Teacher, Mentor, Student, Friend by David
Summary: David (OC) hat noch Bedenken bezüglich seiner Teilnahme an der Atlantismission. Kann sein ehemaliger Dozent ihn überzeugen...?
Categories: Stargate Atlantis Characters: Multi-Chara, Own Character
Genre: Angst, Friendship, PoV
Challenges: Keine
Series: Keine
Chapters: 1 Completed: Ja Word count: 3838 Read: 2145 Published: 02.01.11 Updated: 02.01.11

1. Kapitel 1 by David

Kapitel 1 by David
Teacher, Mentor, Student, Friend


Die Abendsonne legte sich lautlos ber Hamburg und tauchte die Hansestadt in feuriges Rot.

Unweit vom Zentrum der Stadt herrschte am Hafen noch recht reges Treiben.

David Albers stand auf dem kleinen Balkon seines Appartements in der HafenCity und genoss den Blick hinaus auf die Elbe, atmete die maritime Luft und versuchte, den fast vergangenen Tag in Gedanken Revue passieren zu lassen.

Doch in seinem Kopf herrschte rege Aktivitt.
Tausende Gedanken, Argumente und Bedenken lieen ihn seit Tagen nicht los.

Vor einer knappen Woche hatte ihn das deutsche Auenministerium angeschrieben.
Es ging um eine wichtige und zu dem beraus interessante Angelegenheit.
Er sollte als Teil einer internationalen Forschungsmission an einem uerst geheimen Projekt teilnehmen.
Doch ber wesentliche Details war er ein Archologe mit dem Fachgebiet Atlantis bisher noch nicht mal in Kenntnis gesetzt worden.

Wie sollte er sich zu einer Mission quasi verpflichten, wenn er praktisch rein gar nichts ber Inhalte, Ziele oder gar den Ort wusste, wohin er aufbrechen wrde.

Eine ziemlich verzwickte Situation.
Noch dazu stand ihm ein anderes Angebot offen, in Griechenland.

Keine Geheimhaltung, keine komischen Typen in dunklen Anzgen, deren Auftritt so wirkte, als seien sie den Men in Black entsprungen.
Einfache Ausgrabungen, Katalogisierungen, vielleicht die Aussicht, etwas wirklich Wichtiges zu entdecken.

Sein Fachgebiet war leider nicht unbedingt eines der anerkanntesten in der Archologie.
Platons Geschichte ber Atlantis, einst eine mchtige Seemacht, die im Krieg mit den antiken Griechen stand und deren geradezu fantastisch beschriebene Stadt dann pltzlich in einer einzigen Nacht unterging.

Trotz alledem war David ein echter Experte in diesem Thema, auch wenn seine Thesen und Theorien eigentlich mehr nach Science-Fiction klangen, als nach fundierter Wissenschaft.

Doch schon lange war er an Platons Mythos interessiert.
Alles, was damit in Zusammenhang stand, bte eine geradezu magische Anziehungskraft auf den jungen Mann aus.

Warum, dass konnte er sich selbst nicht erklren.
Wieso also wollte ihn eine Organisation, von der er bis zum heutigen Tage nicht das Geringste gehrt hatte, pltzlich ihn fr eine Anstellung anwerben?

Irgendwie konnte David sich des Gedankens nicht erwehren, dass noch weitaus mehr hinter diesem Angebot steckte, als er vermutete.

Trotzdem, auch wenn sein Interesse geweckt worden war, was wrde es ihm bringen?
Ein solch geheimes Forschungsprojekt wrde es ihm ja praktisch unmglich machen, eine wissenschaftliche Arbeit darber zu verffentlichen.

Also keine Anerkennung im Kollegenkreis, keine Berhmtheit,... kein Nobelpreis.
Kopfschttelnd verbannte David diesen Gedanken aus seinem Kopf.
Nobelpreise waren etwas fr altgediente Mnner und Frauen, die zumeist viel Zeit ber Bchern verbracht hatten und dann zumeist zufllig eine bahnbrechende Entdeckung gemacht hatten.

In Bezug auf Atlantis war ihm wohl kaum so etwas vergnnt, es sei denn, er wrde tatschlich einen Beweis finden und der ffentlichkeit vorlegen knnen, dass Platons Atlantis tatschlich existiert hatte und nicht nur mglicherweise eine Metapher gewesen sei.

Das wre die Entdeckung des Jahrhunderts.

Aber nun zurck ins Hier und Jetzt

Sein Notebook stand auf dem Tisch vor einer gemtlichen Couch im Wohnzimmer seines Appartements und surrte seit einiger Zeit leise vor sich hin.
Eigentlich hatte David vorgehabt, seine letzte Abhandlung ber den Mythos von Atlantis fertigzustellen, aber irgendwie fand er seit Tagen dafr weder Zeit noch die richtigen Ideen.

Vielleicht sollte er noch einen kleinen Abstecher in die Bibliothek der Universitt machen, sich einige Werke ber Platon besorgen und mehr recherchieren.

Doch er kam nicht mehr dazu.
Im nchsten Moment lutete es an der Tr.

Um diese Zeit noch?
Wer kam jetzt auf die Idee, ihn noch zu stren?
Seine Schwester vielleicht?
Nein, die war doch vor drei Tagen mit ihrem Mann in den Urlaub geflogen.

David erinnerte sich genau, wie er die beiden zum Flughafen gebracht hatte, wo sie kurz darauf nach Florida gereist waren.

Kurzerhand verlie er der Balkon und machte sich auf den Weg zur Tr.
Beim ffnen verwandelte sich Davids Anspannung zu einem Ausruck berraschter Freude:

Professor Hardegen?!
David glaubte es einen Moment lang nicht.
An der Tr stand sein alter Archologieprofessor von der Universitt.

Mister Albers, schn sie zu sehen., grte er.

berrscht von diesem unverhofften Besuch ignorierte David die ausgstreckte Hand und vollzog eine freundschaftliche Umarmung.
Was machen sie hier?, fragte er schlielich. Ich dachte, sie sind in Athen auf einem Symposium?

Ja, das stimmt., rumte Hartdegen ein, whrend er seine Jacke ablegte und David durch den Raum folgte. Aber ich wurde wegen einer dringlicheren Anlegenheit nach Deutschland zurckberufen.

So.
David ging in seine Kche und deutete in Richtung des Balkons auf dem er vor wenigen Minuten noch gesessen hatte.
Nehmen Sie doch Platz. Darf ich sie zu einem Kaffee einladen?

Sehr gern.

Es schien so, als sei der Abend gerettet.
David hatte ohnehin kaum Fortschritte bei seinem Projekt gemacht und diese berraschende Abwechselung kam ihm nun mehr als gelegen.

Also., meinte David, nachdem er mit zwei Tassen dampfender Flssigkeit auf den Balkon zurckkehrte.
Was mach die Arbeit an der Uni?

Hartdegen fuhr sich kurz durch sein leicht ergrautes Haar und nahm dann in einem der beiden bequemen Sthle platz.
Wie immer. Jede Menge wissbegierige Studenten, nervige Kollegen., erklrte der Professor. Sie kennen das ja.
Allerdings.

Womit verdanke ich diesen Besuch? Wir haben uns lange nicht gesehen.
Eigentlich,, begann Hartdegen ein wenig nachdenklich. bin ich wegen ihnen hier.
Wegen mir?

David war von dieser Antwort berrascht.
Weshalb sollte der Professor etwas von ihm wollen?
Seit seinem Studienabschluss hatten die beiden ja eigentlich nichts mehr miteinander zu tun, auer dass man gelegentlich noch Kontakt miteinerander hielt.

Ich wurde von einem Freund gebeten, mit ihnen zu sprechen?
Geht es um meine Forschungsarbeit?, David stand auf und griff nach seiner Tasse.
Nein, keineswegs., beschwichtigte Hartdegen sofort, der sofort erkannte, dass David wohl aufgrund seiner Fortschritte, die um ehrlich zu sein im Moment gleich Null betrugen, nicht wirklich in der Stimmung war, ber die Arbeit zu sprechen.

Um was geht es dann?
David konnte sich nicht vorstellen, dass man ihn mit einer weiteren Arbeit betreuen wrde.
Im Moment fanden keine Ausgrabungen oder andere Veranstaltungen zum Thema Atlantis statt.
Um ehrlich zu sein, geht es um eine uerst wichtige und zu dem delikate Angelegenheit., erklrte Hartdegen.

In Davids Gehirn fingen die Prozessoren bereits an zu Arbeiten?
Wusste der Professor von dem Brief, den er vor wenigen Tagen erhalten hatte?

Wusste er sogar mehr von dieser Mission als er selbst?
Sicher wrde er die Sache gleich auf den Tisch legen.
Oder auch nicht.

David erinnerte sich daran, wie Hartdegens Lehrmethoden an der Universitt einst waren:
Zumeist nicht gerade heraus, ausschweifend und selten auf den Punkt bringend.

Doch gerade diese Methode hatte bei den Studenten einst die Eigeninitivative und den Forscherdrang gefrdert und letztlich hatten alle in Hartdegens Studienkursen mit Bestnoten abgeschlossen.
Auch wenn die Art und Weise, wie Hartdegen seine Vorlesungen abgehalten hatte, einen manchmal zur Verzweifelung gebracht hatten.

Ich bin nicht auf Wunsch der Universitt zu ihnen gekommen, sondern auf Bitten der deutschen Regierung., erklrte Hartdegen schlielich.

David wurde misstrauisch.
Was will die Regierung denn von mir?

Er war nicht unbedingt ein Freund der Bundesregierung.
David hatte nie einen groen Hehl daraus gemacht, das sein Patriotismus einzig und allein seiner wahren Heimat Hamburg gehrte.

Deutsche Angelegenheiten interessierten ihn wenig.

Es ist nicht ganz einfach, zu erklren, worum es geht, David.
Alexander erhob sich und ging einige Schritte auf dem Balkon.

Der Professor hatte ihn eigentlich nie mit Vornamen angespochen, kam es David pltzlich in den Sinn.
Was verbag sich wirklich hinter Alexander Hartdegens Besuch.

Geht es um das Angebot, welches mir gemacht wurde?, hakte David nach. Um was geht es da eigentlich in der Antarktis?

Das war auch schon das einzige, was David ber das Angebot der Regierung wusste.
Mglicherweise ein Posten in der Neumayer-Station.

Gereizt hatte ihn der siebte Kontinent schon lnger.
Aber er war Archologe, kein Klimatologe.

Was sollte er also dort?

Nun sagen sie blo, sie haben unter dem Eis die berreste von Platons Atlantis gefunden?

Eigentlich eine geradezu lcherliche Vorstellung.
Das groe Atlantis trieb Jahrzehntelang vom Mittelmeer durch den Atlantik und versank schlielich im Ozean vor der Kste Antarktikas.

Jules Verne wre selbst so etwas absurdes nicht eingefallen.
Professor Hartdegens Miene wurde etwas ernster.
Was ich ihnen jetzt sage, muss in jedem Falle unter uns bleiben!, erklrte er.
Um was geht es hier eigentlich, Professor?

Also schn. Erinnern Sie sich an das vorletzte Semester ihres Studiums?
Klar., entgegnete David, Es ging hauptschlich um Platons verlorenen Dialog, den Hermocrates.

Genau so ist es. Vor fnf Jahren hat ein Forscherteam ihn entdeckt!

Das war ein Witz. Hartdegen wollte ihn veralbern.

David schttelte den Kopf:

Der Hermocrates ist eine Legende. Das hatten Sie uns doch damals erklrt.
Kein Forscher hat jemals einen Beweis fr seine Existenz gefunden, geschweige denn, den Dialog selbst.

Nun ja, es geht in dieser Angelegenheit auch nicht um den Dialog selbst., fuhr Hartdegen fort. Sondern um die verlorene Stadt.
Sagen sie blo, sie sind unter die Taucher gegangen.?
Nein, das weniger.

Alexander nahm wieder Platz.
Atlantis ist mehr als eine Geschchte, die Platon sich ausgedacht hat.
Es existiert wirklich? fragte David.

Das wre eine gigantische Sensation.
Wenn diese Stadt tatschlich noch existierte, das wre der grte Fund seit Entdeckung der Pyramiden.

Ja. Allerdings nicht hier auf der Erde.
Was soll das nun wieder bedeuten?

Die Atlanter, also die Bewohner der Stadt, waren weitaus Fortgeschrittener, als sie und ich uns je trumen wrden. Sie haben nicht nur die groartige Stadt gebaut, sondern noch weitaus beeindruckendere Dinge.

Zum Beispiel?
Ist Ihnen der Begriff Einstein-Rosen-Brcke bekannt?, fragte Alexander.
Ja, allerdings eher unter der Bezeichnung Wurmloch. Das gibts fters in Science-Fiction Serien.

Die Bewohner von Atlantis, man nennt sie auch Antiker, waren in der Lage knstliche Wurmlcher zu konstruieren, um damit ferne Planeten zu besuchen. Sie bauten vor Jahrtausenden ein ganzes Netzwerk davon in der Milchstrae.

Ein Netzwerk von knstlichen Wurmlchern., folgerte David.
Genau.
Das klingt ziemlich fantastisch, aber nicht sehr glaubwrdig, Professor.

Ich weis., fuhr Alexander fort. Aber es ist wahr. Vor meheren Jahren hat ein Forschungsteam in Gizeh eines entdeckt und mittlerweile hat ein internationales Team viele Planeten besucht und erforscht.

Und Sie sind Teil dieses Projektes?
Na ja, nicht so ganz., gab Hartdegen zu.
Da war Sie wieder.
Diese typische Art des Professors, keine wirklichen Antworten zu geben, sondern nur Hinweise auf den Weg zur richtigen Antwort.

David musste zwangsweise Lcheln, als ihm diese Tatsache wieder bewusst wurde.
Sie glauben mir nicht?
Wie soll ich es sagen., erklrte David. Unglcklicherweise sind all Ihre Antworten Erwiderungen, doch nicht alle Erwiderungen sind Antworten.

Alexander stellte die Tasse wieder ab.
Es ist nicht ganz einfach., erklrte er. Offiziell kann ich Ihnen keine wirklichen Informationen geben; die Geheimhaltung, sie verstehen sicher. Doch ich denke, sie knnen mit ihren Fhigkeiten und dem Wissen ber Archologie zu dieser Mission etwas wirklich Wichtiges, wenn nicht sogar Einzigartiges beitragen.

Sie haben mir immer noch nicht gesagt, was das Ziel dieser Reise ist., hakte David nach.

Er konnte dem Professor ansehen, dass er berlegte, welche Informationen er zu diesem Zeitpunkt seinem ehemaligen Schler preisgeben knnte und welche nicht.
Es musste dabei um etwas wirklich, wirklich Groes gehen.

Eigentlich kann ich Ihnen diese Informationen nur geben, wenn Sie der Teilnahme an dieser Expedition fest zugesagt haben, doch ich frchte, anders kann ich Sie nicht berzeugen., begann er.
Davids Neugierde war jetzt natrlich geweckt.
Interessiert rutschte er auf seinem Sessel ein Stck nach vorn und sttzte sein Kinn auf einer Hand ab.

Was war an dieser Expedition so besonders, dass es so eine Geheimhaltung gab?
Vor wenigen Jahren wurde ein internationales Gremium gegrndet, welches sich mit der Weltraumforschung befasst; allerdings auf sehr unkonventionelle Weise., erklrte Alexander. Vor etwa achtzig Jahren hatten deutsche Forscher in Gizeh eine Entdeckung gemacht, ein metallischen Ring. Dieser wurde im Zuge des Zweiten Weltkrieges nach Amerika gebracht, damit er vor den Nazis sicher war. In den neunziger Jahren nahm sich das US-Militr dieser Technologie an und mit Hilfe einiger Wissenschaftler fand man heraus, dass dieser Ring weit mehr war als irgendeine Konstruktion der alten gypter.

Jetzt wurde es interessant.

Tatschlich handelt sich dabei um ein hochentwickeltes Technisches Gert, welches in der Lage ist, knstliche Wurmlcher zu erzeugen. Eine uralte Zivilisation hat einst eine riesige Menge davon erschaffen und sie auf dutzenden Planeten in der Milchstrae verteilt, um Kolonisation, Handel und Forschung zu betreiben. Man nennt diese Tore Stargates.

Das klingt unglaublich, Professor., warf David ein. Aber was hat das mit Atlantis zu tun?
Eigentlich ganz einfach,, fuhr Alexander fort. Diesselben Menschen, die diese Stargates gebaut haben, haben auch das Atlantis gebaut und bewohnt, das Platon erwhnt hat.

Das war wirklich eine fast unglaubliche Geschichte.
David war noch immer nicht vllig von den Erklrungen berzeugt, aber wer knnte sich solch eine fantastische Geschichte ausdenken?

Was passierte mit den Bewohnern und vor Allem, mit der Stadt?
Genau wissen wir das nicht. Wahrscheinlich verlieen die Bewohner, wir nennen Sie Antiker, die Erde, weil sie an einer unbekannten Seuche litten, um an einem anderen Ort einen Neuanfang zu wagen.

Sie meinen, sie haben die Stadt kurzerhand eingepackt und sind dann mit einem riesigen Raumschiff davon geflogen?
Eigentlich...- Alexander legte eine dramaturgische Pause ein, war die Stadt selbst das Raumschiff.

Eine fliegende Stadt?
Das Ganze wurde immer utopischer.

So ist es. Die Antiker verlieen unsere Galaxie und lieen sich in einer Anderen nieder, um dort zu berleben.
Andromeda?
Pegasus. Eine kleine Galaxie in der Lokalen Gruppe. Mehere Millionen Lichtjahre von der Milchstrae entfernt.

Seit vier Jahren befindet sich ein internationales Forscherteam unter Aufsicht einer internationalen Organisation in der Stadt um zu Forschen und den Verbleib der Antiker zu klren.

Und fr diese Mission wollen Sie nun mich anwerben?, fragte David.
Es wre toll, wenn Sie sich anschlieen wrden., stellte Alexander klar.
Aber sie sollten wissen, dass die Arbeit dort leider auch uerst gefhrlich ist.

Fiese Aliens?
Gelinde gesagt.

War ja irgendwie klar.
David nahm seine Brille von der Nase und rieb sich kurz die Augen.
Wie kommen Sie auf den Gedanken, dass ich fr eine solche Mission geeignet bin?

Nun ja,... Erstens: Sie haben sich als auerordentlicher Experte fr Platons Dialog erwiesen., argumentierte Alexander. Zweitens: Sie sind ein vielversprechender Archologe und Drittens: Ich kann mir kein geeignetere und vertrauenswrdigere Person fr diese Aufgabe vorstellen.

Wer ist in diese ganze Angelegenheit invoviert?
Die deutsche Regierung, die USA, Russland, China, Japan, nahezu alle Nato-Staaten und einige andere Nationen. Alle haben Wissenschaftler in die Pegasusgalaxie geschickt, um die Stadt zu erforschen.
Und sonst wei niemand von diesen Stargates, Aliens, fremden Technologien und den Antikern?
Nein.
Ich verstehe.
Ein absolut verlockendes Angebot.
Wer knnte dem schon widerstehen?

David war klar: So ein Abenteuer wrde ihm wohl nie wieder angeboten werden.
Doch war er bereit, die Erde und darberhinaus seine Heimat Hamburg vielleicht fr mehrere Jahre zu verlassen, um an einem vllig fremden Ort zu leben und arbeiten?
Das klingt wirklich uerst verlockend., meinte er schlielich. Aber sie werden sicher verstehen, wenn ich fr eine solche Entscheidung etwas Bedenkzeit bentige.
Natrlich., erwiderte Alexander. Sollten Sie sich anschlieen, buche ich Ihnen einen Flug in die USA. Von dort aus, werden Sie und einige weitere Wissenschaftler dann in die Pegasusgalaxie reisen.
Hartdegen erhob sich. Offenbar hatte er noch andere Angelegenheiten, um die er sich kmmern musste.
Ich danke Ihnen fr das Angebot, Professor. Ich werde Ihnen meine Entscheidung in wenigen Tagen mitteilen.
Gut.
Die beiden Mnner gingen zur Tr.
Es hat mich sehr gefreut, Sie wiederzusehen, David.
Ganz meinerseits.




Wenige Wochen spter...

Der Flug nach Colorado war wenig ereignisreich verlaufen
. David hatte sich definitiv entschieden, sich diesem vielleicht grtem Abenteuer der Menschheitsgeschichte anzuschlieen.
Mittlerweile war er im Stargate Command Center im Cheyenne Mountain eingetroffen, nachdem er von der IOA, der internationalen Aufsichtsbehrde fr die Atlantismission, grnes Licht bekommen hatte.

Er hatte eine erste kurze Einweisung in den bisherigen Verlauf der Atlantismission erhalten die Details wrde er spter in der Pegasusgalaxie von Colonel Carter und Doktor McKay erhalten sowie seine offizielle Freigabe fr die Teilnahme an der Mission.

Sein Gepck befand sich bereits im Gateraum, zusammen mit dem der anderen Personen, die zur Verstrkung des Expeditionsperonals nach Atlantis reisen sollten.

Ein paar Marines, eine handvoll Wissenschaftler und einige Techniker.
Als David nun zum ersten Mal den Gateraum betrat, fiel sein Blick sofort auf den riesigen metallischen Ring an der Wand, zu dem eine Rampe hinauffhrte.

Das war also das Stargate.
Eine wirklich beeindruckende Konstruktion.
Und das Ding sollte ihn also per Wurmloch in eine Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie bringen.


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Auch wenn er nicht sonderlich viel von Technologien wie Wurmlchern und solchem anderen Gedhns verstand, war allein die Aussicht einer Reise durch so eine Raum-Zeit-Brcke schon faszinierend.

Die meisten Reisenden wirkten sehr zuversichtlich und strahlten eine gewisse Vorfreude aus.
Wahrscheinlich hatten sie schon Erfahrung im sogenannten Gatereisen.
Fr David sollte es das Erste mal sein.
Weg von der Erde seiner Heimat und auf in die unendlichen Weiten der Pegasusgalaxie; voller Abenteuer und Gefahren.
Was einen dort erwartete...
Nun ja, das Briefing, an dem alle teilgenommen hatten, hatte eine gewisse Vorahnung in David aufkommen lassen.
Sicher viel faszinierendes, aber auch gefhrliches.
Ganz von selbst schoss ihm ein sehr vertrauter Slogan durch den Kopf:
Fremde Welten entdecken, unbekannte Lebensformen und neue Zivilisationen.

Ja, das war alles Science-Fiction gewesen, bis vor wenigen Tagen.
Jetzt stand er ein relativ unbekannter Wissenschaftler aus Hamburg kurz davor, genau solche Abenteuer zu erleben, wie sie in der populren TV-Serie geschildert wurden, aus der dieser Slogan stammte.

Bereit zur Anwahl!
Das Kommando aus dem Kontrollraum, welches dank des Lautsprechersystems auch bis in den Gateraum drang, lie Davids Konzentration wieder dem Stargate zuwandern, dessen Innerer Ring sich mit einem metallischen Gerusch, der Wahlscheibe eines alten Telefons hnelnd, in Bewegung setzte, um Atlantis anzuwhlen.

In wenigen Minuten wrde er durch das Tor schreiten und diese fantastische Reise antreten.
Ein letztes Mal richtete David seine Brille und setzte das Basecap auf, welches er schon die ganze Zeit unter dem Arm getraten hatte.
Das sollte auf keinen Fall fehlen, wenn er aufbrach, zu dieser Mission.
Es stellte quasi eine Art Glcksbringer fr den Hanseaten dar:
Pechschwarz, auf der Vorderseite war in roten Buchstaben die Bezeichnung NX-01 eingestickt worden.
Ein Merachandiseartikel aus dem Star Trek Universum.
Er liebte Science-Fiction und nun wurde er selbst Teil eines Unternehmens, welches aus der Feder eines Sci-Fi Autors stammen knnte:
Eine riesige, fliegende Stadt, Raumschiffe, knstliche Wurmlcher... und Aliens.
Das letzte Symbol der Whlscheibe rastete ein und im nchsten Moment raste eine riesige Wasserfontne durch den Raum auf die Gruppe zu, zu der David gehrte. Der Effekt dauerte nur Sekunden, dann stabilisierte sich der Vortex zu einer flachen Scheibe im Zentrum des Gates, wo es, einem See hnelnd, leise vor sich hinwaberte.
Wirklich beeindruckend., meinte David zu einem anderen Kollegen, der mit gepackten Taschen neben ihm stand.
Kann man wohl sagen.
Leute ihr habt Freigabe zum Durchgang., meldete der leitende Techniker aus dem Kontrollraum.
Whrend die ersten Personen die mitzunehmenden Gertschaften schulterden und begannen, die Rampe hinaufzusteigen, blickte David sich ein letztes mal um.

Das Stargate Center war schon sehr beeindruckend, doch sicher wrde Atlantis das alles noch um lngen toppen.
Sein Blick wanderte durch die im Gateraum stehenden Soldaten und die npch brigebliebenden Forscher, die das Gate noch nicht passiert hatten.

Doch dann blieb sein Blick an einem vertrauten Gesicht hngen:
Direkt an der schweren Stahltr, welche den Gateraum vom Rest der Basis des Cheyenne Mountains abschottete wohl eine Sicherheitsmanahme stand Professor Hartdegen.

David machte langsam auf der Rampe kehrt und ging auf Alexander zu:
Professor, was machen Sie hier?
Ich wollte mich verabschieden und Ihnen viel Erfolg wnschen, David. erklrte Alexander mit einem leichten Anflug von Stolz in der Stimme.
Danke.

Ein paar Sekunden herrschte Stille, bevor David sich berlegte, wie er sich verabschieden sollte:
Ich wnschte, sie wrden mitkommen.

Alexander blickte auf das Stargate dessen wasserartiges Zentrum immer noch leise vor sich hin waberte.
Ich habe leider einige Dinge fr das IOA zu erledigen. erklrte er. Aber sobald es eine gelegenheit gibt, werde ich Atlantis und Sie besuchen.
Das freut mich.

Es wird sicher viel fr Sie zu tun und zu erforschen geben, David. meinte Alexander. Ich bin sicher, es wird ereignisreich.
Danke fr das Angebot, Professor.
Ich knnte mir niemand qualifizierteren fr den archologischen Bereich vorstellen., sagte Alexander mit aufmunternden Worten.

Ja, also dann.
David schickte sich an, die letzten Schritte der Rampe zurckzulegen.

Ach, das htte ich ja fast vergessen.
Alexander begann in seiner Tasche zu kramen.
Ich habe hier etwas fr sie. er streckte seinem ehemaligen Studenten die Hand entgegen.

David erkannte darin eine kleine rote Flagge.
Es handelte sich um einen Flaggenpatch, der die Hamburgische Landesflagge zeigte.
Falls ihnen die Heimat mal sehr fern scheint, finden sie in der Flagge vielleicht die ntige Kraft.

Ein sehr schnes Abschiedsgeschenk

Hartdegen war immer etwas beeindruckt gewesen von Davids Patriotismus fr seine Heimatstadt Hamburg.
Er selbst fhlte sich auch nicht besonders wohl damit, die deutsche Flagge auf seiner Jacke zu tragen.
Irgendwie hatte er sich mit Schwarz-Rot-Gold noch nie identifizieren knnen.

Das ist ein tolles Abschiedsgeschenk, Professor. David nahm die mit Klettverschluss befestigte Flagge von der Schulter ab und tauschte sie gegen die Flagge seiner Heimatstadt.

Vielen Dank.

Viel Erfolg, David. Ich weis, Sie werden in Atlantis sicher viel zu tun haben. Vertrauen Sie auf ihre Kenntnisse, ihre Fhigkeiten und ihren immerwhrenden Wissensdurst.

Auf Wiedersehen, Alexander.

David schulterte seine beiden Taschen und ging auf das Stargate zu.
Kurz vor dem Ereignishorizont blieb er stehen und betrachtete die wasserartige Substanz noch einmal aus der Nhe.
Sah nicht anders aus als herkmmliches Wasser.
Als David das Tor durchschritt und sein Krper sich in subatomare Partikel auflste, um dann am anderen Ende des Wurmlochs wieder zusammengesetzt zu werden Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt war ihm klar, dass er die richtige Entscheidung getroffen hatte.

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