Pfeilhagel by Jadda
Summary: Das Team erforscht einen fremden Planeten und gerät in die Wirren eines blutigen Bürgerkrieges.
Categories: Stargate SG-1 Characters: Jack O’Neill (SG-1), Jonas Quinn, Samantha Carter (SG-1), Teal’c (SG-1)
Genre: Action, Drama, Friendship, General
Challenges: Keine
Series: Keine
Chapters: 1 Completed: Ja Word count: 3363 Read: 2001 Published: 13.01.12 Updated: 13.01.12

1. Kapitel 1 by Jadda

Kapitel 1 by Jadda
Author's Notes:
Anmerkung: Zunächst ein Danke an meine Beta Jolinar_Jackson.
Pfeilhagel


Sam wischte sich den Schwei von der Stirn, sie waren nun seit Stunden unterwegs und hatten keinen Schutz vor der Sonne. Nur die Schatten der hlzernen Gitterstbe unterbrachen die sengenden Sonnenstrahlen und warfen ein unruhiges Licht auf ihre Gesichter. Jonas stand vorne an den Gitterstben und blickte in die Fahrtrichtung des Gefngniswagens.

Der unkomfortable und grob zusammengezimmerte Holzkfig wurde von zwei Pferden gezogen und sie waren jetzt bereits seit Stunden in der sengenden Sonne unterwegs. Die Truppen der Holay hatten sie gefangen genommen und alle Hinweise darauf, dass sie in friedlicher Mission unterwegs waren, schienen nicht zu fruchten. Die Holay befanden sich im Krieg und hielten sie fr Spione der Vaday.

Sam hatte noch immer nicht begriffen, worum es in diesem Krieg eigentlich ging. Jack hatte geflucht und die Leute angeschrieen, aber die Holay waren dermaen paranoid, so etwas hatte Sam noch nicht erlebt. Fr die Holay stand fest, dass SG-1 einen Anschlag auf ihren Herrscher geplant hatten und nun sollten sie zum Hauptlager gebracht werden, um dort hingerichtet zu werden.

Man hatte ihnen die Waffen und Ausrstung abgenommen und in diesen fahrbaren hlzernen Kfig gesperrt. Diese Kultur war mehr als rckstndig und normalerweise htten sie einen Ausbruchsversuch gestartet. Doch ihr Wagen befand sich in mitten einer Kompanie schwer bewaffneter Soldaten. Ihr Anfhrer ritt auf einem Pferd seinen Futruppen voran.

Die Soldaten waren mit Schwertern, Speeren und Armbrsten bewaffnet und trugen Kleidung, die Sam an Bilder von Wikingerhorden erinnerte. Jack stand an der Rckseite des Kfigs, whrend Tealc und Sam in der Mitte auf dem Boden saen. Im Grunde warteten sie alle auf eine Gelegenheit zur Flucht. Hammond wrde sie vorerst nicht vermissen und so mussten sie sich selbst helfen.

Was glaubt ihr, wie lange das noch geht? Jonas hielt sich an einer der Holzgitterstbe fest und streckte sich. Seine Muskeln waren vermutlich vom langen Sitzen auf dem harten Boden in der letzten Nacht verspannt. Ich meine, warum mssen die uns ber den halben Planeten schleifen, um uns hinzurichten? Das knnten die doch auch einfacher haben?

Vielleicht stehen sie darauf, ihre Feinde gut durch serviert zu bekommen. Jack wischte sich den Schwei von der Stirn. Sam hob den Arm und wischte sich ebenfalls den Schwei aus dem Gesicht. Sie alle waren angespannt, die Ruckelei des groben Wagens zerrte an ihren Nerven.

Ein Aufschrei aus den Reihen der Soldaten erregte ihre Aufmerksamkeit. Neben ihrem Wagen sank einer der Soldaten von einem Pfeil getroffen in sich zusammen. Sam war alarmiert und auch Tealcs Krper reagierte angespannt und gewarnt.

Sam sah sich um, sie hatte schon lange nicht mehr auf die Landschaft geachtet und stellte nun fest, dass sie eine tiefe Talsenke durchquerten. Die Soldaten, Sam schtzte sie auf ungefhr hundert, standen dicht gedrngt und marschierten nur langsam. Der ideale Ort fr eine Falle.

Ein Gerusch irritierte Sam und sie konnte es nicht zuordnen. Es war wie ein Sirren, das immer lauter und lauter wurde.

Arrrgh!!!

Sam ruckte herum und sah Jonas, der sich vor Schmerz krmmte. Zuerst konnte Sam nicht erkennen, was passiert war und wurde durch unzhlige Schmerzensschreie, die um ihr Gefngnis ertnten, abgelenkt.

Tealc sprang auf und sttzte den jungen Kelowianer. Nun sah auch Sam den Pfeil, der seine Hand von auen an die Gitterstbe nagelte. Um sie herum brach ein Chaos aus Schmerzensschreien und dem unwirtlichen Gerusch heransurrender Pfeile aus. Sam sah wie Tealc Jonas aus seiner misslichen Lage befreite, als ein weiterer Pfeil den jungen Mann am gleichen Arm traf und in ihre Richtung schleuderte.

Pfeile surrten an ihr vorbei oder blieben in den Holzstreben stecken. Sie hatten hier berhaupt keine Deckung und der Pfeilhagel schien nicht enden zu wollen. Tealc griff schtzend nach Jonas und versuchte ihn zu Boden zu drcken, als er selber zusammenzuckte und mit Jonas fiel. Sam sah, dass einer der Pfeile den Jaffa in der Seite getroffen hatte.

Sam war reglerecht paralysiert von all den Schreien und Sthnen um sie herum. Es war unbeschreiblich und Sam kauerte sich schtzend in die hintere Ecke des Kfigs. Sie sprte einen Arm, der sich um sie legte und wurde Jack gewahr, der wie sie versuchte, den Pfeilen so wenig Angriffsflche wie mglich zu bieten.

berall schlugen Pfeile ein und Sam hielt sich die Arme vor das Gesicht. Sie sprte einen schneidenden Schmerz an ihrem Oberarm. Jack hielt weiterhin schtzend den Arm um sie, als er pltzlich erschlaffte. In Sam herrschte Panik, sie wrde die nchste sein, sie alle wrden hier nicht mehr herauskommen.

Dieser Angriff war so berraschend gekommen, hatte sie berrollt wie eine Welle und Sam hrte nur Schreie und Surren und genauso schnell wie es begonnen hatte, war es vorbei. Das Sirren hrte auf, das Sthnen und Schreien nicht.

Sam lie die Arme sinken und sah sich um. Die meisten Soldaten jenseits der Gitterstbe lagen am Boden, die anderen suchten ihr Heil in der Flucht. Sams Verstand rotierte und sie versuchte, ihre Sinne wieder zusammen zu bekommen. Sie musste ihren Freunden helfen. Sie war Soldatin und sie musste sich wie eine solche verhalten. Sam berprfte kurz die leicht blutende Streifschusswunde an ihrem linken Oberarm und drehte sich dann zu ihrem Vorgesetzten um, der neben ihr am Boden hockte und sich nicht rhrte.

Sir! Sie lehnte den zusammengesunkenen Jack an die rckwrtige Wand. Ein Peil steckte tief in seiner Schulter, viel zu nahe an seinem Herzen und der Colonel reagierte nicht. Sam berprfte seinen Puls. Beruhigt sprte sie das regelmige Pochen unter der Haut.

Sam wandte den Kopf nach vorne und befrchtete das schlimmste, nachdem sie zuvor Jonas und Tealc hatte fallen sehen. Jonas lehnte an der Seite der Gitterstbe und hielt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht den linken Arm. Sam stockte der Atmen, als sie einen Pfeil in seiner Hand und einen weiteren in seinem Arm sah. Der zweite Pfeil hatte den Arm regelrecht lngs durchbohrt nach dem er unterhalb des Ellbogens eingedrungen und erst im Oberarm wieder ausgetreten war.

Jonas schien ihren Blick zu spren und sah zu ihre herber. Ohne ein Wort zu sagen wanderte sein Blick zu Tealc der, neben ihm am Boden lag und sich die Seite hielt. Der Pfeil hatte ihn unterhalb des Rippenbogens durchstoen und ragte an seinem Rcken wieder heraus.

In Sam drohte die Panik wieder Oberhand zu gewinnen, doch das durfte sie nicht erlauben, ihre Freunde brauchte ihre Hilfe. Jonas Verletzungen waren nicht lebensbedrohlich und Tealc schien ihren Blick zu bemerken.

Sorge dich um ONeill, mein Symbiont wird das schaffen, aber es wird dauern. Tealc schien das mit letzter Kraft gesagt zu haben und schloss kurz die Augen. Doch dann ffnete er sie wieder. Aber du musst den Pfeil heraus ziehen.

Ja.. klar! Sam warf noch kurz einen Blick auf Jack und vergewisserte sich, dass sie ihn kurz allein lassen konnte. Whrend sie nach vorn kroch, sah sie hinaus. Die meisten Verletzten riefen um Hilfe, die nicht kam, denn alle Soldaten, die es noch konnten, hatten die Flucht ergriffen. Von den Angreifern fehlte jede Spur. Doch damit konnte sie sich jetzt nicht abgeben, hier zhlte jetzt nur das Leben ihres Teams und das erforderte ihre ganze Kraft.

Sie setzte sich seitlich des Jaffa und besah sich die Wunde. Sie sah sich nach einem Hilfsmittel um, mit dem sie die Pfeilspitze kappen konnte. Ein am Boden liegender Pfeil kam ihr gerade recht. Sie legte beide Hnde an den Schaft, der in Tealcs Seite steckte.

Das wird jetzt weh tun! Sam brach den Pfeil durch, Tealc zuckte zusammen und sthnte leicht. Mit der anderen Pfeilspitze bearbeitete sie die Bruchstelle, damit keine Splitter stecken blieben. Ich zhle bis drei.

Sam setzte sich zurecht, sie musste ihn in einem Rutsch herausziehen. eins zwei drei! Mit einem Ruck zog sie, Tealc sthnte auf und erschlaffte unter ihren Hnden. Sie lies den blutgetrnkten Pfeil sinken und starrte auf die nun stark blutende Wunde. Sie brauchte etwas zum Verbinden, einen solchen Blutverlust wrde selbst der Symbiont nicht kurieren knnen.

Hier! Sam sah zu der Hand, die ihr ein Verbandspckchen und ein Tuch reichte. Jonas musste das Verbandmaterial in seinen Taschen gehabt haben, die Soldaten hatten ihnen Gott sei Dank nicht alles abgenommen. Jonas lchelte geqult. Er musste sehr starke Schmerzen haben, sie wrde sich auch um seine Verletzungen kmmern mssen.

Danke. Sam riss das Tuch entzwei, stopfte die beiden Teile in die Wunden und legte dann den Verband an. Mehr konnte sie nicht tun, den Rest musste Junior erledigen. Nach getaner Arbeit verharrte sie und sah zu Jonas hinber.

Hinter dem jungen Mann erkannte sie Reiter herankommen. Ein Seitenblick zum Colonel berzeugte sie davon, dass er noch immer atmete und berrascht stellte sie fest, dass er sogar die Augen geffnet hatte und ebenfalls zu den Reitern herber starrte.

Sir? Sam war erleichtert ihn bei Bewusstsein zu sehen. Wie fhlen sie sich?

Wie am Spie. Was ist mit Tealc?

Das liegt jetzt in der Macht des Symbionten.

Kmmern Sie sich um Jonas.

Aber Sir, ich sollte erst Ihr...

Das ist ein Befehl! Sam sah zwischen Jonas und Jack hin und her. Sie war zwar anderer Meinung, aber der Blick in das schmerzerfllte Gesicht des jungen Mannes berzeugte sie. Mit den Pfeilen im Arm war er im Notfall zu stark gehandicapt, jede Bewegung wrde schmerzen.

Sam nestelte an ihrer Westentasche und zog einen Injektor mit einem starken Schmerzmittel heraus. Auch die waren den Wachen entgangen. Sie hockte sich an Jonas Seite, der noch immer an den Gitterstben lehnte. Geschrei wurde auerhalb laut, als die Angreifer durch die Reihen ihrer Opfer strichen und allen Verletzten den Gnadenstoss gaben. Sam hoffte, dass ihre Bemhungen hier nicht umsonst waren. Mit einem Auge behielt sie die Angreifer im Auge, whrend sie Jonas die Injektion in den rechten Arm drckte.

Es wird gleich wirken. Sam wusste, dass die Entfernung der Pfeile nicht leicht sein wrde und sah skeptisch zu ihrem Patienten.

Ist schon in Ordnung, Sam, die Schmerzen lassen schon nach. Jonas lchelte sie an und Sam war fasziniert, dass er sein charmantes Lcheln sogar in einer solchen Situation auf den Lippen hatte. Es tuschte sie aber nicht ber die Realitt hinweg. Jonas, ich befrchte, das wird nicht lange so bleiben.

Bitte. Fang an. Sam griff an den Pfeil, der seine Hand durchbohrt hatte.

Hast du noch mehr Verbandsmaterial?

Ja, in der Hosentasche! Jonas nickte in Richtung seines linken Beines. Es war ihm unmglich selbst daran zu kommen. Allein der Versuch lie ihn aufsthnen.

Leg dich besser hin, Jonas. Sie erhielt keinen Wiederspruch und so lie er sich langsam und vorsichtig auf die rechte Seite sinken. Sam warf wieder einen nervsen Blick hinaus. Die Reiter, vermutlich Angehrige der Vaday, schienen mit ihrer blutigen Arbeit fertig zu sein und ein einzelner nherte sich langsam ihrem Gefngnis. Als er ihren Blick wahrnahm, hielt er inne und starrte sie stumm an.

Sam konzentrierte sich wieder auf ihre Arbeit. Der Pfeil hatte viel Schaden an der Hand hinterlassen. Auch ohne Arztdiplom konnte sie durchschlagene Knochen und Sehnen diagnostizieren, sie wrde die Hand und vermutlich auch den Arm schienen mssen.

Ein Blick zu dem fremden Reiter zeigte ihr, dass er sie noch immer beobachtete. Sam umfasste vorsichtig den Schaft und brach die Spitze des ersten Pfeils ab. Jonas sthnte auf, doch sie konnte noch so vorsichtig arbeiten, die Schmerzen waren unvermeidlich. Sie hoffte, dass das Schmerzmittel dem etwas die Spitze nahm.

Mit einem Ruck zog sie den Pfeil heraus. Kaum war der Fremdkrper entfernt, floss das Blut aus der Wunde und Sam beeilte sich einen stabilen Druckverband anzulegen. Sie nutzte den zerbrochenen Pfeil, um die Hand zumindest provisorisch zu fixieren. Jonas hatte whrenddessen kaum einen Ton von sich gegeben, aber er zitterte am ganzen Leib und Sam vermutete einen leichten Schock, der sich nun nach und nach bemerkbar machte.

Jonas Augen waren auf seinen blutenden Arm fixiert. Hey, Jonas. Janet kriegt das nachher schon wieder hin. Du musst nur durchhalten. Ich nehme mir jetzt den anderen Pfeil vor, okay?

Jonas versuchte, das Zittern zu unterdrcken und nickte. Fang einfach an!

Das sagte Jonas so einfach! Der Pfeil hatte sich unterhalb des Ellbogens lngs durch den Arm gebohrt und war im Oberarm an der Innenseite wieder ausgetreten. Sam wollte sich gar nicht vorstellen, welchen Schaden er im Innern angerichtet hatte.

Jonas Arm war durch den Pfeil leicht angewinkelt und verdreht, Sam wusste gar nicht, wo sie ansetzen sollte. Sie brach zunchst wieder die Spitze ab und wischte sich den Schwei aus der Stirn. Jonas fixierte sie mit seinen Augen. Sam lchelte und mit einem starken Ruck, zog sie den Fremdkrper aus der Wunde.

Der Schmerz schien in Jonas zu explodieren und er schrie ihn hinaus, nur um dann von der Bewusstlosigkeit erlst zu werden. Sam sah zu dem Reiter auf, doch der starrte sie weiter reglos an.

Sam fragte sich, was das alles sollte, whrend sie die Wunde verband und aus ihrem Hemd eine Armbinde zusammenknotete. Warum waren sie angegriffen worden? Warum verharrte ihr Anfhrer und fr nichts anderes hielt sie den Mann in dieser Regungslosigkeit. Sam war sich sicher, einen Vaday vor sich zu haben und dank der Grausamkeit dieses Angriffes erwartete sie nichts Gutes von diesem Volk.

Sam prfte noch einmal Jonas Puls und kontrollierte auch noch den von Tealc! Sie sah sich zu ihrem Vorgesetzten um, der das Bewusstsein ebenfalls wieder verloren hatte. Vielleicht war das auch besser so und sie bereitete sich innerlich auf die Entfernung eines vierten Pfeiles vor.

Pltzlich nahm sie Bewegung war. Ein Mann trat an den Reiter und sprach zu ihm, whrend er gleichzeitig auf den Gefngniskfig deutete. Sam konnte nichts verstehen, aber der Reiter nickte stumm. Dann wandte er sich um und gab seinen Mnnern Anordnungen.

Einige der Mnner machten den Weg fr den Wagen frei, zwei weitere spannten den Wagen ab, da die Zugpferde ebenfalls ein Opfer ihres Pfeilhagels geworden waren. Sam ruckte berrascht den Kopf herum, als einer der Mnner Wasserflaschen durch die Stbe schob. Sie hatten seit Stunden trotz Hitze keine Getrnke bekommen und Sam griff dankbar zu. Als sie die Wasserflasche zum Mund fhrte, fiel ihr Blick auf ihre blutverschmierten Hnde. Sie musste jetzt stark sein fr ihre Kameraden, die alle um sie herum lagen.

Erst jetzt lie sie ihren Gefhlen freien Lauf und das Zittern in ihren Fingern zu. Sie wusste nicht, was jetzt geschehen wrde, aber sie wrde alles tun um ihre Freunde am Leben zu erhalten, egal was es sie kosten wrde. Sie blickte zu Jack und den Pfeil, der in seiner Schulter steckte. Sie riss sich zusammen und bereite sich darauf vor, den Pfeil zu entfernen, whrend die Soldaten um sie herum eine Plane als Sonnenschutz ber den Gitterkfig warfen.

Stunden spter lehnte sie mde und erschpft an der Wand. Der Wagen schwankte und ruckelte auf seinem unebenen Weg und Sam fragte sich, wohin die Reise ging. Durch die Plane konnte sie nichts sehen und in ihrer Isolation wnschte sei sich, wenigstens einer ihres Teams wrde das Bewusstsein wieder erlangen.

Ab und an hrte sie Geschrei in fremder Sprache, ansonsten hatte keiner der Mnner das Gesprch mit ihr gesucht. Sam sah zu ihren Freunden. Jacks Zustand verschlechterte sich zusehends. Sam war es nicht gelungen, den tief steckenden Pfeil aus seiner Schulter zu ziehen.

Sam war sehr besorgt, sie hatte versucht mit den Soldaten zu reden, vielleicht hatten sie ihre Ausrstung gefunden. Zwar hatte sie gerade genug Verbandsmaterial in den Taschen ihrer Uniformen gefunden, aber leider keine Desinfektionsmittel. Es war ihre grte Sorge, dass sich die Wunden infizierten.

Tealc befand sich tiefer Meditation, um die Heilung durch seinen Symbionten zu frdern. Wenigstens um ihn brauchte Sam sich nicht all zu viel Sorgen machen, aber sie wnschte sich, ihre Sorgen mit dem Jaffa teilen zu knnen. Jonas hatte bei jeder Bodenwelle aufgesthnt. Sam hatte versucht die gebrochenen Knochen so gut wie mglich zu schienen, aber die Schmerzmittelinjektion hatte bestimmt keine Wirkung mehr, zuviel Zeit war vergangen.

Pltzlich begannen Jonas Lider zu flattern und er schlug die Augen auf. Sam?

Ich bin hier, Jonas. Sie rutschte an seine Seite.

Was ist passiert, wohin fahren wir? Dabei sah er auf seinen Arm herunter und schien erleichtert festzustellen, dass beide Pfeile entfernt waren.

Wir sind seit Stunden unterwegs, ich wei nur nicht wohin. Was macht der Arm?

Er schmerzt hllisch, aber wenn ich mich nicht bewege, nicht atme und nicht rede geht es eigentlich. Jonas versuchte, sein bliches Gute-Laune-Lcheln aufzusetzen, was ordentlich misslang. Jonas sah zum Colonel. Und wie geht es ihm?

Ich wre beruhigter, wenn sich Janet um ihn kmmern knnte. Um euch alle! Sam konnte nicht umhin, sich berfordert zu fhlen. Sie war keine rztin und hatte auch keine Ausrstung zur Verfgung.

Du hast dein Bestes getan.

Aber es reicht nicht. Sam versuchte erneut unter der Plane hindurch zu sehen, erkannte aber nichts. Wenn sie uns hier noch lange durch die Gegend karren, wird er es nicht schaffen.

Jonas nickte stumm vor sich hin und atmete tief durch. Sam griff zu einer der Wasserflaschen, ffnete und reichte sie ihm. Du musst etwas trinken, Jonas. Sie sah ihren fragenden Blick.

Sie scheinen um unser Wohl besorgt zu sein. Auf ihre Art. Sam wusste auch nicht was sie von all dem halten sollte. Wie es aussah, wollten diese Mnner ihnen nichts bses, eine groe Hilfe waren sie jedoch auch nicht und letztlich waren es ihre vier Pfeile, die sie aus den Wunden hatte ziehen mssen.

Pltzlich hielt der Wagen an und Rufe ertnten. Sam wnschte sich diese Sprache zu verstehen. Sie sprte Unruhe um den Wagen und unvermittelt wurde auf einer Seite die Plane hochgeschlagen. Sam kniff die Augen zusammen, da die Helligkeit in ihren Augen stach. Doch schon bald gewhnte sie sich daran und erkannte den Anfhrer der Soldaten. Dieser nickte einem davon zu und dieser ffnete den Kfig.

Sam drngte es danach zu fragen, wo sie waren, was dies alles sollte, aber irgendwie fhlte sie, dass ihr Gegenber den ersten Schritt machen musste. Du bist eine starke Frau!

Sam war erstaunt, dass der Vaday ihre Sprache kannte. In seiner Stimme erkannte sie ehrliche Anerkennung.

Ihr gehrt nicht hierher. Dies ist unser Krieg, nicht der Eure. Ihr geht jetzt!

Gehen? Wohin denn? Sam sah sich zu ihren verletzten Kameraden um. Diese Aussage war mehr als wiedersinnig.

Der Anfhrer wies mit langem Arm nach links und Sam sah irritiert um den Rand ihres Gefngnisses. Das Stargate! Die Mnner hatten sie zurck gebracht. Sam sah sich zu dem fremden Mann um und nickte ihm wissend zu. Wir danken Dir!

Sie handelte schnell und versuchte Tealc aus seiner Meditation zu wecken. Der Jaffa ffnete die Augen. Ich brauche deine Hilfe, Tealc

Wir werden gehen, du musst Jack tragen. Schaffst du das?

Der Jaffa nickte stumm. Die Soldaten machte keine Anstalten ihnen zu helfen sondern sahen nur zu, als Sam Jonas aus dem Kfig half und Richtung Stargate fhrte. Sie gab die Erdadresse ein und wartete ungeduldig auf die Verbindung. Whrend Tealc Jack durch den Ereignishorizont trug, sah sich Sam noch einmal zum Anfhrer der Vaday um. Sie nickten sich zu und dann riss er sein Pferd herum und rief einige Kommandos. Seine Truppen setzten sich unvermittelt in Bewegung. Niemand beachtete sie mehr.

Gehen wir, Sam! Jonas hatte Recht. Auf diesem Planeten hatten sie nichts zu suchen und so half sie Jonas in Richtung des Gates.

2006 Jadda
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