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Ein Teil von ihr von Trista

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Kapitel Bemerkung: Short-Cut:"Sie... Ich... Ein Teil von ihr ist noch da, tief in mir. Ich kann sie hören, in meinen Träumen..."
Author's Note: Dies ist nun der dritte und wohl auch letzte Teil
Widmung: Allen Sparky-Verrückten

Trost


Vollkommen auer Atem erreichte Elizabeth ihr Quartier.
Sie wollte allein sein, musste allein sein.
Ihr ganzer Krper zitterte und Elizabeth erkannte, dass sie die Verzweiflung nicht mehr lange wrde zurckhalten knnen.
Die ersten Trnen fielen lautlos. Sie zwang sich, tief durchzuatmen, aber es gelang ihr nicht. Schlielich gab sie auf und lie zu, dass ihre angestauten Gefhle hervorbrachen.
Langsam sank sie zu Boden, bis sie gegen die Wand gelehnt kauerte und den Kopf in ihren Armen vergrub.
Sie war vollkommen in sich gekehrt, so bemerkte sie nicht, wie sich die Tr ffnete und John den Raum betrat.
Verzweifelte Schluchzer lsten sich aus ihrer Kehle und die Trnen wollten einfach nicht versiegen.
Sie schrak auf, als sich ein Arm um ihre Schultern legte.
John hatte sich neben sie gesetzt und zog sie in seine Arme. Elizabeth lie es geschehen. Sie fhlte sich so allein, so verletzlich, so verzweifelt und seine Nhe half ihr.
Langsam lste sie sich aus ihrer kauernden Haltung und legte ihre Arme um seinen Hals. John lie zu, dass sie sich geradezu an ihn klammerte und er sprte, dass sie genau das brauchte. Seine Arme legten sich um ihre Taille und zogen sie fest an sich.
Whrend er mit kreisenden Bewegungen ber ihren Rcken fuhr, hrte ihr Krper langsam auf zu zittern, bis sie ganz ruhig in seinen Armen lag.
"Sie lsst nicht zu, dass ich frei bin", sagte sie leise, beinahe unhrbar.
"Wer?", fragte John verwirrt.
"Phoebus", kam leise die Antwort.
John runzelte die Stirn. Der Vorfall mit Thalan und Phoebus lag nun Wochen zurck. Er hatte nicht gewusst, dass sie noch immer darunter litt. Er war nicht sonderlich gut darin zuzuhren, aber Elizabeth schien reden zu wollen.
"Inwiefern?", wagte er zu fragen.
Langsam lste sie sich aus seinen Armen und rieb sich ber ihr trnennasses Gesicht. Sie hatte den ersten Schritt getan und nun war es sinnlos, einen Rckzieher zu machen.
"Sie... Ich... Ein Teil von ihr ist noch da, tief in mir. Ich kann sie hren, in meinen Trumen..."
Er versteifte sich bei ihren Worten. Er wusste, wie sie sich fhlte. Die ersten Tage nach diesem Zwischenfall hatte auch er das Gefhl gehabt, noch nicht wieder ganz er selber zu sein. Teilweise hatte er sogar gezgert einen Stift in die Hand zu nehmen, weil er sich nicht sicher war, ob er Rechts- oder Linkshnder war. Doch das war vorber gegangen und nach ein paar Wochen war nichts mehr von Thalan vorhanden. Nichts, auer seinen Erinnerungen.
"Was tut sie in Ihren Trumen, Elizabeth?"
"Nicht sie... Ich... Ich tte..." Sie brach ab und stand auf, dann drehte sie John den Rcken zu. Sie hatte angefangen, ja. Aber auszusprechen, was sie trumte... Und das noch John gegenber... Niemals htte sie gedacht, dass das so schwierig sein wrde.
"Elizabeth!", ermutigte er sie ein wenig zu energisch.
"Ich tte Sie. Jede Nacht, wieder und wieder", sagte sie leise, mit noch immer ihm zugewandten Rcken.
John erstarrte bei ihren Worten. Langsam ging er auf sie zu, stoppte dann aber.
Er war einfach nur schlecht in so etwas und wusste nicht so recht, was er nun tun sollte, was sie von ihm erwartete.
Schlielich berwand er sich. Immerhin war es Elizabeth, die vor ihm stand und sie war ihm zu wichtig, um seinem Drang, vor solchen Situationen zu fliehen, nachzugeben. Sanft legte er ihr die Hand auf die Schulter. "Elizabeth, sehen Sie mich an", bat er mit leiser Stimme.
Als sie nicht reagierte verstrkte er den Druck seiner Hand und fasste sie mit der anderen am Arm. Sanft, aber dennoch bestimmt, zwang er sie sich umzudrehen.
Ihre Augen wirkten mde, viel erschpfter als er sie jemals gesehen hatte.
Er drngte sie zurck, bis er sie auf das Bett setzen konnte, was sie widerstandslos geschehen lie.
"Haben Sie mit Dr. Heightmeyer darber gesprochen?", fragte er, da ihm nichts anderes einfiel.
Elizabeth seufzte. "Stundenlang, aber es ndert sich einfach nichts. Ich habe diese Trume noch immer. Und vorhin... auf dem Balkon... Es erinnerte mich an einen dieser Trume... Oh Gott, John, es tut mir so leid!"
"Hey, ist schon in Ordnung", sagte er mit einem warmen Lcheln. Dann runzelte er die Stirn. "Moment, Sie haben davon getrumt mich zu kssen?", fragte er mit einem pltzlichen Grinsen, was ihm von Elizabeth nur einen halbherzig bsen Blick einbrachte.
"John..."
Er hob abwehrend die Hnde. "Ich bin auch nur ein Kerl. Und wenn zufllig die hbscheste Frau in zwei Galaxien davon trumt, mich zu kssen, darf ich mich auch freuen", grinste er frhlich.
Nun konnte auch Elizabeth ein Lcheln nicht mehr unterdrcken.
Sanft fuhr John mit seinem Finger ber ihre Lippen. "Na bitte, ein Lcheln." Doch dann wurde er wieder ernst. "Geht es Ihnen ein wenig besser?"
"Nicht viel", sagte sie leise. "Aber ein wenig", fgte sie hinzu, als sie Johns Blick bemerkte. "Danke."
"Ich bin nicht sonderlich gut in so was", gab er zu und sah pltzlich ziemlich unbeholfen aus.
Elizabeth schttelte den Kopf. "Im Gegenteil. Allein, dass Sie hier sind hilft schon."
"Dann bleibe ich wohl besser, mh?"
Kaum sichtbar nickte sie und lie sich in seine Arme ziehen. Langsam lehnte er sich zurck, sodass er auf dem Rcken lag und sie mit dem Kopf an seiner Schulter. Den Arm hatte er um sie gelegt und hielt sie einfach nur fest.
Langsam entspannte sich Elizabeth und gab sich der Wrme, die in ihr aufstieg vollends hin.
"Versuchen Sie zu schlafen, Elizabeth. Wenn Sie schlecht trumen, werde ich da sein", versprach er leise und sie glaubte ihm.
Johns Hand zog kreisende Bewegungen auf ihrem Rcken, die sie noch mehr entspannten.
Sie hatte Angst davor einzuschlafen, Angst davor zu trumen. Doch die Mdigkeit, die ihren Krper in einer eiskalten Umklammerung gefangen hielt, siegte schlielich.
Johns Nhe und ihr Gestndnis ihm gegenber schienen den Bann zu brechen und in dieser Nacht schlief sie, ohne zu trumen.

- Ende-
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