Ich muss weg by Mella
Summary: Rodney versucht, unliebsamen Besuchern und ebenso unliebsamen Tätigkeiten so schnell wie möglich zu entkommen, doch ob das auch gut geht?
Categories: Stargate Atlantis Characters: Carson Beckett, John Sheppard, Radek Zelenka, Rodney McKay
Genre: Friendship, Humor
Challenges: Keine
Series: Keine
Chapters: 1 Completed: Ja Word count: 1536 Read: 2828 Published: 31.12.10 Updated: 31.12.10
Story Notes:
Short-Cut: Rodney versucht, unliebsamen Besuchern und ebenso unliebsamen Tätigkeiten so schnell wie möglich zu entkommen, doch ob das auch gut geht?
Spoiler: 2. Staffel
Charaktere: Beckett, McKay, Sheppard, Zelenka
Kategorie: Friendship, Humor
Rating: PG-13
Author's Note: -
Widmung: -
Disclaimer: MGM Television Entertainment
Feedback: mella68@hotmail.de

Kapitel 1 by Mella
Ich muss weg


Ein intensives Summen der Tr zu seinem Quartier lie Dr. Rodney McKay von seinem Laptop hoch zucken. Ein Blick auf seine Armbanduhr zeigte ihm, dass es schon kurz vor vier war. Verdammt. Warum musste er nur immer wieder gestrt werden? Als wre es nicht schon genug, dass er in seinem Labor nie Ruhe und Muse hatte, sich seinen Lieblingsprojekten zu widmen, jetzt wurde er auch noch hier belstigt.

Pltzlich kam es ihm siedend hei. John Sheppard stand drauen vor der Tr. Sie waren um halb vier zum Training verabredet gewesen. Wie er das hasste. Wer war denn hier vom Militr, er oder John? Er hatte sich um wichtigere Sachen als richtiges Abrollen oder Abwehrtechniken zu kmmern. Schlielich waren die Militrjungs dafr da, ihn zu beschtzen, nicht anders herum.

Er schnappte sich sein Headset vom Regal, das er vorsorglich abgelegt hatte, um nicht fortwhrend gestrt zu werden. Wenn etwas wirklich Wichtiges passiert wre, htte man ihn immerhin noch ber das Intercom ausrufen knnen.

Ein Klick auf die richtige Frequenz und schon hatte er Carson Beckett im Ohr.

"Carson", flsterte er leise. "Ich brauch deine Hilfe."

"Rodney? Bist du das? Was ist passiert? Geht es dir ...?"

Rodney unterbrach ihn und verdrehte die Augen.

"Mir geht's prima." Warum musste Carson immer gleich annehmen, dass ihm etwas passiert war? "Du musst mir einen Gefallen tun. Ruf mich in einer Viertelstunde bers Intercom und sag, dass meine Anwesenheit in der Krankenstation ntig ist. Denk dir irgendein technisches Problem aus, mir egal. Lass dir was einfallen."

"Ah, ist wieder Trainingsstunde mit Sheppard angesagt?" Carson musste lachen. "Geht in Ordnung, Rodney. Beckett out." Damit war Carson aus der Leitung verschwunden.

Erleichtert ging Rodney zur Tr und fuhr mit der rechten Hand ber das Display. Mit einem Zischen ffnete sich die Tr und vor ihm stand - wie bereits angenommen - ein leicht missgelaunter Colonel Sheppard.

"Rodney ..."

"Ich wei, ich wei, ich bin zu spt. Ich war mit einem technischen Problem in der Krankenstation beschftigt, das mich noch zur Weiglut treibt. Aber das interessiert dich sicher nicht."

"Nicht wirklich", verneinte Sheppard.

"Ist ja auch nicht so wichtig", plapperte Rodney munter weiter. "Ich zieh' nur schnell meinen Trainingsanzug an. Dauert nur 'ne Minute."
Er verschwand in seinem Badezimmer und kam kurz darauf mit einem Sweatshirtanzug bekleidet wieder heraus und sie konnten sich auf den Weg zum Trainingsraum machen.

***

"Au! Verdammt!" Schon zum dritten Mal innerhalb krzester Zeit war Rodney auf seinem Allerwertesten gelandet, statt wie geplant mit einer perfekten Rolle den Aufprall abzumildern.

Wann meldete sich Carson endlich? Die Viertelstunde musste doch schon lngst rum sein. Mhsam rappelte Rodney sich in Sitzposition auf und sthnte dabei mitleiderregend. John sollte ruhig sehen, dass er sich wehgetan hatte. Aber ein Blick auf das grinsende Gesicht von Sheppard zeigte ihm, dass er von ihm kein Mitleid erwarten konnte.

"Dr. McKay, bitte kommen", meldete sich plrrend das Intercom an der Wand zur Auentr. Na endlich. Wurde aber auch langsam Zeit.

Rodney stand betont langsam auf und verzog noch einmal das Gesicht, um zu verdeutlichen, dass das Training fr seinen Geschmack viel zu hart war. Er humpelte zur Wand und meldete sich mit einem Drcken des Intercom-Knopfes.

"Hier McKay, was gibt es?", schnauzte er bertrieben missmutig ins Mikrofon.

"Rodney, wir brauchen dich dringend auf der Krankenstation. Das DOD ist mal wieder ausgefallen und keiner deiner Techniker kriegt es wieder zum Laufen."

"DOD? Was ist denn das?", hrte Rodney hinter sich Sheppard fragen.

Rodney drehte sich herum und warf ihm ein kurzes "Digital Operating Device" zu, bevor er sich wieder dem Intercom zuwandte. Zum Glck wusste Sheppard nicht, dass es so ein Ding berhaupt nicht gab. Bei Johns Vorliebe fr auergewhnliche Namensgebungen konnte er mit solchen Abkrzungen ruhig um sich werfen, ohne dass dieser Verdacht schpfen wrde.

"Bin schon unterwegs." Rodney schnappte sich sein Handtuch und wischte sich die kaum vorhandenen Schweitropfen von der Stirn. Mit einem unschuldigen Blick wandte er sich an John. "Tut mir leid, ich muss weg. Ist wichtig."

"Tja, da kann man nichts machen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, wie man so schn sagt."

Leider, dachte Rodney missmutig, als er bertrieben humpelnd den Raum verlie.

***

Nach einem kurzen Besuch auf der Krankenstation - man wusste ja nie, ob Sheppard nicht nachfragen wrde, wie es lief - erreichte Rodney gut gelaunt sein Quartier. Jetzt konnte er sich wieder seinen Plnen fr einen kleineren Puddle Jumper widmen. Er war schon seit lngerer Zeit dabei, ein Modell zu entwickeln, mit dem nur eine Person durch schmalere ffnungen fliegen konnte.

Er hatte gerade seinen Laptop aufgeklappt, als sein Trsummer das tat, was Summer nun mal so tun; er summte. Irritiert starrte er auf die Tr. Wer wollte denn jetzt schon wieder was von ihm?

Sein in Richtung Tr gebrlltes "JA?" konnte Tote zum Leben erwecken.

"Zelenka", klang es gedmpft von drauen.

Herrje, konnte man ihn denn nicht einmal fr einen Nachmittag in Ruhe lassen?

Ein Griff zum Headset, den Zeigefinger auf der richtigen Frequenz und schon war Carson wieder in der Leitung.

"Carson?"

"Was vergessen, Rodney?"

"In fnf Minuten noch mal. Du weit Bescheid", flsterte Rodney. "Und dieses Mal kein erfundenes DOD, bitte. Zelenka ist hier."

"Aye, geht klar. Bis gleich." Damit war Carson aus der Leitung verschwunden.

Beruhigt ging Rodney zur Tr und ffnete sie. Drauen auf dem Flur stand Dr. Zelenka mit verschrnkten Armen und wartete geduldig auf seinen Chef.

"Zelenka, was gibt es? Womit kann ich dir helfen?" Es konnte ja nicht schaden freundlich zu sein, wenn man wusste, dass man nach fnf Minuten erlst wurde.

"Ahm ... wir haben ein technisches Problem mit der Abwasserentsorgung." Zelenka klang berrascht, nach dem barschen "JA" jetzt so freundlich empfangen zu werden.

"Und das kannst du allein nicht lsen?" Mit einem Wink zu Zelenkas Laptop, den dieser in seiner Hand hielt, fuhr Rodney fort. "Zeig mal her."

Bevor Zelenka in lngere Erklrungen verfallen konnte, summte es wieder an der Tr.

Leicht irritiert ffnete Rodney die Tr und sah mit Erstaunen Carson drauen stehen.

"Rodney, du hast doch wohl nicht deinen vierteljhrlichen Termin zur Generaluntersuchung vergessen? Ich warte schon seit einer halben Stunde auf dich. Bei deinem vollen Kalender schaffen wir es erst in einem Monat wieder, einen neuen Termin zu finden."

"Oh, ach ja. Htte ich beinahe vergessen", schaffte es Rodney zu antworten. "Tut mir leid, Radek, ich muss weg. Aber ich bin sicher, dass du das Problem mit ein wenig Nachdenken auch alleine beheben kannst."

Sanft, aber doch bestimmt wurde Zelenka zur Tr hinaus geschoben. Rodney schnappte sich seinen Laptop und folgte Carson zur Krankenstation. Wenn er schon nicht in seinem eigenen Quartier in Ruhe arbeiten konnte, vielleicht konnte er es ja dort.

***

Missmutig sa Rodney auf dem hintersten Bett der Krankenstation und rieb sich mit seinem linken Arm unbewusst ber seine linke Pobacke. Wer htte gedacht, dass Carson so hinterlistig war und seine Ausrede dafr nutzen wrde, ihn tatschlich zu seiner Generaluntersuchung abzuschleppen? Fr Wochen hatte er es geschafft, dieser unliebsamen Tortur aus dem Weg zu gehen.

Und dann hatte dieser Vampir ihm auch noch fnf Ampullen Blut abgezapft, was im Grunde genommen gar nicht mal so schlimm gewesen war. Aber die drei Impfungen in seine beiden Pobacken htten ja nun wirklich nicht sein mssen.

Er hatte sich gerade wieder in seine Plne fr den Mini Puddle Jumper vertieft, als der Vorhang zurckgezogen wurde und er John Sheppard vor sich stehen sah.

"Problem behoben?"

"hm, ja, fast. Kann noch gut 'ne Stunde dauern. Vielleicht auch lnger", gab Rodney vage zur Antwort. Was hatten sie noch mal angeblich fr ein Problem gehabt? Ach ja, das POD. Oder war's das DDO gewesen?

"Gut, ich komme dann gegen achtzehnhundert wieder vorbei. Wir machen dann mit dem Training weiter."

Achtzehnhundert? Ach so, John meinte sechs Uhr. Was? Da wollte er eigentlich gemtlich in der Messe sitzen und sein Abendessen vertilgen.

"Tut mir Leid, Colonel." ber Johns Schulter hinweg sah er, wie Carson sich ihnen nherte. Als John sich umdrehte, schickte Rodney dem Arzt einen flehenden Blick zu.

"Rodney hat sich bei dem Training einen Muskel im Gluteus maximus gezerrt. Er wird wohl fr einige Tage nicht mehr am Training teilnehmen knnen."

Hah, von wegen Muskelzerrung. Rodney wusste besser, warum ihm sein Hintern wehtat.

Zufrieden lie er sich zurck in die Kissen fallen. Fr die nchsten paar Tage war er vor lstigen Trainingseinheiten sicher. Doch warum nur musste es immer sein Hintern sein?

***

Und whrend er so da lag und ber seinen verpfuschten Samstagnachmittag nachdachte, schlich sich pltzlich ein ketzerischer Gedanke in sein Hirn: Wer knnte ihn eigentlich anrufen, wenn Carson morgen zu Besuch kam und auch nach dem vierten verlorenen Schachspiel noch Revanche verlangte?

Vielleicht Teyla?

Ende
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