noch keinen Schritt bewegt. Tina stand im Cockpit und sah dem Schauspiel zu, sie hatte überhaupt keine Ahnung, was mit Maria los war.

Beckett sah auffordernd zu Sinatra und nickte.

Sinatra zielte mit einer Hand auf Maria und bewegte diese schwebend in den Jumper. Diese wehrte sich mit allen Kräften und zappelte mit Armen und Beinen.

‚Nanu', fragte sich Carson verwundert. ‚Wieso hat sie sie nicht gänzlich bewegungsunfähig gemacht, so wie bei Tina?' Fehlen ihr doch etwas die Kräfte?'

Sinatra schloss mit einem gedanklichen Befehl die Heckklappe und setzte Maria vorsichtig ab. Sie setzte sich rasch in den Pilotensitz, während Maria ängstlich in einer Ecke kauerte und die Arme um ihre Beine schlang.

„Kontrolle. Jumper 2 erbittet Starterlaubnis."

„Starterlaubnis erteilt Jumper 2."

„Danke Chuck. Bis später."

Sinatra startete den Jumper und flog aus dem Hangar. Marias Gesicht hatte mittlerweile alle Farbe verloren und sie begann leicht zu zittern. Carson kniete sich zu ihr, nahm sie väterlich in den Arm und sprach beruhigend auf sie ein. Er versuchte, sie dazu zu bewegen, nach vorne zu kommen.

„Hey, kommt schon. Die Aussicht ist einfach atemberaubend." Sinatra wollte ihre Begeisterung unbedingt mir ihren Freundinnen teilen.

Tina war von ihrem Platz aufgestanden. Packte Maria einfach am Arm und half ihr auf die Beine. Dann zog sie sie ins Cockpit und drückte sie auf den Copilotensitz. Maria wurde noch ein Stückchen blasser, mittlerweile konnte man sie von einem Stück weißem Papier kaum unterscheiden.

Nun machte sich Carson doch gewaltige Vorwürfe. Vielleicht war das ganze doch keine so gute Idee gewesen. Er hatte wirklich gedacht, das hier würde Maria helfen.

Besorgt nahm er ihr Handgelenk und tastete nach ihrem Puls.

„Sinatra, könntest du bitte auf der nächsten Lichtung landen?"

„Wieso denn, was ist mit ihr los?"

„Ich glaube, sie hat eine Panikattacke. Ich befürchte, ihr Körper verkraftet das nicht mehr lange."

Sinatra beeilte sich, einen geeigneten Landeplatz zu finden. Nachdem sie den Jumper weich und sicher aufgesetzt hatte, öffnete sie die Heckklappe. Carson nahm Maria auf seine Arme und trug sie nach draußen. Tina hatte sich schon eine Decke geschnappt und diese auf einer Weise ausgebreitet. Der Doktor legte Maria behutsam darauf ab und schob ihr seine zusammengefaltete Jacke unter den Kopf. Sie öffnete wieder die Augen und stieß einen erleichterten Atemzug aus.

„Ganz ruhig, entspann dich." Carson gab ihr einen Schluck kühles Wasser und fühlte nochmals ihren Puls.

Sinatra tippte ihn leicht auf die Schulter. „Carson, macht es ihnen etwas aus, wenn ich mit Tina in der Zwischenzeit eine Runde mit dem Jumper drehe und ihr zeige, wie man fliegt?"

„Nein, das geht schon in Ordnung. Kommt aber bitte spätestens in einer halben Stunde wieder.", er sah sie warnend an. Vor lauter Begeisterung sollte sie ja nicht vergessen, ihn und Maria wieder abzuholen.

Sinatra drehte sich um und ging mit Tina wieder in den Jumper.

„Tina, komm setz dich hierher.", sie zeigte auf den Pilotensitz.

Tina machte es sich bequem und sah fragend zu Sinatra.

„Nicht vergessen, als allererstes musst du die Heckklappe schließen."

Tina führte den Befehl aus und sah dann geschockt auf ihre Hände.

„Dieses Kribbeln ist am Anfang ganz normal. So, jetzt starte mal den Antrieb.", riss Sinatra sie aus ihren Gedanken.

20 Minuten später, der Jumper war gerade wieder im Landeanflug. Sinatra war mit ihrer Schülerin mehr als zufrieden.

„Komm, schauen wir nach, wie es Maria jetzt geht."

Sie öffnete die Heckklappe und die beiden eilten nach draußen.

Maria saß mit Carson auf der Wiese. Beide waren in eine lebhafte Unterhaltung vertieft.

Sie setzten sich mit auf die Decke und fragten Maria nach ihrem Befinden.

„Danke, mir geht's schon wieder besser. Aber ich gehe da nicht noch einmal rein.", sie zeigte auf den Jumper.

„Und wie willst du dann zurückkommen?", fragte Sinatra ironisch.

„Es gibt bestimmt noch eine andere Möglichkeit.", hoffnungsvoll sah Maria zu ihrer Freundin.

„Gibt es defintiv nicht. Die Daedalus wird erst in drei Tagen hier sein. Carson, Tina und ich schauen uns mal ein bisschen um. Wenn ihr zwei soweit seid, funken sie mich an.", sie warf ihm ein Funkgerät zu.

Dann wandte sie sich an Tina. „Lust auf ein Wettrennen?"

„Gerne, fang mich.", und schon rannte Tina los. Sinatra folgte ihr ein bisschen langsamer. Den Vorsprung würde sie sowieso schnell aufgeholt haben.

In der Zwischenzeit am Jumper

„Maria, geh doch einfach mal allein in den Jumper und schau ihn dir genau an." Carson bemühte sich redlich, Maria ihre Angst zu nehmen. „Ich bleibe draußen, dann kann er gar nicht fliegen." Er sah sie bittend an.

Mit einem Seufzen stand sie auf, näherte sich langsam dem Jumper und ging vorsichtig hinein.

Nach einer kleinen Weile, ertönte ihre Stimme aus dem Inneren. „Doktor Beckett. Sie können jetzt die anderen holen, ich möchte gerne zurück."

Erleichtert nahm Carson sein Funkgerät zur Hand. „Sinatra. Ihr könnt zurückkommen. Maria ist soweit."

„Tina, du kannst kommen. Wir fliegen zurück.", rief Sinatra ihrer Freundin zu. „Wer als erstes beim Jumper ist.", und rannte los.

Sie betraten gemeinsam den Jumper. Maria saß auf dem Copilotensitz. Sie war zwar noch etwas zittrig, aber ihr Gesicht hatte nun doch wieder ein bisschen Farbe zurückgewonnen.

Carson setzte sich und Tina nahm hinter Sinatra Platz, die schon auf den Pilotensitz geklettert war.

Sie startete den Jumper und flog auf dem schnellsten Weg zurück nach Atlantis.

Marias Anspannung war zwar noch nicht ganz weg, aber tapfer hielt sie die Augen geöffnet und schaute nun doch mit wachsender Begeisterung nach draußen.

Sie landeten in Atlantis. Carson wollte Maria schon beim Aufstehen behilflich sein, doch diese winkte ab und erhob sich selbst.

„Sinatra, bring bitte Maria auf ihr Quartier und komm danach mit Tina zu mir."

„Ja, Doc.", sie nickte. Mit einem aufmunternden Blick zu Maria verließ er den Jumper.

„Was will er denn von euch?", fragte Maria neugierig.

„Es geht bestimmt um das Gen." Sinatra zuckte mit den Schultern. „Ansonsten würde mir nichts einfallen."

Nachdem sie Maria wohlbehalten in ihr Quartier gebracht hatten, meldeten sie sich bei Beckett auf der Krankenstation.

„Doc, was wollen sie noch von uns?", fragte Sinatra

„Tina, ich bräuchte unbedingt noch eine Probe von dir." Carson stand schon mit der Spritze in der Hand bereit.

„Das meinen sie doch nicht ernst.", sie wich erschrocken zurück, wurde aber von Sinatra, die hinter ihr stand, festgehalten.

„Hey, Tina. Du hast doch letztes Mal versprochen, keine Zicken mehr zu machen."

„Da dachte ich aber auch, dass es dieses Nächste nicht gibt." Nein, Tina würde diesmal nicht nachgeben. „Wieso brauchen sie unbedingt noch eine Probe?"

„Ich möchte nur etwas, was mir beim letzten Mal aufgefallen ist, überprüfen.", er kam mit der Spritze langsam auf sie zu. Sie versuchte sich aus Sinatras Griff zu befreien, doch diese war einfach stärker.

Unvorhergesehen klappte Tina in Sinatras Armen zusammen. Sinatra sah erschrocken auf ihre Freundin.

Carson nahm sie ihr aus den Armen und legte sie vorsichtig aufs Bett. Nachdem er festgestellt hatte, dass ihr nichts weiter fehlte, setzte er die Spritze an.

„So geht es doch gleich viel leichter. Sinatra, es ist alles in Ordnung mit ihr. Ich möchte nur nicht in ihrer Nähe sein, wenn sie aufwacht. Bleib bitte noch hier, bis sie aufwacht und bring sie dann auf ihr Zimmer."

Kantine, Abendessen

„Sinatra, darf ich?" John stand mit einem Tablett in der Hand vor seiner Tochter.

„Immer doch, Dad."

„Ich wollte mich für mein Verhalten von gestern entschuldigen. Es war nur so unerwartet. Ich war einfach mit der Situation ein bisschen überfordert."

„Du hast es dir also noch einmal überlegt?" Hoffnungsvoll sah Sinatra ihren Dad an.

„Ja, da es vermutlich ohnehin keinen Zweck hat, dir in dieser Angelegenheit zu widersprechen, werden wir uns mit ihnen treffen. Aber, du musst noch bis zu deinem Abschluss warten. Versprichst du mir das?" Da er Sinatra nur zu gut kannte, wollte er lieber auf Nummer sicher gehen.

„Ja, tue ich." Sinatra würde ihm jetzt alles versprechen, so aufgeregt war sie. „Es wäre doch eine prima Idee, wenn wir sie zu meiner Abschlussfeier einladen würden?" Sie war gar nicht mehr zu bremsen.

„Ja, da hast du vermutlich recht." John überlegte einen kurzen Momentl „Ich denke, das wäre machbar. Vorher bekomme ich sowieso keinen Urlaub und ich habe keine große Lust, mich mit O'Neill darüber zu streiten."

„Oh, danke, Dad.", sie stand auf und umarmte stürmisch ihren Vater.

„Gerne geschehen und jetzt lass mich los, ich kriege ja keine Luft mehr." Lachend befreite er sich aus ihren Armen.

Kapitel 17: Schulalltag

Eine gute Woche später.

„Was war hier eigentlich die letzten zwei Tage, die ich gefehlt habe, noch los?"

Sie waren gerade dabei, ihre Schränke einzuräumen.

„Och, nicht mehr viel", antwortete Tina. „Unsere Klasse ist kleiner geworden. Dennis, Frank und Gerhard müssen wiederholen, Lena und Zeno sind abgegangen, sie wurden als unfähig eingestuft."

„Hey, cool. Dann haben wir ja jetzt ein Zimmer zu dritt." Sinatra freute sich, denn mit Lena war sie bisher überhaupt nicht klargekommen.

Maria schaute ihre beiden Freundinnen an. „Wollen wir nicht im Unterricht jetzt alle zusammen sitzen?"

„Könnt ihr gerne machen." Sinatra packte ihre letzten Sachen noch in den Schrank.

„Du gehörst doch jetzt dazu, du sitzt natürlich auch bei uns." Für Tina war das eigentlich selbstverständlich.

„Ihr wisst es ja noch gar nicht. Ich bin nicht mehr in eurer Klasse ich bin jetzt bereits in der dritten." Sinatra druckste ein bisschen herum, aber ihre Freundinnen würden es ja doch bald erfahren.

„Waas, du überspringst?" Maria konnte es nicht glauben.

„Ja, leider." Sinatra bedauerte es wirklich sehr. „Ich würde zu gerne bei euch in der Klasse bleiben. Nur vom Stoff her wäre es mir da noch langweiliger, als in der kommenden, was wohl schon langweilig genug werden wird."

„Also, ich bin fertig." Sinatra schloss mit einem lauten Knall die Schranktür. „Können wir jetzt zum Mittagessen, ich bin schon fast am verhungern. Außerdem will ich wissen, wie mein Stundenplan aussieht."

Maria war mittlerweile auch soweit. „Gerne, dann können wir ja auch planen, wann wir mit dir Schoppen gehen, Sinatra."

Sinatra sah mit hochgezogenen Augenbrauen zu ihrer Freundin. „Und was ist, wenn ich das gar nicht will, Maria?"

„Und was ist mit dem Kleid zu deinem Geburtstag und zum Hochzeitstag deiner Eltern?" Maria ließ sich nicht einschüchtern.

„Ich hatte doch gesagt, dass ich dann meine Paradeuniform anziehen werde."

„Wirst du nicht." Jetzt mischte sich auch noch Tina mit ein. „Bitte, lass uns ein Kleid für dich kaufen gehen, das macht doch wirklich Bock zusammen. Im Übrigen, was willst du sonst mit deinem ganzen Geld machen?"

„Och, irgendwann fällt mir schon was ein. Vorläufig bleibts eben auf meinem Konto."

„Du kriegst seit fast drei Jahren regelmäßig Geld, interessiert es dich nicht, was du dir davon alles kaufen kannst?" Tina schüttelte ungläubig den Kopf. Sie ging für ihr Leben gern Schoppen. Und zusammen mit Freunden war's auch viel lustiger.

„Na schön, vermutlich habt ihr ja Recht. Aber erst mal hab ich verdammt großen Hunger. Kommt, lasst uns zum essen gehen." Sinatra hakte sich bei ihren Freundinnen unter und zusammen gingen sie Richtung Speisesaal.

„Zeig mal deinen Stundenplan her, Sinatra." Tina schob ihren leeren Teller zur Seite.

Sinatra reichte ihn ihrer Freundin. „Hier, bitte."

Montag: Astrophysik, Englisch, Laufen, Erste Hilfe, Leaderchip, Flugtraining, Überlebenstraining

Dienstag: Elektronik, Formelwissenschaft, Latein, Klettern, Russisch, Schwimmen, Material Arts, Chinesisch

Mittwoch: Französisch, Parcourstraining, Arithmetik, Deutsch, Magnetismus, Black Ops, Geschicklichkeit, Schach

Donnerstag: Mannschaftssport, Mannschaftssport, Büro, Latein, Russisch, Marschieren (3 Stunden)

Freitag: Erste Hilfe, Flugtraining (4 Stunden), Deutsch, Englisch

Samstag: Leaderchip, Elektronik, Überlebenstraining, Klettern, Französisch, Politik, Verhandlungen

„Wow, du hast 40 Stunden. Bist du des Wahnsinns? Dir reichen wohl die 25 nicht aus?" Tina schüttelte den Kopf.

„Wieso Wahnsinn." Sinatra hatte kein Problem mit ihrem neuen Stundenplan. Im Gegenteil, sie mochte es, wenn ihre Zeit hier sinnvoll ausgefüllt war. "Ich habe doch den Sonntag, um die Aufgaben zu machen, und wer braucht schon Freistunden?"

Maria versuchte ihr zu erklären: „Jeder normale Mensch braucht die. Und sonntags können wir ja nicht Einkaufen." Sie überlegte kurz. „Du wirst wohl am Mittwoch einen langen Abend haben, denn dann gehen wir einkaufen. Und nun keine Widerrede." Sie drohte Sinatra mit dem Finger. „Hier sind wir wieder gleichgestellt."

„Sind wir nicht. Vergessen? Ich bin jetzt eine Klasse über euch."

„Kleinigkeiten." Tina winkte ab.

„Nö.", beeilte sich Sinatra zu sagen. „Wichtige Details. Und wann bitteschön soll ich dann meine Aufgaben machen?"

„In der Nacht. Wir hier wissen doch alle, das du nur wenig Schlaf brauchst." Tina und Maria sahen grinsend zu Sinatra.

„Ihr nutzt euer Wissen schamlos aus.", sie zog einen Schmollmund.

„Wieso auch nicht, Wissen ist Macht. Es ist nur zu deinem Besten, wenn du für deinen Geburtstag und den Hochzeitstag deiner Eltern ein tolles Kleid hast."

Da Sinatra nichts mehr zu erwidern hatte, gab sie sich geschlagen. „Ihr habt ja Recht. Sobald hier etwas Ruhe eingekehrt ist, gehen wir Einkaufen. Aber diese Woche noch nicht." Den Zeitpunkt wollte sie doch selbst bestimmen.

„Die werden uns sowieso diese Woche noch nicht raus lassen." Sie packten ihr dreckiges Geschirr auf den Abräumwagen und verließen in zufriedener Eintracht den Speisesaal.

Kapitel 18: Shoppingtour

2 Wochen später an einem Mittwoch.

„Sinatra. Komm schon, du hast es versprochen."

Sinatra saß an ihrem Schreibtisch und machte Hausaufgaben.

Tina und Maria standen ungeduldig vor ihr. „Du kannst nachher weiter arbeiten, jetzt steht erstmal Shoppen auf dem Programm."

„Muss das sein?" Sinatra hatte überhaupt keine Lust und wollte viel lieber mit ihren Hausübungen weitermachen.

„Ja, es muss. Nun lass dich doch nicht so betteln." Ihre beiden Freundinnen ließen nicht locker und redeten so lange auf sie ein, bis sie endlich nachgab. Sie schlug mit einem Seufzer ihr Heft zu und stand auf.

„Du musst dich erst noch umziehen, Sinatra. Wir gehen in normalen Klamotten, bestimmt nicht in Uniform." Tina und Maria hatten Jeans und T-Shirt an, während Sinatra noch in ihrer Schuluniform steckte.

Sinatra schnippte kurz mit den Fingern und stand dann in Jeans und einem schwarzen T-Shirt vor ihnen. Über ihrer Schulter hing eine Tasche, in die sie nun ihren Ausweis und ihr Portemonnaies steckte.

50 Minuten später, Bushaltestelle

„Und wo gehen wir jetzt hin?", Sinatra war unsicher, sie war ja das erste Mal in einer Großstadt, außer natürlich Washington D.C. Aber die hatte sie auch nur vom Auto aus gesehen. Wobei, ein Auto war es ja nicht gewesen, vielmehr eine Limousine. Aber Sinatra hatte das als 12jährige nicht sonderlich interessiert. Viel interessanter war damals, dass ihr Vater einen Orden erhalten hatte.

„Wir haben gestern schon einen Laden gefunden, folge uns einfach." Zielstrebig steuerten die Mädels Sinatra über die Straße.

Sie betraten einen Laden für Festtagskleidung und Tina war schnell zwischen den ersten Reihen verschwunden.

Sinatra sah Maria unsicher an. Diese fühlte sich aber mit der Situation überfordert und zog Sinatra einfach mit sich, in die Richtung, in die Tina verschwunden war.

„Tina, hilf uns doch bitte. Du weißt genau, das wir beide hier nicht viel oder noch besser gesagt, keinerlei Erfahrungen haben."

„Schon in Ordnung, kommt mit." Tina war in ihrem Element.

Sie ging in Richtung Umkleide und drückte Sinatra ein Kleid in die Hand, während sie diese in eine Kabine schob. „Anprobieren."

Sie zog Maria zur Sitzecke und platzierte diese in einem Sessel, bevor sie wieder zwischen den Reihen verschwand.

Einige Minuten später kehrte sie mit einem Arm voll Kleidern zurück, die sie neben die Kabine an die Kleiderstange hängte.

„Sinatra jetzt zeig dich endlich, wieso brauchst du nur so lange?" Ungeduldig stand Tina vor der Kabine.

„Komme ja schon." Sinatra trat vor den Vorhang, in einem langen dunkelroten Kleid.

„Wow, du siehst ja bezaubernd aus." Verblüfft starrten sie ihre Freundinnen an. Sinatra wurde ganz verlegen, so richtig wohl fühlte sie sich nicht in diesem engen Ding. Tina machte eine kreisende Handbewegung. „Dreh dich mal langsam um."

Sinatra tat wie geheißen, Widerstand war sowieso bei Tina zwecklos.

Tina machte mit ihrem Handy eifrig ein paar Fotos. Als sie zufrieden war, drückte sie Sinatra das nächste Kleid in die Hand. Diese rollte mit den Augen, musste das sein?

„Jetzt zieh es schon an, wir haben nicht den ganzen Tag Zeit."

Sie hatten wirklich nicht viel Zeit. Um acht Uhr würde das Geschäft schließen und bis dahin waren es noch nicht einmal mehr zwei Stunden.

Eine Stunde später saßen die drei in einer Ecke an Tinas Laptop und schauten sich die Kleider im Vergleich an. Sinatra war völlig erschöpft. Das war wirklich nicht ihr Ding. Sie konnte gar nicht verstehen, warum viele Leute so wild aufs Shoppen waren.

„Also, ich finde die zwei sind am besten." Maria zeigte auf ein schwarz-weiß-rosanes Neckholder Kleid und auf ein blaues mit weißen Blumen, das trägerlos war.

„Ne, das rote mit der Schleife stand ihr doch um einiges besser." Tina macht einen Vermerk in ihrem Verzeichnis, genauso zu dem Blauen mit einem schwarzen Part um die Brust herum, der wie Flügel aussah.

„Noch eins in die engere Auswahl, Tina?"

„Ne Maria. ich glaube das reicht so. Sinatra, welches dieser vier gefällt dir denn am besten?"

„Also, das rote Kleid war gar nicht gut, es ist an den Armen zu eng."

Tina schob es enttäuscht wieder aus dem Ordner. „Dann bleiben nur die beiden Trägerlosen und das Neckholder."

„Das mit den Blumen kannst du auch wieder raus nehmen, damit kann ich nicht laufen, das ist zu lang und zu eng."

„Du sollstt in dem Kleid doch nicht rennen und kämpfen, Sinatra.", meinte Maria tadelnd.

„Sinatra hat Recht, Maria. Das Kleid sieht aus wie ein Schlauch."

Maria zog beleidigt einen Schmollmund.

Sinatra hatte keine rechte Lust mehr und wollte endlich hier raus.

„Bei den beiden anderen kann ich mich nicht entscheiden, am besten ist es, ich nehme einfach beide. Das Blaue zum Geburtstag und das Neckholder zum Hochzeitstag meiner Eltern."

„Okay, ich denke das ist eine gute Idee." Tina stand auf und nahm die beiden Kleider von der Stange. „Wir sollten sowieso los. Es ist schon spät und in zwanzig Minuten geht der letzte Bus."

An der Kasse brauchten sie nicht lange und um 278 Doller ärmer verließen sie das Geschäft. Sinatra trat mit Erleichterung vor die Tür und atmete tief die frische Luft ein.

Doch es war zu spät. Als sie gerade an der Haltestelle ankamen, konnten sie gerade noch die Rücklichter des Busses sehen.

„Oje." Maria schaute ängstlich dem Bus hinterher. „Und was nun?"

„Kommt mit." Sinatra schaute verschmitzt zu ihren Freundinnen. „Ich habe da eben eine kleine Gasse gesehen."

„Was sollen wir denn in einer Gasse?", Maria war ziemlich verwirrt.

Sinatra neigte ihren Kopf und sagte in einem verschwörerischen Ton: „Worüber habe ich euch in General O'Neills Auto erzählt?"

„Du kannst auch jemanden mitnehmen?" Tina konnte sich gar nicht vorstellen, wie das nun funktionieren sollte.

„Ja kann ich. Zwar immer nur einen, aber mit etwas Übung wird sich das auch noch verbessern. Heute nehme ich euch noch einzeln mit. Jetzt kommt aber." Ungeduldig zog sie ihre Freundinnen über die Straße.

Zusammen standen sie nun in der Gasse und sahen sich aufmerksam um, dass sie auch wirklich von keinem beobachtet wurden. Sinatra packte Tina am Arm und beamte sich mit ihr in den Wald, den man von der Bushaltestelle der Akademie aus sehen konnte. Kaum hatte sie Tina losgelassen, löste sie sich auch schon wieder in Luft auf, um ein paar Sekunden später mit Maria an der Hand wieder aufzutauchen.

„So, ab in unser Quartier, wir müssen noch Hausaufgaben machen." Sinatra hatte es sehr eilig.

„Kannst du auch mal an etwas anderes denken?", maulte Tina.

„Tina, du weißt doch eh, wie die Antwort lautet." Sie überquerten die Straße und Tina tat absichtlich so, als hätte sie sie nicht richtig verstanden. „Du hast sie mir doch noch nicht verraten, also woher sollte ich sie denn wissen?"

„Du weißt ganz genau, dass die Antwort nein ist. Mir macht Lernen einfach Spaß und an was sonst sollte ich bitte deiner Meinung nach Denken?"

„Ach,", Tina zuckte mit den Achseln. „da fällt mir doch gleich eine Menge ein. Kino, Shoppen, Disco oder", ihre Augen glitzerten, „an Jungs."

„Das letzte kannst du definitiv streichen." Sinatra schnaubte. „Hab ich bestimmt nicht vor und außerdem dürfen wir das sowieso nicht, das weißt du ganz genau."

„Na ja, wir dürfen uns in keinen Soldaten verlieben, aber es gibt genügend schnuckelige Jungs, die ihre Ausbildung auf dem College machen und dann als Wissenschaftler oder Angestellte arbeiten.", meinte Tina schwärmerisch. Und Maria nickte.

„Tina, Maria, erst die Arbeit dann das Vergnügen. Ihr wollt euren Job doch nicht verlieren."

Maria hatte der Unterhaltung der beiden recht interessiert zugehört.

„Hast ja vermutlich Recht, Sinatra. Aber bei mir ists so, wenn die wegen meiner Flugangst meckern würden, gehe ich einfach zur Army. Ich werde Kämpfen und sonst nichts anderes."

Sinatra nickte zufrieden. „Genau das wollte ich hören und nun die Ausweise raus, wir sind gleich am Tor."

Sie zeigten ihre Akademieausweise vor, die sie als Schüler auswiesen, und passierten in bester Laune das Tor.

Eine Woche später feierten sie zu dritt Sinatras Geburtstag. Es war ein Tag, an dem nichts schief ging und für Sinatra war es das erste Mal, das sie in einer Disco war.

Und sie fand es …


weiter: Teil 3
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