Leidenschaftliche Rache by Arielen
Summary: Teyla, John, Rodney und Ronon sollen herausfinden, warum sich die Taraner, die sie vor einem Jahr vor dem Supervulkan gerettet haben, schon seit einiger Zeit nicht mehr melden. In einem Bunkersystem unter der verlassenen Siedlung machen die vier eine grausige Entdeckung und Teyla findet ihr Schicksal durch einem Mann, den sie eigentlich zu vergessen versucht, weil er ihr ähnlicher ist, als sie eingestehen will ...
Categories: Stargate Atlantis Characters: Michael, Teyla Emmagan
Genre: Angst, Hurt/Comfort, Romance, Smut
Challenges: Keine
Series: Keine
Chapters: 1 Completed: Ja Word count: 5058 Read: 1366 Published: 24.07.14 Updated: 24.07.14
Story Notes:
Eigentlich nur eine „Was wäre wenn die Ereignisse in der vorletzten Folge der dritten Staffel“ eine ganz andere Wendung genommen hätten, garniert mit purer Erotik. Auf die Idee gebracht hat mich eine Challenge.
Auch hier spiele ich mit der Tatsache, dass sowohl Teyla als auch Michael bestimmte Gene in sich haben, die sie einerseits zu Außenseitern machen und zu Dingen befähigen, zu denen normale Sterbliche nicht fähig sind, auf der anderen Seite aber doch nicht verleugnen können, dass sie Menschen mit starken Gefühlen sind. Als Kinder zweier Welten müssen sie mehr als nur eine Hürde überwinden, auch die in ihrem eigenen Innern.

Disclaimer: Stargate Atlantis und SG-1 und alle Stargate Charaktere sind Eigentum von MGM/UA, Double Secret Productions, Gekko Productions und dem SciFi Channel. Diese Fanfiction wurde lediglich zum Spaß geschrieben und nicht um damit Geld zu verdienen.

1. Kapitel 1 by Arielen

Kapitel 1 by Arielen
Teyla erwachte in einem abgedunkelten Raum und stellte zunchst nur fest, dass sie auf einem Metalltisch lag. Ihre Handgelenke und Knchel wurden von Lederbndern umschlossen, die sie in dieser liegenden Haltung fixierten. Doch warum, sie sich in dieser Lage befand, konnte sie nicht sagen.

Langsam kam die Erinnerung. Ronon, Rodney, John und sie waren mit einem Trupp Marines auf diese Welt gekommen, um auf Bitten Elizabeth Weirs, herauszufinden, warum sich die Taraner nicht mehr meldeten, jene Menschen, die sie vor gut einem Jahr vor dem sicheren Tod durch den Ausbruch eines Supervulkans gerettet hatten.
Doch gefunden hatten sie nur Tote. Und Monster, die sich ganz offensichtlich an den Menschen genhrt hatten. Kreaturen, die sie an riesige Versionen der Arethus-Kfer erinnert hatten, mit denen das Verhngnis ber mehrere Galaxien gekommen war ...

Sie hielt die Luft an, als sie eine Bewegung in ihrer Nhe wahrnahm, einen leichten Luftzug, ein Rascheln. So wandte sie den Kopf und fand sich im nchsten Moment einer schlanken, hochgewachsenen Gestalt gegenber, deren ungesunde Blsse durch den schwarzen Ledermantel noch deutlich hervorgehoben wurde.

Michael!

Teyla durchlief ein kalter Schauer, als sie den Mann betrachtete, der eigentlich kein Mensch war, sondern ein von ihren Verbndeten geschaffene Kreatur ... nein verbesserte sie sich ... ein zwischen den Welten zerrissenes Wesen mit Gedanken und Gefhlen, dass auch sie zweimal verraten hatte.

Der einstige Wraith-Wissenschaftler hatte sich stark verndert. Durch die erneut angewandte Gentherapie war nicht nur sein Gesicht menschlicher geworden, fast ansprechend schn in seiner Fremdartigkeit, sondern seine Augen, waren nicht mehr reptilienhaft unlesbar und nur zu einer Regung fhig. Die Wut, die sie zuletzt in seinen Zgen gesehen hatte, war einer kalten Entschlossenheit gewichen, einem Wahn, der nichts Gutes verhie.

Und noch ... sie biss sich auf die Lippen ... war das nicht einmal alles, was sie fhlte. Fhlen wollte. Es htte alles nicht so weit kommen mssen, wenn sie nur einmal ihr Misstrauen fallen gelassen und ihm eine Chance eingerumt htten. Aber sie waren Menschen und begingen Fehler, fr die sie jetzt den Preis zahlten.

Hallo Teyla! Michal betrachtete sie nachdenklich, ja fast prfend, blieb dabei jedoch kalt und unnahbar, so dass sie nichts in seinen Zgen lesen konnte. Die Athosianerin versuchte sich dadurch nicht einschchtern zu lassen, sondern fragte lieber mit fester Stimme: Steckst du hinter all dem?

Sein Mund zuckte leicht. Hinter was soll ich stecken?

Fr einen Moment huschte die Unschuld ber sein Gesicht, die sie bei dem erstmals erwachten Michael Kenmore gesehen hatte, dem jungen Mann, dem noch alle Chancen offengestanden hatten, ein richtiger Mensch zu sein.
Damals hatte sie es sogar als angenehm empfunden, sich mit ihm zu unterhalten und ihm die Stadt der Ahnen zu zeigen und die Feinheiten des menschlichen Lebens, auch wenn sie die ganze Zeit gewusst hatte, dass der Wraith in ihm noch nicht besiegt war und jederzeit wiedererwachen konnte. So wie es dann auch gekommen war, weil er zu klug gewesen war, um nicht die kleinen Ungereimtheiten im Verhalten der Menschen zu erkennen und seine Schlsse daraus zu ziehen, schlielich einen groen Schritt nach vorne zu machen und die Wahrheit heraus zu finden.

Den Experimenten, erwiderte sie mit all ihrer Kraft und verzog das Gesicht voller Abscheu, auch wenn es schwer fiel, die Gefhle von Ekel und Abweisung auch zu verinnerlichen.. Die Toten, die Monster. Warum hast du das getan?

Denn im Gegenzug kamen Schuldgefhle hoch, weil sie sich genauso sehr daran erinnerte, dass er ihnen geholfen hatte, die beiden Mutterschiffe der Wraith aufzuhalten, ehe sie die Milchstrae erreichen konnten.
Durch den Verrat an seinem eigenen Volk, hatte er alle Bindungen zu seinen Artgenossen zerstrt und den Menschen die Hand zur Freundschaft hingehalten. Doch sie hatten sie eiskalt ausgeschlagen, seine Bitte zurckgewiesen.
Teyla erinnerte sich sehr gut an den Moment in dem sie Michael zum letzten Mal gegenber gestanden hatte. Damals war er uerlich zwar noch mehr Wraith gewesen, in seinen Augen hatte sie aber eher den von Traurigkeit, Verzweiflung und Enttuschung gezeichneten Menschen gesehen. Gefhle, die nun verloren schienen, auch wenn sich seine fleischliche Hlle weiter gewandelt hatte.

Das war notwendig, um in meinen Forschungen weiter zu kommen, erwiderte er nchtern und starrte sie ausdruckslos an.

Dann blitzte pltzlich etwas in seinen Augen auf, seine Stimme wurde lauernd. Erinnerst du dich an die Welt, auf der du mich zurckgelassen hast, Teyla? Ja, ich konnte zu meinem Volk zurckkehren ... aber sie machten mir sehr schnell klar, dass ich nicht mehr zu ihnen gehrte. Ich war unrein geworden ... keiner ihrer fhrenden Wissenschaftler mehr, nur noch ... Er ballte die Hnde zu Fusten, machte seiner Wut mit einem Zwischen nach Wraith-Art Luft. ... ein Ding, nicht einmal mehr tauglich, um sich daran zu nhren. Die Knigin duldete mich nur, weil sie mich benutzen wollte, um an neue Weidegrnde zu kommen. Danach htte sie mich wie euch vernichtet ...

Es htte alles anders werden knnen, Michael, dass weit du!

Der Hybrid lachte spttisch auf. Und wie htte dieses andere Leben aussehen sollen? fragte er dann bitter. Was wre ich dann mehr als ein Spielzeug in den Hnden eurer Wissenschaftler gewesen, gefangen in einem gelenkten Leben ohne Erinnerung an mein wahres Ich, ohne das Wissen ber das, was mich ausmachte?
Leben trat in seine Augen, das vorher nicht da gewesen war. Enttuschung und Wut, Verzweiflung, betrogene Hoffnung und ein tiefes Misstrauen. Die nchsten Worte spuckte er fast aus.
Ich war und bin in euren Augen eine Kreatur wie Frankensteins Monster? Ein Triumph der Wissenschaft ber die Natur, aber zu gefhrlich um in eurer Mitte zu leben. Der Film, dne ich mit euch gesehen habe, hat mir die Augen geffnet. ..
Seine Augen wurden schmal. In euch schwelte immer die Angst vor dem Unbeherrschbaren. Nur einer von euch war die ganze Zeit ehrlich zu mir und hat seine ngste, seinen Hass nicht verborgen... und das warst nicht du ... das war dein Freund Ronon. Er hat niemals einen Hehl aus dem gemacht, wie er fr mich fhlte, im Gegensatz zu dir! Deine Freundlichkeit, deine Versuche, mich zu verstehen ... das waren alles nur verfluchte Lgen. Du hast mich genau so betrogen wie der Rest deiner Freunde!.

Das ist nicht wahr!, entfuhr es Teyla unwillkrlich. Im nchsten Moment fragte sie sich warum sie das gesagt hatte. Mein Freundlichkeit dir gegenber war ehrlich gemeint, denn ich wei genau, wie du dich gefhlt haben musst. Verloren, fremd und and

Er unterbrach sie mit einer schroffen Handbewegung und sprach wtend weiter. Hr auf mit deinen Lgen, oder meinst du etwa die Experimente, die an deinem Volk durchgefhrt wurden? Deine Gene sind lngst verwssert und nicht mehr nennenswert anders als die der normalen Menschen ... Er hielt pltzlich inne und legte den Kopf schief. Dann atmete er tief ein und streckte die Hand aus. Obwohl ....

Teyla zuckte zurck, als die Fingerspitzen in einer fast zrtlichen Bewegung ihre Wange berhrten. Er war trotz allem immer noch ein Wraith und damit kam die Handflche mit seinem Nhrmund ihrem Krper gefhrlich nahe oder?
Die Berhrung elektrisierte sie. Ein warmer Sto unterschiedlicher Gefhle durchfuhr ihren Krper und brachte ihr Herz dazu, schneller zu schlagen. Ihre Augen weiteten sich.

Michael beugte sich leicht ber sie. Nein, ich habe mich geirrt. Seine Augen nahmen einen warmen Glanz an. Du bist tatschlich anders. Sonst wre es dir niemals gelungen, dich in unser geistiges Netz einzuschleichen, wie ich durch den Gesamtgedanken gehrt habe. Und ich glaube, das ist es, was mich an dir von Anfang an fasziniert hat, flsterte er. Wre ich noch ganz der unschuldige, unwissende Michael Kenmore, wrde ich es mit euren menschlichen Worten vermutlich als das Gefhl namens Liebe bezeichnen.
Seine Lippen zitterten, als habe er zu viel von sich selbst verraten und schme sich jetzt dafr. Im Besitz meiner Erinnerungen wei ich jedoch, dass hier auch die Natur der Wraith eine Rolle spielt. Es sind genau die chemischen Verbindungen, mit denen unsere fernsten Vorfahren kommunizieren, die unser Leben auf den Mutterschiffen bestimmen und die ich mir nun auch bei meinen Experimenten zunutze mache.
Er lachte leise und die Nstern seiner Nase blhten sich als er die Luft geruschvoll einsog. Ich kann deine nur all zu menschliche Angst vor mir frmlich einatmen ... aber das ist nicht alles. Da ist auch noch etwas anderes ... und du weit was es ist!

Nein! Teyla schttelte den Kopf, doch sie konnte diesmal nicht seiner zupackenden Hand entkommen An Kinn und Kehle drckte er sie auf den Metalltisch zurck. Die Athosianerin gab jede Gegenwehr auf und erstarrte, erwartete jeden Moment, den scharfen, durchdringenden Schmerz des Nhrens. Sie drehte den Kopf zur Seite, das einzige, was ihr nun noch blieb.
Doch es geschah nichts. Das schmerzhafte Brennen mit dem es normalerweise beginnen sollte, blieb aus.

Teyla sah irritiert auf. Michael verharrte immer noch ber ihr. Er sagte nichts atmete aber tief ein und aus, als verlange es ihm nach ihren Duft, ihrer Aura, die all das verriet, was sie ihm nicht sagen konnte und wollte. Ihre Schuldgefhle, ihre Angst vor Vergeltung... aber auch ihre Faszination und der Wunsch, ihm noch einmal eine Chance zu geben.

Seine Augen waren dabei halb geschlossen, sein Gesicht wirkte auf seltsame Weise entrckt wie bei einem Schlafwandler. Er lockerte nun seinen Griff, seine Hand blieb jedoch bei ihrem Gesicht, whrend er ihr ihre Wange streichelte und sanft eine Haarstrne aus dem Gesicht schob, nur um dann wieder ein Stck tiefer zu wandern.
Teyla atmete tief ein. Sie konnte nicht leugnen, dass sie diese zarten Berhrungen irritierten ... nein auf eine Weise erregten, wie sie es noch nie zuvor erlebt hatte. Die Athosianerin ahnte zugleich, dass diese Wahrnehmungen nicht nur krperlicher Natur waren. Das, was noch Wraith in Michael war, suchte nach der Teyla, die nicht ganz Mensch war, weckte etwas in ihrem Inneren, dass sie erneut erschaudern lie. Ein natrliches Begehren, dass nicht mit dem Verstand zu steuern war.

Ich bin ein Mensch ... leistete sie schwach Widerstand. Und du...

Was sieht du in mir? Michael nahm sie wieder genau in Augenschein. Bin ich fr dich der Wraith, das lebenszerstrendes Monster, das nur mit dir spielt, ehe es dich frisst? Glaubst du das wirklich?
Er lachte leise auf, wirkte dabei aber traurig.
Du weit nichts. Ein Wraith wie ich gehorcht seiner Knigin und ihren Pheromonen ohne Widerrede. Er gibt sich ihr hin, wenn sie es ihm befiehlt, wohl wissend, dass damit der Tag seines Todes gekommen ist.. Das Mnnchen ist der erste Nhrboden fr die Brut. Das ist ein Erbe unserer insektoiden Vorfahren, das nichts und niemand ndern will, auch wenn es mittlerweile viele Methoden gibt, die Zahl der Nachfahren zu erhhen.

Das glaube ich dir nicht .... Teyla stockte der Atem, denn nun glitt seine Hand tiefer, legte sich pltzlich in der wraithtypischen Geste auf ihre Brust. Sie zuckte heftig zurck und schrie leise auf auf, den Schmerz erwartend, den der Nhrprozess mit sich brachte. Doch da tat sich nichts, denn nur eine glatte menschliche Hand ohne die typischen Wulste, die den Nhrmund umgaben berhrte ihre Haut. Das kann nicht sein ..., wisperte sie.

Doch genau das ist unsere Natur, Michaels Stimme wurde rau. Drohnen, Arbeiter und Soldaten gibt es unzhlige, aber nur wenige Kniginnen und Wchterinnen. Sie htte meine Gene genommen, um eine neue starke Generation zu schaffen. Gefhle spielen bei unserem Fortpflanzungsprozess keine Rolle. Ich aber bin kein Wraith mehr, wie du jetzt erkennen kannst. Nicht mehr in der Art, wie du sie kennst.

Michael hielt inne und schien auf eine innere Stimme zu lauschen. Seine Lippen zitterten, so als suche er nach den richtigen Worten. Inzwischen frage ich mich, ob das nicht eine unserer Schwchen ist, jetzt wo ich euch Menschen hautnah studieren konnte. Anderseits ...
Seine Augen wurden wieder schmal, er bewegte den Kopf von einer Seite zur anderen, als wolle er etwas abschtteln, was ihn qulte. Dabei stie er ein leises Zischen aus. Und selbst von Gefhlen heimgesucht werde, die ich nicht so kontrollieren kann, wie ich mchte. So wie jetzt gerade...

Wie meinst du das ... Ich verstehe ... Teyla schnappte nach Luft, als seine Hand tiefer wanderte und die Knpfe ihrer Bluse ffnete. Zugleich wurde sie von einem unsichtbaren Wolke aus Pheromonen eingehllt, die mehr sagte, als tausend Worte. Es versetzte ihren Krper in Vibration, regte einen Hunger in ihren Eingeweiden an, den sie unbedingt stillen wollte.

Hier. Mit dieser Drohne. Dem Mann Ihm. Jetzt.

Ihr Verstand wollte sich davon nicht mitreien lassen, sich gegen die Geistesverbindung wehren, die durch die Pheromone in der Luft zwischen ihnen entstand. Dabei war nicht einmal er alleine daran schuld. Ihr Krper reagierte auf die gleiche Weise.

Michael ... bitte ... nicht ... Noch einmal schttelte sie den Kopf, versuchte wieder klar zu werden und ihre aufkommende Leidenschaft zu bekmpfen. Aber sie wusste, dass sie dieses Ringen verlieren wrde. Das hatte sie schon bei ihren ersten Begegnungen gesprt. Der Prozess hatte schon vor mehr als einem Jahr eingesetzt und nherte sich nun seinem Abschluss. Die Wahrheit lie sich nicht lnger verleugnen, denn der Blick in seine Seele sagte alles.

Der durch den Retrovirus ganz und gar menschliche Michael Kenmore hatte sich in sie verliebt, ihre Nhe gesucht, weil er sie auf eine unschuldige Art mochte und verehrte.
Der sich in einen Wraith zurckverwandelnde Flchtling hatte sie versucht mit sich zu nehmen, sie am Ende sogar verschont
Der Hybrid auf dem Mutterschiff der Wraith hatte ihre Nhe, ihr Verstndnis und ihre Untersttzung gesucht ... und der neue zweimal gewandelte und bitter geprfte Michael legte nun sein Schicksal, seine Zukunft in ihre Hnde.
Seine Seele lag offen vor ihr geschunden und verletzt, aber auch voller Hoffnung auf jemanden, der ihn verstehen wrde. Er streckte seine Hand zu einem Bund aus, auf den die Wraith-Knigin in ihrem Inneren ansprach. Gemeinsam konnten sie vielleicht eine neue Welt schaffen, in der auch fr sie beide ein Platz war.

Auf ihre Bitte hin hielt er inne. Verwirrt und traurig wollte er schon seine Hand zurckziehen, aber Teyla schttelte den Kopf, denn vermisste seine zarten, unschuldigen Berhrungen schon jetzt. Die Knigin in ihrem Inneren wollte sich das nehmen, was er ihr aus freien Stcken anbot.
Mach weiter. Hr nicht mit dem auf, was du begonnen hast, gab sie leise ihr Einverstndnis und staunte nicht schlecht darber, dass er im nchsten Moment ihre Fesseln lste. Die Athosianerin setzte sich auf. Sie htte die Gunst des Augenblicks nutzen knnen, um Michael niederzuschlagen, um ihre Freunde zu rufen und ihn auszuliefern.

Statt dessen streckte sie ihre Hand aus und berhrte ihm nun ebenfalls an der Wange. Seine Haut war zwar nicht so weich und warm wie die eines normalen Menschen, aber dennoch nicht so unangenehm wie die eines Wraith. Sie fhlte sich fast samten unter ihren Fingerspitzen an.

Seine Freude ber diese unerwartete Wendung in seinem Verhalten sprang auf sie ber. Vielleicht berlie er ihr deshalb die Fhrung, wehrte sich nicht, als sie auch den anderen Arm ausstreckte und sein Gesicht sanft zu ihrem hinzog.

Wie wohl seine Lippen schmecken wrden? Teyla probierte es einfach aus, sprte ihre warme Nachgiebigkeit, ihren Hunger, lie es zu, dass Michael begierig ihren Atem trank und sie den seinen. Ihre Zungen umspielten einander, so wie nun auch ihre Hnde ber den Krper des jeweils anderen wanderten und sich erkundeten. Die Kleidung begann sie beide zu stren. Ohne sich voneinander zu lsen, streiften sie einander Mantel, Jacke und Bluse ab, erkundeten mit den Fingern jede Wlbung ihres Oberkrpers. Als Michael Schwierigkeiten mit ihrem BH bekam, lste sie ihn.

Teyla stellte zufrieden fest, dass Michael unter dem schweren Leder nichts weiter als seine Haut getragen hatte und sie so weiterer Bemhungen entband. Er war zwar schmal gebaut, aber dennoch nicht mager. Seine Muskelstrnge kndeten von Strke und Ausdauer, wie sie den Wraith eigen war. Und fand sie auch Stellen an seinem Krper, die weich und nachgiebig, warm und empfindlich waren wie die eines normalen Mannes.

Michaels Hnde erforschten derweil genau so ungeduldig und neugierig die Rundungen ihres Krpers, schlossen sich dann vorsichtig um ihre Brste. Die Daumen umspielten ungeduldig die Spitzen ihrer straffen Hgel.

Ich begehre dich ..., gestand Michael ihr schwer atmend ein, als sie ihre Mnder endlich einmal voneinander lsten. Seit ich dich das erste Mal gesehen habe, liebe ich dich, machte er ihr dann ein noch viel wichtigeres Gestndnis.

Ich weiߓ, erwiderte Teyla und seufzte leise, als sie seine Worte mit tiefer Wrme erfllten. Ihr Herz machte einen Sprung, als sie sich fragte, ob nun nur die unbndige Lust aus ihr sprach oder vielleicht doch ein tiefergehendes Gefhl.
Die intime Nhe von Michael erregte sie viel mehr als es jemals Kanan, der Gefhrte ihrer Jugendtage, oder auch John vermocht htten. Ich ... mag dich ... auch, sagte sie bedchtig. Alles andere htte ihre enge Seelenverbindung als Lge enttarnt. ... und ich begehre dich, mehr als mir bewusst gewesen ist...

Ein Strom fiebriger Hitze durchfuhr sie, als ihre Hnde tiefer glitten und in der Mitte seines Krpers den Beweis fr seine Leidenschaft ertastete. Eine so starke, so groe Erektion, kndete von tiefem Verlangen die Wraith-Knigin in ihr war von dem urtmlichen Wunsch getrieben, den mnnlichen Samen zu empfangen, um damit neue Nachkommenschaft zu erschaffen.
Die Menschenfrau aber sehnte sich nach der Freude und Intimitt der Vereinigung mit dem Liebsten, dem ultimativen Bund zwischen ihnen - dem Einswerden von Krper und Seele, der sie zusammenschmieden wrden. Sie war glcklich, dass dieser Mann sich ihr schenken, ganz hingeben wrde, auch wenn es vielleicht das einzige und letzte Mal sein konnte.

So bedurfte es keiner wrtlichen berredung mehr nun auch die Hosen und Stiefel abzustreifen und damit die letzten physischen Barrieren zu entfernen, die sie noch zur Vernunft gebracht htten.

Teyla blieb auf dem Metalltisch sitzen, nachdem sie die Jacke zum Schutz gegen die Klte unter sich geschoben hatte. Das Pochen in ihrem Unterleib verriet, wie bereit sie fr ihn war. So ffnete sie langsam die Beine und lud Michael ein, nher zu kommen. Er zgerte unsicher, seine Hnde glitten unschlssig ber die Innenseiten ihrer Oberschenkel, so als wisse er nicht, was er als nchstes tun msse. Natrlich ... es war sein erstes Mal. Es musste sein erstes Mal sein, wenn sie seinen Worten glaubte.
Das war etwas ganz besonderes fr sie. Teyla half ihm einfach dabei, seinem Instinkt freien Lauf zu lassen, fhrte ihn sanft und zrtlich zu ihrer Krpermitte und lehnte sich zurck und hob ihr Becken leicht an, damit er besser in sie eindringen konnte.

Langsam und andchtig tauchte er in sie ein. Teyla seufzte ob seiner Hrte und Gre, die sie schon jetzt ganz ausfllte. Die raue, nicht ganz menschliche Haut seines Glieds stimulierte ihre Weiblichkeit auf eine sinnliche Art, sie wie sie sie noch nie zuvor erfahren hatte. Die Berhrung sorgte dafr, dass schon bei der feinsten Berhrung neue Strme von Leidenschaft ihr Blut schneller durch die Adern pulsieren lie.

Fr den Rest sorgte die menschliche Natur, die nun auch in dem Mann aufflammte. Michael folgte seinem Instinkt, geleitet von den hin und her flutenden Verbindung ihrer Gefhle und Pheromone.

Teyla ksste und streichelte ihn, als er langsam in sie stie, jede Bewegung auskostend, durch die er sich enger mit ihr verband.. Sein Atem ging schnell, auch sein Herz schien zu flattern als sie ihm eine Hand auf die Brust legte.
Und da war die Anspannung in seinen Armen, seinen Beinmuskeln und in seiner Bauchdecke. Sie sprte, dass er sich zurckhielt, auch wenn es ihm schwerer um schwer fiel. Hatte er etwa Angst, ihr weh zu tun, ihr Schaden zuzufgen? Das musste er doch nicht haben. In keinem Moment ihrer Vereinigung hatte sie Schmerz empfunden, nur wilde, ungezgelte Lust.

Die Athosianerin schlang ihre Arme und Beine um Michaels Krper und zog ihn eng an sich. Halt dich nicht zurck, wisperte sie in sein Ohr. Nimm mich. Hrter. Gleichzeitig mit diesen Worten, begegnete sie seinen Sten mit eigenen Gegenbewegungen.

Michael brummte zustimmend und folgte ihrer Anweisung. Er wurde schneller. Mit den Hnden unter ihren Pobacken hob er sie leicht an und zog sie damit noch fester an sich verstrkte so den Wucht seiner Ste. Immer kraftvoller fuhr er in sie, pumpte, als ginge es hier und jetzt um sein Leben.

Teyla genoss die wilde Vereinigung und legte sich auch selbst keine Zurckhaltung mehr an, krallte ihre Ngel in seinen Rcken und verstrkte so den sen Schmerz der Lust, der immer hhere Wellen schlug. Schnell und unerbittlich so hatte sie Sex schon lange nicht mehr genossen vor allem nicht mit allen Sinnen. Dabei sprte sie, dass sie sich langsam aber unerbittlich dem Hhepunkt nherte, dem Ziel jeder Vereinigung.

Ein letzter harter Sto brachte sie ber die Grenze. Teyla schrie ihre Lust ungehemmt heraus, whrend Michael sthnend sein Gesicht an ihrer Schulter vergrub und sich zuckend in sie ergoss, als er direkt nach ihr kam. Nicht nur die Wraith-Knigin empfing seinen Samen mit Freude in ihrem Scho.

Fr einen Moment fhlte sich Teyla losgelst von ihrem Krper, verbunden nur mit dem Geist, der ihre Empfindungen wie kein zweiter teilte. Ihre Seelen schienen zu verschmelzen, eins zu sein.

Dann wurde sie mit einem sanften Ruck in das Gewirr aus zwei erhitzten und noch im Nachhall der Leidenschaft zitternden Krper und acht Gliedmaen zurckgezogen, ganz konzentriert auf das Pochen zwischen ihren Schenkeln, das auch ihren Herzschlag, ihrem Atemrhythmus und ihr Denken bestimmte.

Keuchend, aber zufrieden sah sie Michael an aus verschleierten Augen an und ksste ihn sanft auf den Mund. Er lie es willenlos und genau so glcklich geschehen, noch ganz verzaubert von den Gefhlen, die ihre leidenschaftliche Vereinigung mit sich gebracht hatte. Und er lie jede Maske fallen.

In diesem Moment war er wieder so unschuldig und neugeboren wie in dem Moment, in dem sie sich das erste Mal in dem kalten, Labor auf Atlantis in die Augen gesehen hatten. War der liebenswerte, fast schon schchterne junge Mann, der sich selbst und einen Platz im Leben suchte ... war ...

Doch damit war es einen Augenblick spter bereits vorbei. In dem Moment, in dem eine Lampe das Labor in rtliches Licht tauchte und ein durchdringender Warnton erklang, schwand die Nhe, die sie eben noch geteilt hatten.
Michael schob sie von sich und verschloss seinen Geist. Auch sein Gesicht verlor wieder jede Regung. Deine lstigen Freunde sind ganz in der Nhe, sagte er ernchtert, bckte sich, um nach Hose, Stiefeln und Mantel zu greifen und alles berzustreifen. Ich sollte sie am Besten gleich ausschalten, damit sie keinen rger mehr machen knnen.
Nein! Bitte tu das nicht! widersprach Teyla, whrend sie sich ebenfalls anzog. Ihr Herz schlug immer noch im Takt der Leidenschaft, die sie vor wenigen Augenblicken noch geteilt hatten. Du wrdest alles zerstren, was gerade zwischen uns entstanden ist , fgte sie sanfter hinzu. Und deine Menschlichkeit verlieren!

Michael hielt inne und schttelte den Kopf. Was glaubst du dann, was ich tun soll? Mich ihnen ergeben, und auf ihre Gnade hoffen?, fragte er bitter. Du weit, was sie dann tun werden, nachdem sie das hier gesehen haben. Nein. Ich lasse mich nicht wie ein Opferlamm zur Schlachtbank fhren. Sie mssen sterben, oder wir fliehen vor ihnen. Gemeinsam. Er hob abrupt den Kopf und fing ihren Blick ein. Es ist deine Entscheidung!

Fr einen Moment starrten sie sich schweigend an, maen ihren Blick und ihren Willen. Teyla las in seinen Augen Verrgerung, Sorge und Wut, aber auch Unsicherheit, Hoffnung und Sehnsucht. Er war bereit auf sie zu hren. Doch er forderte auch etwas, was sie ihm so nicht geben wollte, nicht geben konnte so gut sie ihn auch verstehen konnte.

Deshalb musste sie sich fragen, was sie selbst wollte. Das Band, das zwischen ihr und Michael entstanden war, auch wenn sie es beide unterdrckten, summte noch immer in ihrem Geist. Die Leidenschaft ihrer Vereinigung wrde unvergessen und unvergleichbar bleiben , die Sehnsucht, nach ihm nicht mehr schwinden oder ganz verlschen. Und doch widerstrebte es ihr, einfach mit ihm zu gehen. Schlielich waren da auch noch andere Bindungen, zu ihrer Familie, zu ihren Freunden, ihrem Volk.
Sie konnte all das nicht im Stich lassen, nur weil sie im Moment die Chance hatte, Michael auf einen guten Weg zu bringen und seine ungeteilte Leidenschaft und Liebe zu genieen. Etwas, was andere Mnner ihr nicht geben wrden.

Teyla biss sich auf die Lippen. Was also sollte sie jetzt tun? Wie sich entscheiden, um beiden Seiten in ihr gerecht zu werden?

Michael sah sie auffordernd an und streckte die Hand aus, sagte aber nichts. Mit jedem Augenblick, den sie zgerte, schwand die Wrme, die sie eben noch in und um ihm gefhlt hatte. Und das weckte ein Gefhl von Trauer und Sorge in ihr, denn diesmal wrde sie sich wirklich schuldig machen, wrde ihn endgltig in den Wahnsinn treiben.
Schon jetzt tnzelte er auf dem schmalen Grad zu diesem Abgrund entlang. Das Gefhl ein Ausgestoener zu sein, zu keinem Volk wirklich zu gehren, die Wut, all das durch Menschen verloren zu haben, die ihn bereits zweimal verraten hatten, nagte schon jetzt an seinem Geist, und es fehlte nicht mehr viel, dass dieses fragile Gespinst zerbrechen wrde.

Dennoch ... sie brauchte die Zeit, um sich selbst darber klar zu werden, was sie sich wnschte!

Lass mich zurck, ich werde dafr sorgen, dass du unbehelligt fliehen kannst! Ich werde einen Weg finden, wieder zu dir zu kommen sagte sie dann eine Spur zu schnell, denn Michaels Augen wurden wieder schmal.

Ich verstehe ..., murmelte er, und packte ihren Arm, als sie ihn beschwichtigend berhren wollte. Mit seiner Strke, die sie eben noch so genossen hatte, schubste er sie zurck auf den Metalltisch. Das was eben geschehen ist, zhlt also nicht, zischte er, als er ihr wieder die Fesseln umlegte und dabei vermied ihr ins Gesicht zu blicken. Sein kalter Zorn brandete ber sie wie ein Eissturm auf Athos

Teyla lie die Fesselung willenlos ber sich ergehen, denn sie sprte, dass ihr noch ein Weg blieb, um ihn zu berzeugen. Doch das zhlt mehr, als du denkst! Mit der Kraft der Wraith-Knigin in sich erzwang sie die geistige Verbindung zwischen ihnen erneut und brachte ihn dazu, sie noch einmal anzusehen.
Ich brauche nur Zeit zum Nachdenken. Du hast Empfindungen in mir geweckt, die ich erst einmal verarbeiten muss. Sie lchelte traurig. Bitte verstehe doch Michael ...das ist eine nur all zu menschliche Regung.
Ja, das sieht euch Menschen hnlich ... genauso wie Betrug. Und Lge, erwiderte er. Schne Worte hinter denen nichts steckt, nur Verrat.

Nein, Teyla legte allen Nachdruck der Wraith-Knigin in ihre Stimme. Ich gebe dir ein Versprechen, zischte sie und bermittelte diesen Eindruck auch mit ihrer Seele.

ber Michaels Gesichtszge zuckten in schneller Folge, Zorn und Argwohn, Angst und Traurigkeit ... aber dann endlich auch wieder Sehnsucht und Hoffnung. Es ist also entschieden, wisperte er und beugte sich vor, um sie noch einmal auf den Mund zu kssen und dann einen Schritt zurckzutreten. Um meiner Liebe willen, mchte ich daran glauben und hoffen.

Er hob den Kopf, als Schritte nher kamen und jemand gegen die Tr polterte. Ich nehme dich beim Wort. Und ich werde die ntige Geduld aufbringen. Aber nicht fr immer!, machte er mit deutlichen Worten klar und lste sich aus ihrer Seelen-Verbindung. Das war das letzte das er sagte, bevor er einen Arethus-Kfer aus einem Kfig holte und auf ihr aussetzte, um die Tarnung fr ihre geheime Absprache perfekt zu machen. Noch ehe die anderen endlich die Tr aufgebrochen hatten, und sie vor dem drohenden Tod retteten, war Michael bereits in den Schatten des Raumes und durch einen anderen Ausgang verschwunden....

* * *

Sechs Monate spter erinnerte sich Teyla an Michaels letzte Worte und das Vertrauen, das er in diese gelegt hatte, als sie auf einem fremden Planeten auf die Ankunft des Wraith-Jgers wartete, um sich aus der Mitte ihrer Freunde mittels eines gut vertrauten und ebenso gefrchteten Lichtstrahls entreien zu lassen. Der diplomatische Einsatz war nur eine Finte gewesen, eine Lge, die Nachricht an ihn, sie zu einem bestimmten Zeitpunkt an diesem Ort abzuholen.

Denn sie konnte sich nicht lnger ihrer Gefhle zu ihm und ihrer durch die Vereinigung entstandenen Bindung entziehen ebenso wenig wie sie es ber das Herz brachte, Michael das ungeborene Kind vorzuenthalten.

Seinen Sohn. Das ultimative Zeichen ihres Vertrauens und ihrer Liebe zu ihm und die Hoffnung auf eine Welt in der auch er seinen Platz finden wrde...

* Ende *
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