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Days Long Gone (and lost hot nights)

von Shendara

Kapitel 1

"Er sollte bei dir sein."

Teyla seufzte leise und wandte den Kopf ab. Nicht zum ersten Mal bereute es, dass Dr. Beckett nicht um ein Einzelzimmer in der Krankenstation gebeten hatte. "Rodney braucht ihn jetzt dringender."

"McKay ist sein Freund. Du bist seine Geliebte. Er sollte bei dir sein."

Sie schloss die Augen und konzentrierte sich auf ihre Atmung, um sich wieder zu beruhigen. Erfolglos. Die Reste des Enzyms in ihrem Körper machten sie noch immer unruhig, aggressiv und ließen sie viel zu leicht ihre Beherrschung verlieren. "John war mit uns auf dem Wraith-Schiff", brachte sie schließlich zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor. "Er war vorhin hier und hat gesehen, dass ich mich gut erholt habe." Sie drehte sich auf die Seite und sah Ronon direkt in die Augen. "Jetzt braucht er Zeit, um sich davon zu überzeugen, dass Rodney sich ebenfalls erholen wird." Sie brauchte nicht zu erwähnen, dass Rodney mit den Nachwirkungen der Sucht am meisten zu kämpfen hatte - und auch nicht, warum. "Er wird zurückkommen", sagte sie schließlich und schloss die Augen. Sie hoffte, dass sie ruhiger wirkte, als sie sich fühlte.

Sie war nicht eifersüchtig - immerhin hatte sie gewusst, dass eine Beziehung mit John auf eine Art Dreiecksbeziehung hinauslaufen würde - und sie war sogar froh, dass John im Moment nicht bei ihr war. Sie war immer noch zu aufgewühlt und trotz der schwindenden Stärke des Enzyms konnte sie nicht sicher sein, ob sie John nicht vielleicht sogar verletzen würde.

Nein, er war bei Rodney wesentlich besser aufgehoben; nicht, dass sie das jemals Ronon - oder John - gegenüber zugeben würde.

"Die beiden", begann Ronon und noch bevor sie die Worte richtig registriert hatte, stand sie schon neben Ronons Bett und starrte auf ihn hinab.

"Genug", zischte sie und es war geradezu erschreckend einfach, ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen. "Ich will kein Wort mehr darüber hören."

Ronon wirkte zwar nicht im geringsten eingeschüchtert, nickte jedoch. "Kein Wort", versprach er und Teyla starrte ihn noch einige Sekunden lang an, bevor sie zurück zu ihrem eigenen Bett ging.

Seine nur halb angedeuteten Anschuldigungen trafen einen wunden Punkt in ihr. Sie wusste zwar, dass ihre Zeit mit John dem Ende zuging, und sie war in gewisser Weise sogar froh darüber. So sehr sie ihn auch liebte, er war nicht der richtige Partner für sie und sie war nicht die Richtige für ihn. Sie war weder blind noch dumm - natürlich hatte die die ständig wachsende Anziehung zwischen John und Rodney bemerkt und sie hoffte von ganzem Herzen, dass es nicht mehr lange dauerte, bis die beiden endlich erkannten, was für sie schon längst offensichtlich war.

Mit einem erneuten Seufzen rollte sie sich auf der Seite zusammen. Hoffentlich bald. Hoffentlich jetzt, in diesem Moment. Mit diesem Gedanken fiel sie schließlich in einen unruhigen Schlaf.

= Ende =
[19.01.07]


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