Die Mission by CKLizzy
Summary: Habt ihr Elizabeth schon jemals richtig ausgelassen lachen sehen? Seht ihr, ich auch nicht. Nur dass wir da wenig machen können - ganz im Gegensatz zu anderen Personen...
Categories: Stargate Atlantis Characters: Elizabeth Weir, John Sheppard, Rodney McKay
Genre: Friendship, General, Humor, Romance
Challenges: Keine
Series: Keine
Chapters: 1 Completed: Ja Word count: 3111 Read: 1911 Published: 21.11.11 Updated: 21.11.11
Story Notes:
Ich schau ja mittlerweile ne Menge NCIS und mir fiel auf, dass da doch sehr viel Humor drin steckt und eine Menge "offen" gelacht wird, d.h. wenn die Charas lachen, kommt es von Herzen oder wirkt doch zumindest so. Als ich mir dann verschiedene SGA-Szenen und -Videos ansah, fehlte mir das irgendwie ein bisschen – vor allem bei Elizabeth.

1. Kapitel 1 by CKLizzy

Kapitel 1 by CKLizzy
Die Mission

Colonel John Sheppard hatte eine Mission. Und zwar eine sehr wichtige Mission.

Leicht geduckt schlich er durch die Gnge von Atlantis, richtete sich nur dann stramm auf, wenn ihm jemand begegnete, den er dann frmlich grte, ehe er wieder seine geduckte Haltung einnahm. Niemand durfte von seinem Vorhaben erfahren, allen voran nicht die Stationskommandantin Dr. Elizabeth Weir. Lediglich eine ausgewhlte Gruppe von Personen wrde er informieren, denn er brauchte Hilfe fr seine Mission.

Ihm war bewusst, es wrde kompliziert werden, nicht nur die Durchfhrung an sich, sondern gerade die Planung, denn auf Atlantis lie sich nur uerst schwer ein Geheimnis bewahren und wenn von seinem Vorhaben die falschen Personen erfuhren... er mochte es sich gar nicht ausmalen.

Positiv denken, John, schalt er sich immer wieder, whrend er durch die Gnge huschte, noch darber grbelnd, wie er seine Absichten am besten in die Tat umsetzen konnte. Es musste auf jeden Fall geheim bleiben. Es musste geheim blieben...

Der Colonel hatte Glck. Es blieb geheim. Sogar Rodney schaffte es, zu schweigen.

"Rodney? Hey, Rodney! Sind Sie hier irgendwo?", rief John leise in eines der Labore hinein, an dessen Tr er stand.

"Hier hinten", kam es, ebenfalls nicht sehr laut, zurck.

Neugierig folge Sheppard der Stimme, bis er schlielich hinter ein groes Regal trat, hinter dem McKay bereits wartete. Erwartungsvoll schaute er den Colonel an.

"Perfekt", bemerkte dieser nur und verschwand dann wieder. Vorsichtig schlich er sich aus dem Labor hinaus und versuchte dann, sich von diesem leider etwas zentral gelegenem Raum mglichst unauffllig zu entfernen.

"John! John, warten Sie!"

Verdammt.

Das Gesicht verziehend blieb Sheppard stehen und wandte sich dann mit einem aufgesetzten zuckersen Lcheln um. In diesem Moment erreichte ihn auch Elizabeth.

"Was machen Sie denn hier? Ich dachte immer, um diesen Teil von Rodneys Reich wrden Sie einen groen Bogen machen.

"Ja... hm... meistens... also... na ja, Rodney meinte, ich sollte schnell in sein Labor kommen, er wollte mir was zeigen. Ich hab mich erst geweigert, aber er hat halt so lange genervt, dass ich dann nachgegeben habe." Tolle Story, John Sheppard, wirklich groartig.

"Und was wollte er Ihnen zeigen?"

"Uhm... also... keine Ahnung, offenbar irgendwas bei seinen Experimenten, aber das war schon vorbei, als ich ankam. Hab wohl zu lange gewartet."

Wenn Weir ihm nicht glaubte, so zeigte sie es immerhin nicht. Stattdessen ging sie, wie John fand, geschickt zu einem anderen Thema ber.

"Jetzt, da keine Missionen anstehen, mchte ich, dass sie sich ein paar Leute nehmen und die Stadt weiter auskundschaften. Das Gate wird erst in einer Woche wieder zur Verfgung stehen, wenn alle Wartungen und berprfungen der Technik abgeschlossen sind. Bis dahin haben sie genug Zeit. Nehmen Sie sich diese auch. Ich mchte mglichst alles genau katalogisiert haben."

"Ich schtze mal, das betrifft aber erst die Zeit ab bermorgen, oder?", erkundigte sich der Colonel vorsichtig und hoffnungsvoll.

"Natrlich, Ihre freien Tage bleiben Ihnen selbstverstndlich gewhrt." Mit diesen Worten und einem freundlichen Nicken verabschiedete sich Elizabeth in eines der Labore, zu dem sie offenbar unterwegs gewesen war.

John fiel ein Stein vom Herzen. Wenn ihm das Glck jetzt noch hold war und nichts mehr schief ging, dann wrde er seine Geheimmission erfllen knnen.

Von schief gehen konnte wirklich keine Rede sein. Die Feinde hielten sich brav zurck und hatten sich seit Wochen nicht mehr gezuckt. Alle Erkundungsmissionen waren mit zufriedenstellenden Ergebnissen, wenn auch vergleichsweise ereignislos vorbergegangen. Die Teams waren nur auch zwei neue Vlker getroffen, beide recht fortschrittlich und an Handelsbeziehungen interessiert.

Alles in allem lief es so gut, dass sich John fragte, wo der Haken an der Sache war. Oder aber womit er so viel Glck verdient hatte.

Endlich war er da, der Abend, den er und seine 'Komplizen' so sorgfltig und mit viel Liebe zum Detail vorbereitet hatten. Alles sollte glatt laufen, alles war unzhlige Male gebt und durchgegangen worden.

In einem groen, vorher leeren Raum standen nun aufgereiht unzhlige Sitzgelegenheiten Sthle, Bnke, Hocker und John wusste nach wie vor nicht so recht, woher sie diese alle hatten auftreiben knnen. Vor allem ohne dass jemand stutzig geworden war. Die Wnde waren geschmckt mit Stoffbahnen, einige Athosianer hatten sich daran kreativ bettigt. Gegenber des Einganges war ein fast raumbreites Podest aufgebaut worden, welches eine Bhne darstellen sollte und mit Vorhang und allem, was sonst noch dazu gehrte, gestaltet war.

Hinter dem Vorhang herrschte reges Treiben. Die letzten Vorbereitungen wurden getroffen, noch einmal kurze Absprachen, nichts sollte dem Zufall berlassen werden. Die Hinterbhne glich einem Bienenstock es war das organisierte Chaos.

Whrend sich die Beteiligten gegenseitig Mut machten und versuchten, die Nervositt zu verdrngen, fllte sich der Saal langsam. Immer mehr Bewohner von Atlantis trafen ein und nahmen ihre Pltze ein, die ihnen zuvor zugewiesen worden waren.

Elizabeth Weir war eine der letzten, die erschien. Laura Cadman persnlich fhrte sie zu ihrem Platz in der ersten Reihe.

Hinter der Bhne war mittlerweile wieder etwas Ruhe eingekehrt und einige wenige Augenpaare lugten am Vorhang vorbei. Wer noch nicht gleich mit seinem Auftritt an der Reihe war, nutzte die Zeit, wollte einen Blick nach vorne erhaschen.

John Sheppard strich zum zehnten Mal seinen Anzug glatt, in Gedanken ging er wieder und wieder seinen Text durch. Dann holte er noch einmal tief Luft und schickte ein Stogebet an wer-auch-immer-ihn-hren-wrde, bevor er durch den Vorhang trat. Als er schlielich vor dem gut gefllten Saal stand, gekleidet in seinen schwarzen Smoking, ertnte ein berraschtes Raunen.

"Ladies und Gentleman, verehrtes Publikum, heute Abend mchten wir Ihnen etwas ganz Besonderes prsentieren. Eine Gruppe von Freiwilligen hat sich zusammengefunden, um Ihnen einen unterhaltsamen Abend im leider nicht immer so... grauen Atlantis-Alltag bieten zu knnen. Ich wnsche Ihnen viel Spa!"

Damit war Johns Aufgabe als Confrencier erfllt, er verlie unter Applaus die Bhne und platzierte sich an deren Seitenrand, wo er einen guten Blick auf das Publikum, vor allem aber auf die Stationskommandantin hatte.

Die Unruhe im Saal nahm ab, wich der Spannung. Alle warteten auf das, was da kommen mochte. Schlielich erlosch das Licht des Raumes und Scheinwerfer fokussierten mit ihren Strahlen die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf die Bhne. Musik erklang, den meisten durchaus vertraute Musik. Und als die ersten Darsteller die Bhne betraten, war Weir nicht die einzige, deren Kinnlade ein Eigenleben entwickelte.

Schwanensee. Getanzt von Mnnern. Gestandenen Mnnern. In weien und rosafarbenen... nein, sie mochte gar nicht darber nachdenken. Sie schlug fr einen Moment die Hnde vors Gesicht, als sie langsam rot anlief. Und zu allem berfluss starrte John sie auch noch so erwartungsvoll an. Was sollte das alles?

Elizabeth seufzte und schttelte den Kopf. Aber sobald sie wieder nach vorne sah, berkam es sie. Ein Lachanfall. Sie wusste, er war unausweichlich, doch sollte sie sich in Anbetracht einiger doch etwas entsetzter Gesichter im Publikum nicht zusammenreien? Immerhin war sie die Kommandantin. bermtige Gefhlsausbrche vor ihren Untergebenen waren nicht gerade ideal.

Leider, so musste sie schnell feststellen, war sie nicht in der Lage, ihr Lachen dauerhaft als Husten zu tarnen. Und sptestens als McKay die Bhne in der Rolle des Rotbart betrat und wirklich alles andere als furcht- und respekteinflend wirkte, konnte sie sich nicht mehr halten. Ungehalten lachte sie laut heraus, rutschte ein Stck von ihrem Stuhl herunter, die Lachtrnen liefen ihr ber die Wangen. Um nicht alle Aufmerksamkeit auf sich zu lenken auch wenn sie ahnte, dass das ohnehin schon zu spt war , biss sie sich auf die Unterlippe und hielt sich eine Hand vor den Mund, sodass ihr Lachen in ein Glucksen berging.

Auf Johns Gesicht erschien ein zufriedenes Lcheln. Mission erfllt, dachte er bei sich, als er Elizabeth beobachtete. In ihren Augen glitzerten die Lachtrnen, ihre Wangen waren leicht gertet und ihr Haar etwas zerzaust. Sie schien wie von innen heraus zu strahlen, glcklich, ausgelassen, losgelst.

In seinen Augen war sie niemals schner als in diesem Augenblick gewesen.

Sein Lcheln verschwand. Und eine Erkenntnis traf ihn, bescherte ihm ein Kribbeln im Bauch, das sich langsam in seinem ganzen Krper ausbreitete.

Der tosende Applaus am Ende der Vorstellung sprach fr sich. Offenbar hatten John und seine Helfer doch etwas richtig gemacht. Erleichtert und guter Hoffnungen, kein faules Gemse an den Kopf zu bekommen, begaben sie sich alle zusammen noch einmal auf die Bhne, um sich unter Jubelrufen zu verbeugen.

Schlielich wies Sheppard mit Handbewegungen darauf hin, dass er noch etwas sagen wollte und es wurde wieder still im Saal.

"Wir freuen uns, dass es Ihnen offensichtlich gefallen hat", begann er und erhielt sogleich wieder Applaus und Jubel zur Antwort, sodass er seine Stimme etwas heben musste zum Fortfahren, "und wir wrden uns geehrt fhlen, wenn Sie auf unserer kleinen... After Show Party im Gateraum vorbei schauen. Vielen Dank."

John und die anderen verschwanden rasch von der Bhne, um sich umzuziehen. Lediglich Sheppard behielt seinen Anzug an, legte allerdings die Jacke ab, die ihm langsam aber sicher eindeutig zu warm wurde. Und dann machte er sich auf den Weg, schleunigst in den Torraum zu kommen mglichst vor allen anderen, denn schlielich wollte er seine Gste persnlich in Empfang nehmen.

Nach und nach trafen alle ein, versammelten und verstreuten sich im Raum. John kam nicht umhin, das Treiben der sehr zufrieden wirkenden Stationsbewohner zu beobachten. Sie genossen diesen ausnahmsweise mal lockeren, sorgenfreien Abend in vollen Zgen.

Elizabeth war eine der letzten, die eintraf. Sheppard, der nach unzhligem Hndeschtteln nun in ein Gesprch mit einem seiner Offiziere vertieft war, bemerkte sie sofort, als sie den Raum betrat und entschuldigte sich sogleich von seinem Gegenber, um die Kommandantin in Empfang zu nehmen.

"Ich hab Sie schon vermisst. Wo waren Sie denn so la...", begrte er sie, stockte jedoch, als er ihre Erscheinung wahrnahm. Seine Frage war in diesem Moment beantwortet - sie hatte sich umgezogen und trug nun ein elegant und schmal geschnittenes Kleid in sommerlichem Gelbgold, das ihr bis knapp ber die Knie reichte und ihre Schultern, abgesehen von einem Paar dnnen Trgern, gar nicht bedeckte.

"Wow", kommentierte der Colonel das, als er sie dann eingehend gemustert hatte.

"Danke", erwiderte Weir mit einem gewinnenden Lcheln, wissend, dass sie ihn und noch einige andere erfolgreich berrascht hatte.

"Kommen Sie, ich habe dafr gesorgt, dass man Ihnen einen Platz frei hlt." Geschftig ergriff er ihre Hand und zog sie hinter sich her, als er sich durch die Zuschauer am Rande der Tanzflche kmpfte.

Kurz darauf standen sie vor einem Tisch, an dem bereits Teyla, Ronon, Rodney, Beckett und Cadman saen und in eine angeregte Diskussion vertieft waren, deren Thema zu erfahren den beiden Kommandanten jedoch verwehrt blieb, denn die kleine Gruppe hielt inne, als sie Weir und Sheppard nher kommen sahen.

"Da sind Sie ja endlich!", lautete Rodneys fast schon vorwurfsvolle Begrung, "Was hat denn da so lange gedauert?"

Synchrones Kopfschtteln der anderen am Tisch Anwesenden war die Folge, das bei McKay noch mehr Unverstndnis hervorrief. Erst als Teyla mit einem Kopfnicken noch mal nachdrcklich auf Elizabeth wies, fiel auch endlich dem Wissenschaftler auf, dass 'irgendwas anders' war und nach wenigen weiteren Augenblicken hatte das selbsternannte Genie dann endlich vollends begriffen, worum es ging.

Inzwischen hatte Weir Platz genommen und Sheppard hatte sich auf den Weg gemacht, ihr einen Cocktail zu holen. Elizabeth bedankte sich mit einem Lcheln, als er ihr das Getrnk schlielich hinstellte. Danach verschwand er wieder in der Menge.

"Also, Rodney, wie hat John sie dazu gebracht, in dieser Auffhrung mitzumachen?", wollte die Stationskommandantin wissen.

"Er hat gedroht, mich an der jhrlichen Zitronenschlacht zu beteiligen."

"Rodney!"

"Er.. er hatte eben gute Argumente. Sie sollten nicht alles wissen, Elizabeth."

"Ich muss Dr. McKay Recht geben, Dr. Weir, Colonel Sheppard hat sich groe Mhe gegeben, die Planung geheim zu halten und den Grund fr all das und warum sich so viele beteiligt haben, sollte er ihnen am besten selbst sagen", schaltete sich Teyla ein, als sie sah, dass die Kommandantin bereit war, eine Diskussion mit Rodney zu beginnen.

Das Gesprch schlug daraufhin eine neutralere Richtung ein und man unterhielt sich ber alles Mgliche, was zum Alltag von Atlantis gehrte. Man scherzte und tauschte sich aus und ging irgendwann sogar dazu ber, sich Anekdoten aus frheren Tagen zu erzhlen.

Whrend sich die meisten Gste auf der Tanzflche tummelten, hielt es die Gruppe um Weir auf ihren Pltzen; sie machten nicht einmal ansatzweise Anstalten, sich zu erheben und dem frhlichen Treiben anzuschlieen.

Auch Sheppard, der noch immer umher lief und sich um das Wohl der Partygste kmmerte, bemerkte das. Und er war damit alles andere als zufrieden. Aus einiger Entfernung suchte er Blickkontakt zu Elizabeth, um ihr dann mit Mimik und Gestik zu deuten, dass sie und die anderen doch endlich das Tanzbein schwingen sollten, so wie es sich fr solch eine Party gehrte. Zu seinem Bedauern stie er auf wenig Begeisterung - das allerdings konnte und wollte er nicht auf sich sitzen lassen.

Schwungvoll wirbelte John zu Elizabeth heran und bot ihr seine Hand dar, was ihm einen irritierten Blick von der Expeditionsleiterin einbrachte. Als er ungeduldig eine lockende Bewegung mit der Hand vollfhrte, griff sie schlielich zgerlich danach. Sie hatte gerade noch Zeit, den Cocktail, den sie in ihrer Hand hielt, abzustellen, als er sie auch schon auf die Tanzflche zog. Ihren Krper presste er fest an seinen, als er sich mit ihr im Takt der Musik bewegte. Zuerst wusste sie nicht so recht was mit sich anzufangen, doch dann sah sie in sein Gesicht und konnte sich vor Lachen kaum mehr halten. Seine Augen waren geschlossen, seine Stirn in Konzentration gerunzelt und seine Lippen bewegten sich leicht zum Text des Liedes.

Elizabeths Lachen jedoch lie ihn innehalten und mit einem spitzbbischen Grinsen ffnete er die Augen.

"Es freut mich zu sehen, dass Sie Ihren Spa haben", meinte er zu ihr, laut sprechend, um die Musik zu bertnen.

"Vielen Dank fr alles, John, das war wirklich eine groartige Idee", rief sie zurck und gab ihm grinsend einen Kuss auf die Wange, was er mit einem "Oh" kommentierte.

"Gern geschehen. Sie wissen doch, fr Sie wrde ich fast alles tun."

"Fast?", hakte Weir nach. Als Antwort musste ihr dann jedoch ein gewinnendes Lcheln reichen.

"Wissen Sie, vielleicht sollten wir so was fter mal machen. Solche Abende, meine ich, diese Parties hier. Das lockert die Stimmung und bringt die Expeditionsteilnehmer noch mehr zusammen."

"Die groe Familie, hm?"

Elizabeths Mund verzog sich zu einem kleinem Schmollen.

"Ja, natrlich."

"Das heit, wir sind Eltern?", sponn John die Idee weiter, als im entscheidenden Moment die Musik ausging. Alles starrte das Kommandantenprchen an.

"Ups", kommentierte Sheppard und grinste.

"War ja so klar", war da von Rodney zu vernehmen und Weir verdrehte die Augen. Sie wusste, was nun geschehen wrde - man machte aus der unbedachten uerung ein hbsch ausgeschmcktes Gercht und dieses wrde die Bewohner von Atlantis fr einige Zeit mit Gesprchs- und Diskussionsstoff versorgen, gleichwohl der Groteil wusste, dass es eben nur ein Gercht war.

Das erste Tuscheln hatte bereits begonnen, nur unterbrochen von gelegentlichem Kichern. Als sich Elizabeth und John umsahen, begegneten ihnen berall nur schelmische Gesichtsausdrcke.

"Gut hinbekommen, Colonel", flsterte Weir ihrem Tanzpartner halb verrgert, halb amsiert zu.

"Hey, beschweren Sie sich nicht bei mir, sondern beim DJ!", verteidigte sich der Angesprochene hilflos.

"Ich wrde Ihnen und diesem kleinen, gewieften Schlitzohr in Ihnen drin auch noch zutrauen, dass sie den DJ dazu angewiesen haben. Immerhin untersteht Captain Largy Ihnen, nicht wahr?", stichelte Elizabeth weiter, wohl wissend, dass es doch sehr weit hergeholt war, was sie da sagte. Aber ob nun realistisch oder nicht, mit John konnte man sich immer wunderbar den ein oder anderen Schlagabtausch liefern.

"Und wenn ich mich nicht tuscht, dann untersteht ihnen smtliches Personal dieser Mission. Nicht wahr?" Die letzten Worte betonte John besonders, um seine Kommandantin etwas zu necken.

Diese seufzte theatralisch.

"In Ordnung, Sie haben gewonnen. Ich wollte Ihnen nun mal einen Gefallen tun und dafr sorgen, dass Sie auch mal eine Ihrer Wetten gewinnen", erklrte sie mit mitleidigem Blick und hatte groe Mhe, sich ein Grinsen zu verkneifen, als John selbiges aus dem Gesicht fiel.

Um Zeit zum Finden einer passenden Antwort zu bekommen, rief er quer durch den Torraum: "Was ist denn nun mit der Musik?", was prompt von schallendem Gelchter begrt wurde, in das das Kommandantenprchen schlielich mit einfiel. Das helle, frhliche Lachen Weirs fiel nun auch jenen auf, die es whrend des Theaterstckes nicht bemerkt hatten. Wieder wurden verwunderte ebenso wie zufriedene Blicke gewechselt, wieder kam etwas Getuschel auf, doch diesmal ging es im allgemeinen Gemurmel und unter der mittlerweile wieder spielenden Musik unter.

Als die tanzbaren Klnge endlich durch den Raum schallten, zog John Elizabeth abermals zu sich. Und das nher als zuvor; seine Lippen kamen ihrem linken Ohr gefhrlich nahe, als er ihr zuflsterte: "Ich habe bisher noch so gut wie jede meiner Wetten gewonnen." Er bemhte sich nicht einmal, den eindeutig zweideutigen Tonfall zu vermeiden. Er wusste ganz genau, dass sie seine Worte verstand so wie sie sie verstehen sollte.

Und mit einem absichernden Blick, der ihn feststellen lie, dass fr den Augenblick niemand auf sie achtete, stahl sich der Colonel einen flchtigen Kuss von den Lippen der Frau in seinen Armen.

Der entsetzte Blick, der ihn daraufhin von Elizabeth traf, lie ihn befrchten, jeden Moment eine Ohrfeige als Antwort zu erhalten. Doch stattdessen lste sie ihre Hnde von seinem Krper, nahm dafr seinen Kopf und gab ihm einen uerst innigen Kuss, den John nach anfnglicher Verwirrung ebenso intensiv erwiderte. Erst das begeisterte Applaudieren und Jubeln, das sich im Torraum ausbreitete, lie sie sich wieder trennen.

"Wow." Zu mehr war er definitiv momentan nicht in der Lage. Elizabeth schon.

"Wenn du das nchste Mal das Bedrfnis hast, mich zum Lachen bringen zu wollen, dann brauchst du, auch wenn es mir sehr schmeichelt, nicht einen derartigen Aufwand zu betreiben."

Mit diesem Worten und einem Zwinkern wandte sie sich ab und lief zurck zu ihrem Tisch.

John blieb wie festgenagelt auf der Tanzflche stehen, mit offenem Mund und zu keiner Reaktion fhig sah man von diesem frhlich-verliebten Glitzern in seinen Augen ab...

Ende.

CK, Januar 2008

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