Cold as Ice by Kat, Xily
Summary: John und Elizabeth sind auf einem Eisplaneten abgestürzt und versuchen eine Höhle zu erreichen, während sie dem langsamen Erfrierungstod ins Auge blicken.
Categories: Stargate Atlantis Characters: Elizabeth Weir, John Sheppard
Genre: Angst, Friendship, PoV
Challenges: Keine
Series: Keine
Chapters: 1 Completed: Ja Word count: 1917 Read: 2131 Published: 04.01.11 Updated: 04.01.11
Story Notes:
Short-Cut: John und Elizabeth sind auf einem Eisplaneten abgestürzt und versuchen eine Höhle zu erreichen, während sie dem langsamen Erfrierungstod ins Auge blicken.
Spoiler: -
Charaktere: Sheppard, Weir
Kategorie: Angst, Friendship, PoV
Rating: PG-13
Authors' Notes:
Kat: Xily hat eigentlich das Meiste hiervon geschrieben, sie weigert sich aber, es als ihre FF anzuerkennen :P
Xily: Eigentlich war ich in Stimmung jemanden sterben zu lassen, aber dann…hm…kam doch meine Seite hervor, die Happy Ends liebt ;) Kat möge mir verzeihen ^^
Widmung:
Kat: An Karla und Xily, die so langsam meinen FanFic-Ideen-Vorrat dezimiert - nicht, dass ich etwas dagegen hätte :D
Xily: An jeden, der Schnee genauso mag wie ich *ggg*
Disclaimer: MGM Television Entertainment
Feedback: Gern!

1. Kapitel 1 by Kat

Kapitel 1 by Kat
Cold as Ice


Ihre Finger waren so kalt, so eisig kalt und vergebens versuchte er sie zu wrmen, wusste instinktiv, dass sie nie wieder die normale, menschliche Krpertemperatur von etwa siebenunddreiig Grad Celsius erreichen wrden. Elizabeth war am Ende ihrer Krfte, ihr Zittern war schon verebbt und eine ungesunde, blaue Farbe schmckte ihre Lippen.
"Wir mssen weiter", rief er ihr zu und versuchte, den Schneesturm zu bertnen.
Er zog sie in eine sitzende Position, in der sie sich allerdings kaum halten konnte und rieb ihr wrmend ber die Arme. Sie trug nur ihre Uniformjacke und die normale, graue Hose - beides blutbefleckt von der Wunde an ihrer Schulter.
"I-Ich k-kann n-nicht", antwortete sie und John war dankbar dafr, dass das Zittern zurckgekehrt war; wenn sie zitterte erzeugte ihre ihr Krper zumindest ein bisschen Wrme.
"Sie mssen!", erwiderte er, legte ihren unverletzten Arm um seine Schulter und zog sie auf die Beine.
Seine Rippen schmerzten unangenehm, whrend er Elizabeth sttzte; scheinbar hatte er sie sich beim Absturz mit dem Puddle Jumper geprellt.
Elizabeth schwankte betrchtlich und er war sich nicht sicher, ob sie berhaupt einen Schritt wrde gehen knnen, ohne dass ihre Knie nachgaben. Sie mussten es versuchen, denn wenn sie es nicht in den nchsten Minuten bis zu den Bergen schaffen wrden, wrde Elizabeth erfrieren.
John legte einen Arm um ihre Taille und ignorierte den pochenden Schmerz in seiner Seite, bevor er vorsichtig einen Schritt nach vorne machte und Elizabeth mehr neben ihm herstolperte, als dass sie ging. Ein erschpftes Sthnen kam ber ihre Lippen und ihre bleiche Haut klrte ihn nur allzu deutlich darber auf, dass sie Klte und Blutverlust nicht mehr lange aushalten wrde.
Wir werden es nicht schaffen, dachte er unweigerlich und doch verlieh ihm genau dieser Gedanke neue Kraft. Sie mussten es einfach schaffen.
Sie konnten nicht hier - auf einem fremden Planeten - sterben. Und schon gar nicht jetzt.
Allerdings gab es nie einen passenden Zeitpunkt, wie es ihm augenblicklich durch den Kopf schoss. Er wrde niemals bereit sein zu sterben. Und wenn doch, dann als alter Mann in einer etwas angenehmeren Umgebung, dachte er zynisch, whrend der kalte Wind um sie herum zischte.
Er sprte Elizabeth neben sich zittern, konnte beinahe fhlen, wie die Wrme kontinuierlich aus ihrem Krper wich, wie sie klter und schwcher wurde.
Ihm wurde ebenfalls immer klter, auch wenn er versuchte, seinen Krper nicht aufzugeben, auch wenn die Sehnsucht, sich einfach fallen zu lassen und liegen zu bleiben sehr gro war. Doch er schleppte sich weiter, zog Elizabeth mit sich.
Denn wenn er jetzt aufgab, dann gab er nicht nur sich auf, sondern auch sie und das war etwas, was er sich nie verzeihen wrde. Er hatte den Jumper gesteuert, er htte es verhindern mssen, irgendwie. Schemenhaft war ihm bewusst, dass er kaum etwas hatte machen knnen, aber das spielte keine Rolle, irgendwas htte es geben knnen, dass er anders htte machen mssen.
Nun saen sie hier, der Jumper war bereits unter einer dicken Schneeschicht vergraben und die Blutspuren, die sie hinterlieen, wurden berdeckt mit den weichen Flocken, die unaufhaltsam auf sie hinunter segelten und die die Welt um sie herum zu einer weien, undurchdringlichen Umgebung verwandelten.
Er konnte kaum etwas sehen und doch wusste er, dass es nicht mehr weit zu den Hhlen war, die sie auf den Sensoren des Jumpers hatten sehen knnen.
Doch selbst dort gab es keine Rettung, dass wusste er, aber sie wren sicher - vorerst.
Mglicherweise wrde man rechtzeitig nach ihnen suchen, auch wenn er bezweifelte, dass sie schnell genug sein wrden.
Elizabeth konnte kaum noch gehen, er zog sie neben sich her, versuchte, sich selbst und sie auf den Beinen zu halten.
Seine Muskeln waren verkrampft und doch fhlte er keinen Schmerz. Die Klte hatte jegliches Empfinden aus seinem Krper verdrngt und verwandelte den Schmerz in Betubung. Der erste Schritt in Richtung Erfrierungstod.
Schon bald wrde er kaum noch in der Lage sein berhaupt einen Muskel in seinem Krper anzusteuern und krampfhaft hielt er Elizabeth fest, setzte einen Schritt vor den anderen.
Der Wind war eisig und wieder einmal fragte er sich, wieso sie nicht thermoregulierende Anzge im Jumper hatten. Wenn sie das hier berleben sollten, schwor er sich, dann wrde er dafr sorgen, dass es diese Dinger ab sofort in jedem Jumper gab.
Die Wut, die bei diesem Gedanken in ihm aufstieg, stachelte ihn an, wrmte sein Blut, lie es wieder schneller durch seine Adern flieen und jeden weiteren Schritt absolvierte er mit zusammen gebissenen Zhnen.
Dieser Planet war annhernd der Schlimmste, den er je gesehen hatte und er war sich sicher, dass er Schnee noch nie so sehr gehasst hatte, wie in diesem Moment.
Als Elizabeth neben ihm stolperte und zusammen brach, reagierte sein Krper der Klte entsprechend viel zu langsam. Er sprte lediglich, wie sich ihre Hand in seinen Oberarm grub, ehe sie fiel und ihn beinahe auch selbst um das Gleichgewicht brachte.
Kalte Luft wehte um sein Gesicht, als er auf die Knie sank und die Hnde auf ihre Schultern legte. Ihre Lippen waren blau verfrbt, sie zitterte und ihre Augen waren gro und hatten diesen leeren Schimmer, der ihm zeigte, dass sie kaum noch etwas von dem wahrnahm, was hier passierte.
"E-Elizabeth" Sein Mund fhlte sich taub an, seine Kehle hatte Mhe, das Wort hervor zu pressen und er schluckte schmerzhaft.
Sie reagierte kaum, als er sie ansprach und aufrichten wollte. Ihr Krper war eiskalt und Schauer liefen durch sie hindurch, schttelten sie und raubten ihr die letzte Kraft, die sie noch besa.
"E-Es ist nicht mehr w-weit", presste er hervor und grub die Hnde in ihre Oberarme, um sie hinauf zu ziehen. Er war grob und das wusste er, aber ein kleiner zufriedener Funke strmte durch ihn hindurch, als sie leise aufsthnte. Dieser Ton zeigte ihm, dass sie noch immer bei ihm war und er musste dafr sorgen, dass es auch so blieb.
Sie konnten jetzt nicht aufgeben. Bis hierher hatten sie es geschafft und alles in ihm weigerte sich, hier nun zu versagen. So viele Gefahren hatten sie in dieser Galaxie bereits berstanden, so viele Probleme gelst und nun sollte hier alles zu Ende gehen?
Niemals!
"Kommen Sie." Er schrie beinahe und mit einem Ruck zog er sie wieder hoch, schwankte, hielt sie fest und brauchte einen Moment, bis sich sein Blickfeld wieder klrte und der Schwindel nachlie.
Elizabeth hing mehr an ihm, als dass sie stand, aber er sprte ihren Atem an seinem Hals und das war alles, was er wissen musste.
Er schlang den Arm um sie und sttzte sie, whrend er seine Beine zwang langsam wieder weiter zu gehen. Es war ein eigenartiges Gefhl, da er seine Gliedmaen kaum noch spren konnte, alles war kalt, taub und schien nicht zu ihm zu gehren.
Der Gedanke an Erfrierungen stieg in ihm auf und doch war das im Moment das kleinste Problem, dem sie gegenber standen.
Wrden sie die Hhlen nicht erreichen, dann wrde auch der Gedanke an eventuelle Erfrierungen nebenschlich werden.
Er kniff die Augen zusammen, als er den Kopf hob und nach vorne in das Schneechaos schaute, auf der Suche nach den Hhlen, die vorerst die Sicherheit bargen, die sie dringend bentigten.
Es war schwer, berhaupt etwas zu erkennen und doch erstreckte sich etwas Dunkles vor ihnen, Etwas, das nicht mehr weit entfernt war und er betete, dass es die Hhlen waren.
Sein Atem fhlte sich nach jedem Schritt schwerer an, seine Lungen brannten und er war sich sicher, dass es nicht mehr lange dauern wrde, ehe auch das Blut in seinen Arterien gefror.
Sie waren so nah und er packte Elizabeth fester, presste sie neben sich an seinen Krper, gab sich damit Kraft, strkte sich mit dem Wissen, dass er nicht alleine war.
Sie mussten es gemeinsam schaffen, ansonsten wrde er sich auf ewig Vorwrfe machen.
Keuchend zog er die kalte Luft in seine gepeinigten Lungen und zerrte Elizabeth einige Schritte weiter, ehe er erschpft stehen blieb und wieder nach vorne blickte.
Es war nun deutlicher zu sehen und er wre beinahe vor Erleichterung zusammen gesackt, als er das dunkle Etwas vor ihnen definitiv als die Hhlen identifizierte.
"W-wir sind b-bald da", sagte er zitternd zu Elizabeth, als er sie fester packte und mit diesem Wissen biss er die Zhne zusammen. Er stampfte durch den Schnee, zog sie neben sich her, ignorierte das Taubheitsgefhl in seinen Beinen und den stechenden Schmerz in seinen Lungen.
Diese letzten Schritte schienen sich ewig hinzuziehen, whrend der eisige Wind um sie herum zischte und noch strker zu werden schien, so als wsste er, dass er bald zwei potenzielle Opfer verlieren wrde.
John stockte, als er harten Untergrund unter ihnen wahrnahm und er blinzelte, ehe er aufblickte und in den dunklen Gang eines Tunnels blickte.
Aufatmend schleppte er sich und Elizabeth hinein und bereits nach einigen Schritten schien der Wind vollstndig verschwunden zu sein.
Die Luft war immer noch eisig, aber ohne den Wind war es sehr viel mehr ertrglicher und keuchend zog er Elizabeth noch ein kleines Stck hinein, ehe er sie vorsichtig auf den Boden sinken lie.
Jetzt, wo sie hier in Sicherheit waren, schien ihn all seine Kraft verlassen zu haben und vllig erledigt lie er sich neben ihr zu Boden sinken.
Ihr Atem war als heller Hauch in der kalten Luft zu sehen und er kroch neben sie, zog sie zu sich, versuchte, die restliche Wrme, die es noch in ihren Krpern gab, festzuhalten und zu teilen.
"Wir haben es geschafft", flsterte er ihr zu, bevor ihn die Mdigkeit bermannte und er in tiefer Dunkelheit versank.

***

"dort da sind sie", die Stimme war undeutlich, leise und doch nahm John sie wahr, als er sich aus dem Ort des Vergessens kmpfte, der ihn festzuhalten schien.
Es schienen Minuten zu vergehen, ehe er seine Augen ffnen konnte und seinen Blick durch die Dunkelheit wandern lie, jedoch nicht in der Lage war, etwas zu erkennen.
Sein Krper fhlte sich taub, eiskalt und schwer an und in den Tiefen seines benebelten Verstandes wollte er schreien, auf sich aufmerksam machen, doch kein einziges Wort kam aus seinem Mund.
Er versuchte, Worte zu finden, versuchte, sie zu formulieren, doch er konnte kaum einen Gedanken fassen, zu schemenhaft war alles, zu undeutlich und unwirklich.
Sein einziger Halt war der Krper neben ihm, instinktiv passte er sich der Atmung von Elizabeth an, drckte sie nher an sich, wie um sich zu signalisieren, dass sie noch lebte.
Alles in ihm wollte schlafen, zurck in die Vergessenheit sinken, ohne Schmerz und ohne Klte.
Es fiel ihm schwer die Augen offen zu halten und als der Strahl einer Taschenlampe auf sein Gesicht fiel und ihn blendete, gab er nach, driftete zurck in die Dunkelheit, mit dem Wissen, dass sie gerettet worden waren.

Fin
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