Ausklang zu Seelenwanderung by Turmwache
Summary: Schließt da an, wo die Episode endet. Daniel erfährt, was Machello in der Stadt tat, und dass dieser die Funktion seiner Kreditkarte entdeckte.
Categories: Stargate SG-1 Characters: Daniel Jackson (SG-1), Multi-Chara, Other Character
Genre: General, post-Epi
Challenges: Keine
Series: Keine
Chapters: 2 Completed: Ja Word count: 1616 Read: 5804 Published: 13.12.11 Updated: 13.12.11

1. Kapitel 1 by Turmwache

2. Kapitel 2 by Turmwache

Kapitel 1 by Turmwache
Ausklang zu Seelenwanderung


"Ich kann nicht sagen, dass ich wirklich verstehe, was passiert ist." sprach Daniel, und sah sich flchtig in dem kleinen Raum um.

"Das kann niemand. Keine Sorge." antwortete Jack prompt.

General Hammond lie den Blick von einem zum nchsten Schweifen. "Mir wre wohler, wenn sie sich von Dr. Fraiser untersuchen lassen." Er fing Jacks Blick auf und redete schnell weiter: "Sie auch, Colonel. Ich mchte sichergehen, dass jeder der ist, der ich glaube, dass sie sind. Und jetzt weggetreten."

Ironischerweise erwiderte ONeill ihm mit Schweigen und einem hochgezogenen rechten Augenlid. Sam fhlte sich jedenfalls strker an den Jaffa erinnert, als an Colonel Jack ONeill.

"Sir?" fragte sie.

Jack hrte auf zu tun, als wre er immer noch Tealc.

"Schon gut, Carter. Ich bin ganz ich. Sogar irgendwie mehr als sonst; das Kelnoreem hat mir gut getan." Sein Mund verzog sich auf ONeill- typische Art. Sam lchelte beruhigt.

Jetzt meldete sich Tealc: "Mein Symbiont ist angetan von dir, ONeill. Er sprte, dass du ein Kmpfer bist."

Jack senkte den Kopf, und deutete ein Lcheln an.

Daniel lauschte stumm der Unterhaltung.

General Hammond wandte sich um, hielt jedoch mitten in der Bewegung inne. "Dr. Jackson, Sie sollten wissen, dass sich Machello von ihrer Kreditkarte bedient hat."

Daniels Mund ffnete sich, doch er schwieg, den Blick auf Hammond fixiert.

"Das wre alles." Der General nickte Daniel zu, und verlie das Krankenzimmer. Von irgendwoher auf dem Gang klangen schwere Schritte, und aus einem angrenzenden Raum trat die rztin Dr. Janet Fraiser.

"Daniel?" fragte Jack, und beobachtete, wie Daniels Blick auf der Tr ruhen blieb, die General Hammond gerade verlassen hatte.

Der Archologe schloss den Mund und rang sich zu einer Reaktion durch. "Wie hat, nein, was hat Machello denn gekauft?"

Carter musste pltzlich Grinsen. Sie begann an den Fingern abzuzhlen. "Da wren zwei groe Schokoladen-Kirsch-Eisbecher mit Sahne, ein Bier, ein Wasser-" sie sah ihn aus groen Augen an, als er seine schloss. "Mchten sie wissen, was noch?"

Er riss die Augen sofort wieder auf, erstarrte.

Carter fuhr fort: "Drei mal Putenschnitzel, mindestens zehn Hamburger-"

Jack nahm ihr das Wort aus dem Mund: "Kurz gesagt, Machello muss in der Imbissstube eine Runde fr alle gezahlt haben."

"Ah, ja. Gut." sthnte Daniel. "Nein, nicht gut. Oder," er berlegte, "es sei ihm gegnnt. Immerhin, er lebt nicht mehr."

Tealc nickte.

Dr. Fraiser, welche bis jetzt stumm ihrer Unterhaltung lauschte, schaltete sich ein. "Colonel, ich kann mit ihrer Untersuchung beginnen." Der angesprochene verdrehte die Augen, lie sich aber gehorsam auf ein Bett sinken, das ein wenig abseits stand. Janet zog den Vorhang zu auf der Seite, wo Sam, Daniel und Tealc warteten. Anschlieend begann sie mit Reaktionstests.

Daniel durchsuchte inzwischen seinen Geldbeutel.

"Fehlt etwas?" fragte Sam.

"Nein", er blickte auf. "Nein, es sind nur ein paar fettige Fingerabdrcke dazugekommen."

Sie unterhielten sich leise weiter. Sam hatte groes Interesse daran, wie es sich anfhlte, als "Machello" auf dem Bett gelegen zu sein. Daniel versuchte es zu beschreiben.

Sie wurden schlielich von Jack angesprochen, der hinter dem Vorhang hervorkam, und mitteilte, dass er in der Kantine warten wrde. Tealc lie sich als nchstes untersuchen. Sam erzhlte, was sie von Machellos Ausflug in die Stadt wussten, und dass ein weiterer Mann vor Ort war, als er aufgegriffen wurde. Sie konnte Daniel nicht sagen, wie er hie.

Daniel meinte, ganz hinten im Kopf eine Art Dj-vu zu spren, wie eine Erinnerung, doch er konnte sie nicht greifen. "Das ist, als wsste ich, dass ich in der Stadt war, aber an die Einzelheiten des Ausflugs kann ich mich nicht entsinnen." versuchte er zu beschreiben. "Als wrde mir der Schlssel fehlen, mit dem ich meine eigenen Erinnerungen herauflocke." Sam sah sehr nachdenklich aus. "Nun, ich bin keine Biologin, nicht Neurowissenschaftlerin und berhaupt nicht Philosophin, aber das ist sehr interessant. Offenbar braucht es beides, sowohl den Krper, als auch die "richtige" Seele, um eine erlebte Situation in der Erinnerung nochmals zu erleben. Da es jedoch Machellos Seele war, in der Imbissstube, sind die Momente zwar in Ihnen gespeichert, doch sie knnen sie nicht ansehen."

"Sie meinen, -" er hielt inne, stockte. "Bin ich ganz ich?"

Sam musterte ihn lange. "Ja. Ich denke schon. Letztlich knnen das nur sie selbst sagen, Daniel, und ihr Selbst wird immer einem Wandel unterworfen sein. uere Umstnde, und ihre eigenen Erfahrungen werden sie weiterhin verndern - denn das sind die Dinge, die Sie formen, mich formen, uns alle formen."

Er nickte schwach.

Tealc erhob sich und verabschiedete sich zur Kantine. Carter erhob sich.

Dr. Fraiser: "Sam, dich muss ich nicht untersuchen. Du warst keinem Seelentausch unterworfen."

Sie spannte ein leeres Blatt auf ihr Klemmbrett und sagte: "Dr. Jackson, bitte." Dabei deutete sie auf den Vorhang, hinter dem das Bett stand. Carter lie sich wieder auf die Liege sinken, den Blick auf das Tuch gerichtet, hinter dem ihre Freundin Janet schnell und effektiv Daniels Reaktionen prfen wrde.

Sam hrte, wie eine Taschenlampe angeknipst wurde. Sie konnte sich richtig vorstellen, wie Daniel seine Augen zusammenkniff, weil Dr. Frasier ihm in die selbigen leuchtete.

Beilufig meldete Janet: "Ich kann bei Tealc kein Zeichen einer berstandenen Krankheit entdecken. Da Jack sich jedoch in Tealcs Krper unwohl fhlte, gehe ich davon aus, dass sich der Symbiont erst an die neue Seele gewhnen musste. - Das war es, Dr. Jackson."

Damit waren die Untersuchungen abgeschlossen. Sam nickte ihrer Freundin zu, und wnschte ihr einen schnen Feierabend. Daniel schloss sich ihr an: "Von mir auch."

"Erst einmal", erklrte Daniel auf dem Weg in die Kantine, "leiste ich mir ein gutes Hauptgericht. Dann lasse ich mir eine Aufstellung meiner Kreditkarten-Ausgaben erstellen. Sobald ich mal wieder Zuhause bin."

Carter hielt ihm die Kantinentr auf, und beide liefen auf ihre Freunde und ihren (jetzt verhltnismig) normaleren Alltag zu.


*******************

"Hey, Freund!" rief es, als Daniel ein paar Tage spter durch die Stadt spazierte. Erstaunt drehte er sich um. Wer rief ihn da so offensichtlich, und woher kam der vertraute Klang in der fremden Stimme?

Er sah sich jetzt einem brtigen Schwarzen gegenber, der lchelte. "Danke nochmals fr das Mahl, Freund." -

"Oh-" mit einiger Verzgerung kapierte Daniel. "Oh ja, das. hm, gerne geschehen." Ihm dmmerte, wer das war, auch wenn er den Namen nicht wusste. Doch als sich der andere gleich darauf verabschiedete, erkannte er, dass der Mann seinen Namen auch nicht wusste: "Mach es gut, Machello." Der Fremde hob die Hand und verschwand.


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Kapitel 2 by Turmwache

Kapitel 2



Mehrere Momente starrte Daniel Jackson die Hausecke an, hinter der sein namenloser Bekannter verschwunden war. Etwas in ihm rebellierte. Sein Verstand arbeitete die Mglichkeiten durch, aber schlielich traf er eine spontane Entscheidung: Er rannte los, hinterher. "Nicht abhauen," wollte er rufen, doch kam es ihm albern vor. Endlich erreichte er den brtigen Schwarzen, umrundete ihn, stellte sich vor ihn.

"Hey, Machello.", antwortete dieser, Verwunderung im Blick. "Vermisst du mich?"
_"Uh, nein." Daniel sammelte seine Sinne. "Ich wollte nur etwas richtig stellen."
"Ah ja?"
_"Ja - Ich heie Daniel. Daniel Jackson."

ber die Stirn des anderen zogen sich kleine Fltchen, und dessen Misstrauen spiegelte sich auch in seiner Stimme wider: "Machello ist auch ein komischer Name - ein Spitzname?"
_Hastig berlegte Daniel, ob es plausibler klang zu sagen, er hie fr kurze Zeit wirklich so, oder zu erklren, dass jemand anderer in seinem Krper gewesen ist?
"Es ist so", er brach ab, verwirrt. Schlielich gab es da auch noch die Geheimhaltungspflicht. "Ja, ein Spitzname. Er stammt von einem einem guten Freund."

Nach kurzer Pause fragte der andere: "Die Polizei hat dich laufen lassen?"
_Diesmal war Daniel gefasster. "Kaution, weit du", murmelte er.
"Noch ein guter Freund, der dich rauslste?", wollte der brtige wissen, und Daniel fiel nichts anderes ein, als zu nicken.
"War das eigentlich deine eigene Goldkarte, im Restaurant?"
_Daniel erinnerte sich an eine Karte mit Fettflecken, die er Carter gezeigt hatte, im SGC.
_Seine American Expresskarte. "Ja, das ist meine."
Sein Gegenber nickte, skeptisch. "Komm.", meinte er zgernd, und zog sachte an Daniels rmel. Als sie losliefen, klingelte etwas in Daniels Kopf. Der Name des anderen der Name lautete Frank?
Sie liefen schweigend nebeneinander, bis ihm die Tr zu einem Imbisslokal aufgehalten wurde. Er ahnte, was der andere wollte. "Oh nein, du willst, dass ich es-", eine Erinnerung kam ihm, "es auf meine Kappe nehme."
Der Brtige grinste schwach. Und er meinte: "Du erinnerst dich also an unser Gesprch. Dein Gedchtnis ist nicht so schlecht, wie ich dachte."
Daniels Miene verdsterte sich.
"Kannst du dich an meinen Namen erinnern?", wollte der andere von ihm wissen.
_"Frank", glaube ich, fgte er im Geiste an.
"Fast. Das habe ich mir gedacht. Ich heie Fred."
Daniel erwiderte nichts.

Sie setzten sich an einen Fensterplatz, und warteten auf die Bedienung. Daniel fiel eine Regung hinten im Lokal auf, dort, wo die Kche abzweigen musste. Eine Frau flsterte einer zweiten etwas zu, und diese trat mit verschmitztem Grinsen aus der Tr. Er blickte zu Fred.
_"Hier waren wir das letzte Mal, nicht?"
"Genau hier, an diesem Platz, und hier hast du auch bezahlt, als du die Runde fr alle ausgabst."
_Nun, Carter hatte ihn davon in Kenntnis gesetzt, und zuhause prfte er die
_Kreditkartenabrechnung. Es fehlten circa 160 Dollar.
"Keine Angst. Heute brauchst du nicht fr so viele zahlen."
_"Nur fr dich?"
"Nur fr mich. Ja. Und fr dich."
_"Wird das so was wie ein Date?"
Fred lachte. "Nicht doch. Nein das ist keine Verabredung.", ergnzte er ernst.
Und Daniel grinste zurck. Jetzt endlich fhlte er sich wieder richtig heimisch in seinem eigenen Krper.

Ende.

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